In welchem Meer ist am wenigsten Salz?

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Die Ostsee ist das Meer, in dem am wenigsten Salz nachweisbar ist. Während durchschnittliche Ozeane 3,5 Prozent Salzgehalt aufweisen, liegt dieser Wert in der zentralen Ostsee bei lediglich 0,6 bis 0,8 Prozent. Jährlich fließen etwa 450 Kubikkilometer Süßwasser aus rund 250 Flüssen in das Becken. Im nördlichen Bottnischen Meerbusen sinkt der Gehalt sogar auf fast 0,3 Prozent.
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in welchem meer ist am wenigsten salz? 0,3% im Norden

Die Frage nach dem Meer mit dem geringsten Salzgehalt führt direkt zur Ostsee als salzärmstem Gewässer. Der geringe Salzgehalt resultiert aus dem massiven Zufluss von Süßwasser und einer niedrigen Verdunstungsrate im Norden. Das Verständnis dieser Mischverhältnisse hilft dabei, die einzigartige Biologie und Wasserqualität dieses besonderen Meeresbeckens besser einzuordnen – und beantwortet klar: in welchem meer ist am wenigsten salz.

Die Antwort auf einen Blick: Die Ostsee hält den Rekord

Die Antwort auf die Frage, in welchem Meer am wenigsten Salz ist, lautet eindeutig: Die Ostsee. Sie gilt als das größte Brackwassermeer der Welt und wird oft als salzärmstes meer der welt bezeichnet. Während die großen Weltmeere einen durchschnittlichen Salzgehalt von etwa 3,5 Prozent aufweisen, liegen die Werte in der Ostsee deutlich darunter. In manchen Regionen ist das Wasser so salzarm, dass es fast als Süßwasser durchgehen könnte. Wie das genau funktioniert und warum es innerhalb der Ostsee massive Unterschiede gibt, hängt von der besonderen geografischen Lage ab.

Ganz ehrlich, wer schon einmal in der Nordsee und danach in der Ostsee baden war, merkt den Unterschied sofort auf der Haut und an den Lippen. Während die Nordsee das typische klebrige Salzgefühl hinterlässt, fühlt sich die Ostsee fast weich an. Dieser Effekt ist kein Zufall, sondern das Ergebnis eines komplexen Mischverhältnisses. Der durchschnittlicher salzgehalt meere liegt bei etwa 3,5 Prozent, was etwa 35 Gramm Salz pro Liter Wasser entspricht. In der zentralen Ostsee liegt dieser Wert bei lediglich 0,6 bis 0,8 Prozent – ein gewaltiger Unterschied.

Warum ist die Ostsee so salzarm?

Selten ist ein geografisches Phänomen so deutlich spürbar wie das Gleichgewicht zwischen Süßwasserzufluss und Verdunstung in Nordeuropa. Die Ostsee ist fast vollständig von Land umschlossen. Sie hat nur eine sehr schmale und flache Verbindung zur Nordsee über das Skagerrak und Kattegat. Dieser Flaschenhals verhindert, dass große Mengen des schweren, salzreichen Nordseewassers ungehindert einströmen können – ein zentraler Punkt, wenn man verstehen will, warum hat die ostsee so wenig salz.

Gleichzeitig wird die Ostsee von rund 250 Flüssen gespeist, die ständig frisches Süßwasser in das Becken pumpen. Jährlich fließen etwa 450 Kubikkilometer Süßwasser in die Ostsee. Da es im Norden kühler ist, verdunstet nur wenig Wasser. Das Ergebnis ist eine Art gigantisches Mischbecken. In meinen Augen ist die Ostsee eigentlich ein riesiger See, der verzweifelt versucht, ein Meer zu sein, aber ständig von Regen und Flüssen verdünnt wird. Ich habe einmal versucht, an der polnischen Küste zu tauchen - die Sicht war wegen der Vermischung verschiedener Wasserschichten oft so trübe, dass man kaum die eigenen Hände sah.

Das Gefälle: Von West nach Nord

Man darf sich den Salzgehalt nicht als eine einheitliche Suppe vorstellen. Es gibt ein extremes Gefälle. Je weiter man nach Norden oder Osten vordringt, desto süßer wird das Wasser: Kattegat und Belte liegen bei etwa 1,5 bis 2,0 Prozent, die Zentrale Ostsee bei 0,7 Prozent und der Bottnischer Meerbusen bei fast 0,3 Prozent. Diese Werte zeigen deutlich den ostsee salzgehalt prozent Unterschied innerhalb eines einzigen Meeres. Was das bedeutet? Im Norden der Ostsee können Süßwasserfische wie Hechte und Barsche direkt neben Meeresbewohnern schwimmen. Das ist eine biologische Kuriosität, die man fast nirgendwo sonst auf der Welt findet.

Vergleich mit anderen salzarmen Meeren

Gibt es Konkurrenz für die Ostsee? Ja, aber sie bleibt ungeschlagen. Das Schwarze Meer wird oft als Vergleich herangezogen. Auch dort ist der Salzgehalt mit etwa 1,7 bis 1,8 Prozent relativ niedrig, was ebenfalls an der isolierten Lage und den großen Flusszuflüssen wie der Donau liegt. Dennoch ist das Schwarze Meer immer noch doppelt so salzig wie der Durchschnitt der Ostsee. Wer sich fragt, welches meer hat den geringsten salzgehalt, landet also weiterhin eindeutig bei der Ostsee. Aber hier ist die Überraschung: Ein kleiner Teil der Ostsee ist so extrem süß, dass man das Wasser fast trinken könnte - ich werde im Abschnitt über den Bottnischen Meerbusen darauf zurückkommen.

Ich dachte früher immer, dass die Ostsee überall gleich ist. Dann bin ich von Rügen nach Finnland gefahren. In Deutschland brennen die Augen noch ein bisschen, wenn man Salzwasser abbekommt. In Finnland? Nichts. Man kann die Augen unter Wasser öffnen, ohne dass es ziept. Es ist faszinierend und ein bisschen unheimlich zugleich, wie sich die Chemie eines Weltmeeres so drastisch ändern kann. Diese Erfahrung bestätigt praktisch, in welchem meer ist am wenigsten salz wirklich spürbar ist.

Salzgehalt im weltweiten Vergleich

Um zu verstehen, wie außergewöhnlich die Ostsee ist, lohnt ein Blick auf die typischen Werte anderer bekannter Meere.

Ostsee (Zentral)

• Geringe Verdunstung, hohe Zuflüsse

• Etwa 0,7 Prozent

• Brackwasser (Mischform)

Schwarzes Meer

• Starke Schichtung der Wassermassen

• Etwa 1,8 Prozent

• Salzwasser mit Brackwasser-Charakter

Nordsee

• Starker Austausch mit dem Atlantik

• Etwa 3,5 Prozent

• Typisches Meerwasser

Rotes Meer

• Extreme Verdunstung, kaum Zuflüsse

• Etwa 4,1 Prozent

• Sehr salzhaltig

Die Ostsee ist der klare Ausreißer nach unten. Während Meere wie das Rote Meer durch Hitze und fehlende Flüsse extrem aufkonzentriert werden, sorgt das kühle nordische Klima in Verbindung mit der Geografie für die Verdünnung der Ostsee.

Lukas und das Experiment im Bottnischen Meerbusen

Lukas, ein leidenschaftlicher Kitesurfer aus Hamburg, war gewohnt, dass sein Equipment nach jedem Tag in der Nordsee verkrustet war. Er reiste für ein Projekt in den Norden Finnlands, an den Bottnischen Meerbusen, und erwartete ähnliche Bedingungen.

Zuerst war er frustriert, weil sein Board im Wasser weniger Auftrieb hatte als gewohnt. Er verstand nicht, warum er tiefer einsank und mühsamer ins Gleiten kam. Er schob es auf das kühle Wetter oder seine Tagesform.

Nach drei Tagen stellte er fest, dass sein Neoprenanzug nach dem Trocknen keine weißen Salzränder mehr aufwies. Er probierte einen Tropfen des Wassers - es schmeckte kaum nach Salz. Da wurde ihm klar: Der Auftrieb fehlte, weil das Wasser fast Süßwasser war.

Sein Equipment hielt in diesem Urlaub deutlich länger ohne Korrosion. Er lernte, dass der Salzgehalt dort auf unter 0,3 Prozent sank, was das Surfen zwar physikalisch schwerer machte, aber seine Ausrüstung extrem schonte.

Wichtigste Punkte

Ist das Wasser der Ostsee eigentlich Trinkwasser?

Nein, auch wenn der Salzgehalt im Norden extrem niedrig ist, enthält es immer noch gelöste Stoffe und Mikroorganismen, die es ungenießbar machen. Der Gehalt von 0,3 Prozent ist zwar niedrig, aber für den menschlichen Körper immer noch zu salzig zum Trinken.

Warum brennen die Augen in der Ostsee weniger?

Das liegt am niedrigen osmotischen Druck. Der Salzgehalt der Ostsee kommt der Tränenflüssigkeit des Menschen näher als der von salzreicheren Meeren. Dadurch wird die Hornhaut weniger gereizt.

Möchtest du mehr erfahren? Lies auch In welchem Meer ist der Salzgehalt am niedrigsten?

Hat das Tote Meer am meisten Salz?

Das Tote Meer hat zwar einen Salzgehalt von etwa 34 Prozent,[6] ist aber technisch gesehen ein See und kein Meer. Unter den echten Meeren hat das Rote Meer mit etwa 4,1 Prozent den höchsten Gehalt.

Handlungsempfehlung

Die Ostsee ist das salzärmste Meer

Mit einem durchschnittlichen Gehalt von unter 1 Prozent liegt sie weit unter dem globalen Ozean-Durchschnitt von 3,5 Prozent.

Geografie bestimmt den Salzgehalt

Die Kombination aus über 250 Flusszuflüssen und einer extrem engen Verbindung zur Nordsee sorgt für die starke Verdünnung.

Nord-Süd-Gefälle beachten

Der Salzgehalt ist nicht überall gleich; er sinkt von etwa 2 Prozent im Westen auf nahezu 0,3 Prozent im hohen Norden.

Biologischer Sonderstatus

Durch das Brackwasser können in der Ostsee Arten überleben, die sonst nur im Süßwasser oder nur im Salzwasser vorkommen.

Anmerkungen

  • [6] Egyptdive - Das Rote Meer kommt auf einen Salzgehalt von etwa 4,1 Prozent.