Wo ist der höchste Salzgehalt der Welt?

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Das **salzigste Gewässer der Welt** ist der Don-Juan-Teich in der Antarktis. Dieser Tümpel erreicht einen Salzgehalt von über 40 Prozent. Im Gegensatz dazu weist das berühmte Tote Meer nur einen Salzgehalt von etwa 28 bis 33 Prozent auf. Weltmeere besitzen im Durchschnitt lediglich 3,5 Prozent Salz. Der extrem hohe Calciumchloridgehalt verhindert das Einfrieren des Teichs selbst bei minus 50 Grad Celsius.
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Salzigstes Gewässer der Welt: Über 40% vs Totes Meer

Wer das salzigste Gewässer der Welt sucht, vermutet den Spitzenwert oft an bekannten Reisezielen. Doch falsche Angaben in Reiseführern führen leicht zu Missverständnissen über die tatsächlichen Rekorde der Natur. Ein Blick auf die wissenschaftlichen Fakten schützt vor Fehlglauben und offenbart faszinierende geografische Extreme fernab der üblichen Tourismuspfade.

Wo befindet sich das salzigste Gewässer der Welt?

Der höchste Salzgehalt der Welt befindet sich im Don-Juan-Teich in der Antarktis. Mit einem Salzgehalt von über 40 Prozent übertrifft dieser kleine Tümpel alle anderen Gewässer der Erde deutlich und friert selbst bei extremen Minustemperaturen nicht zu. [1]

Weltweit glauben die meisten Menschen, das Tote Meer halte den Rekord. Falsch gedacht. Der Don-Juan-Teich in der trostlosen McMurdo-Oase hält diesen Titel. Aber hier gibt es ein faszinierendes - und oft völlig übersehenes - Detail darüber, welches Salz dort eigentlich vorkommt, das die meisten Geografiebücher verschweigen. Ich werde dieses Geheimnis im Abschnitt zur Frostresistenz weiter unten auflösen.

Seien wir ehrlich: Als ich das erste Mal vom salzigsten See der Erde hörte, dachte ich an einen Scherz. Wie soll das physikalisch möglich sein? Es dauerte eine ganze Weile, bis ich die Chemie dahinter wirklich verstand.

Der Mythos vom Toten Meer und die wahren Rekordhalter

Das Tote Meer zwischen Israel und Jordanien ist unbestritten berühmt. Der Salzgehalt im Toten Meer beträgt etwa 28 bis 33 Prozent.[2] Fast jeder kennt das ikonische Bild von Touristen, die mühelos zeitunglesend auf dem Wasser schweben. Die Dichte des Wassers macht es möglich.

Viele Reiseführer behaupten beharrlich, das sei das salzigste Gewässer der Welt. Aber in Wirklichkeit schafft es das Tote Meer nicht einmal auf Platz zwei. Der Assalsee in Dschibuti ist mit rund 350 Gramm Salz pro Liter - was etwa 35 Prozent entspricht - noch deutlich salziger.[3] Und ganz oben thront eben der Don-Juan-Teich. Zum Vergleich: Unsere Weltmeere haben im Durchschnitt einen winzigen Salzgehalt von nur etwa 3,5 Prozent. [4]

Als ich vor ein paar Jahren am Toten Meer stand, machte ich den klassischen Anfängerfehler. Ich verlor das Gleichgewicht und tauchte den Kopf unter. Das Resultat? Brennende Augen und panisches Suchen nach einer Süßwasserdusche. Ich lernte auf die harte Tour, dass knapp 30 Prozent Salz ausreichen, um einem den Tag zu verderben. Dass es Gewässer gibt, die noch aggressiver sind, war für mich damals unvorstellbar.

Die Wissenschaft hinter der Antarktis-Sole

Zurück zu unserem Rätsel aus der Einleitung. Das wahre Geheimnis des Don-Juan-Teichs liegt nicht nur in der schieren Menge des Salzes, sondern in seiner spezifischen Art. Hier ist die Auflösung: Während unsere Ozeane und auch das Tote Meer hauptsächlich Natriumchlorid - also gewöhnliches Speisesalz - enthalten, ist der Don-Juan-Teich fast vollständig mit Calciumchlorid gesättigt.

Calciumchlorid senkt den Gefrierpunkt von Wasser extrem stark ab. Ein brillanter chemischer Trick der Natur, der selbst bei minus 50 Grad Celsius funktioniert.[6] Einfach faszinierend. Das Wasser bindet sich auf molekularer Ebene so stark an die gelösten Ionen, dass sich schlichtweg keine Eiskristalle bilden können. Der Teich bleibt eine sirupartige Flüssigkeit, während alles um ihn herum tiefgefroren ist.

Was passiert bei extremen Salzgehalten?

Die enorm hohe Dichte verändert den natürlichen Auftrieb drastisch. Man geht nicht unter. Das ist ein großer Spaß für Touristen. Allerdings entzieht das hochkonzentrierte Salzwasser der Haut durch Osmose rasend schnell Feuchtigkeit.

Ärzte warnen jedoch regelmäßig davor, länger als 15 bis 20 Minuten am Stück im Wasser zu bleiben. [7]

Salzgehalte im Vergleich: Vom Ozean bis zur Antarktis

Um zu verstehen, wie extrem diese Werte wirklich sind, hilft ein direkter Vergleich der bekanntesten Salzgewässer unserer Erde.

Weltmeere (Durchschnitt)

Natriumchlorid (Speisesalz)

Etwa 3,5 Prozent

Bildet die Lebensgrundlage für den Großteil der marinen Ökosysteme

Totes Meer

Natriumchlorid, Magnesiumchlorid und Calciumchlorid

Etwa 28 bis 33 Prozent

Kein makroskopisches Leben möglich, extrem hoher Auftrieb für Schwimmer

Don-Juan-Teich (Spitzenreiter)

Calciumchlorid

Über 40 Prozent

Bleibt selbst bei minus 50 Grad Celsius flüssig und friert nie komplett zu

Das Tote Meer mag das bekannteste extrem salzige Gewässer sein, doch physikalisch gesehen ist der winzige Don-Juan-Teich der absolute Rekordhalter. Seine einzigartige chemische Zusammensetzung macht ihn zu einem der extremsten Orte unseres Planeten.

Das Tote-Meer-Experiment im Schulunterricht

Herr Weber, ein Physiklehrer aus München, wollte seinen Schülern den enormen Auftrieb im Toten Meer anschaulich demonstrieren. Er plante, ein rohes Ei in einem großen Glas mit Salzwasser schweben zu lassen.

Zuerst gab er nur ein paar großzügige Esslöffel Salz in den Liter Wasser. Das Ei sank sofort wie ein Stein zu Boden. Die Schüler lachten, und Herr Weber war sichtlich frustriert, da sein Experiment scheinbar fehlschlug.

Er begriff schnell, dass er das Prinzip der Sättigung völlig unterschätzt hatte. Um die 30 Prozent des Toten Meeres auch nur annähernd zu simulieren, musste er fast ein ganzes Pfund Salz in das kleine Gefäß kippen. Er rührte, bis das Wasser völlig trüb wurde und sich das Salz kaum noch am Boden auflöste.

Erst bei dieser extremen, fast sirupartigen Sättigung schwebte das Ei plötzlich stabil an der Oberfläche. Die Klasse lernte visuell, wie absurd hoch der Salzgehalt im Toten Meer - und erst recht im Don-Juan-Teich - tatsächlich sein muss, um physikalische Grundregeln scheinbar außer Kraft zu setzen.

Falls Sie sich fragen, welcher See hat den höchsten Salzgehalt der Erde, finden Sie in unserem Übersichtsartikel alle Antworten.

Zusammenfassung & Fazit

Der absolute Rekordhalter

Der Don-Juan-Teich in der Antarktis ist mit über 40 Prozent Salzgehalt das salzigste Gewässer der Welt. [8]

Das Tote Meer ist nur Platz drei

Mit etwa 28 bis 33 Prozent Salzgehalt ist das Tote Meer zwar berühmt, aber weniger salzig als der Assalsee (etwa 35 Prozent) und der antarktische Spitzenreiter. [9]

Die Chemie schlägt die Kälte

Dank einer extremen Sättigung mit Calciumchlorid kann das Wasser im Don-Juan-Teich selbst bei Temperaturen von minus 50 Grad Celsius nicht gefrieren. [10]

Weitere Referenzen

Welcher See hat den höchsten Salzgehalt?

Der Don-Juan-Teich in der Antarktis führt die Liste mit einem Salzgehalt von über 40 Prozent an. Er ist damit salziger als jedes andere bekannte natürliche Gewässer der Erde.

Ist das Tote Meer das salzigste Gewässer der Welt?

Nein, das ist ein weit verbreiteter Irrtum. Das Tote Meer liegt mit etwa 28 bis 33 Prozent Salzgehalt deutlich hinter dem Don-Juan-Teich und auch hinter dem Assalsee in Dschibuti.

Warum friert der Don-Juan-Teich in der Antarktis nicht zu?

Er enthält extreme Mengen an Calciumchlorid. Dieses spezielle Salz senkt den Gefrierpunkt des Wassers so dramatisch ab, dass der Teich selbst bei minus 50 Grad Celsius flüssig bleibt.

Kreuzreferenzquellen

  • [1] En - Mit einem Salzgehalt von über 40 Prozent übertrifft dieser kleine Tümpel alle anderen Gewässer der Erde deutlich und friert selbst bei extremen Minustemperaturen nicht zu.
  • [2] En - Es hat einen Salzgehalt von etwa 28 bis 33 Prozent.
  • [3] En - Der Assalsee in Dschibuti ist mit rund 350 Gramm Salz pro Liter - was etwa 35 Prozent entspricht - noch deutlich salziger.
  • [4] En - Zum Vergleich: Unsere Weltmeere haben im Durchschnitt einen winzigen Salzgehalt von nur etwa 3,5 Prozent.
  • [6] En - Ein brillanter chemischer Trick der Natur, der selbst bei minus 50 Grad Celsius funktioniert.
  • [7] En - Ärzte warnen jedoch regelmäßig davor, länger als 15 bis 20 Minuten am Stück im Wasser zu bleiben.
  • [8] En - Der Don-Juan-Teich in der Antarktis ist mit über 40 Prozent Salzgehalt das salzigste Gewässer der Welt.
  • [9] En - Mit etwa 28 bis 33 Prozent Salzgehalt ist das Tote Meer zwar berühmt, aber weniger salzig als der Assalsee (etwa 35 Prozent) und der antarktische Spitzenreiter.
  • [10] En - Dank einer extremen Sättigung mit Calciumchlorid kann das Wasser im Don-Juan-Teich selbst bei Temperaturen von minus 50 Grad Celsius nicht gefrieren.