Wann werden die Tage wieder kürzer?
Wann werden die Tage wieder kürzer: Termin im Juni
Viele Menschen fragen sich regelmäßig, wann werden die tage wieder kürzer und welche astronomischen Faktoren diese jährliche Veränderung beeinflussen. Das Verständnis dieses natürlichen Zyklus hilft bei der optimalen Planung von Freizeitaktivitäten im Freien. Wer die genauen Phasen kennt, vermeidet unerwartete Überraschungen durch die früh einsetzende Dunkelheit am Abend.
Ab wann werden die Tage kürzer? Das genaue Datum zur Sommersonnenwende
Wer sich fragt, wann werden die Tage wieder kürzer, findet die Antwort mitten im Hochsommer: Direkt nach der Sommersonnenwende am 20. oder 21. Juni schrumpft die tägliche Sonnenscheindauer auf der Nordhalbkugel wieder. Ab diesem exakten Wendepunkt nimmt die tageslänge im jahresverlauf bis zur Wintersonnenwende Ende Dezember kontinuierlich ab.
Klingt erst mal paradox, oder? Wir verbinden den Juni schließlich mit endlosen Grillabenden. Direkt nach der Sommersonnenwende und auch rund um die Wintersonnenwende Ende Dezember verändert sich die Tageslänge extrem träge - im Durchschnitt um lediglich etwa 1 Minute pro Tag.
In den ersten Tagen nach dem Höchststand sind es sogar nur wenige Sekunden. Aber es gibt einen kontraintuitiven Effekt beim Sonnenuntergang im Dezember, den fast jeder falsch einschätzt - ich erkläre das genaue Phänomen weiter unten im Abschnitt über die Wintersonnenwende.
Seien wir ehrlich: Im Juni merkt kein Mensch, dass uns schon wieder Licht fehlt. Als ich vor ein paar Jahren im Juli auf meinem Balkon saß, dachte ich noch, der Sommer fängt gerade erst richtig an. Falsch gedacht. Astronomisch gesehen befanden wir uns längst auf dem Rückzug Richtung Herbst.
Tage werden kürzer: Datum und der Unterschied zwischen Nord und Süd
Wenn die Tage werden kürzer und das Datum der Sommersonnenwende erreicht ist, zeigt sich in Deutschland ein enormes Gefälle zwischen den Regionen. Während der wann ist der längste tag des jahres im hohen Norden rund 17 Stunden und 19 Minuten dauert, müssen sich Menschen im tiefen Süden mit etwa 16 Stunden und 4 Minuten begnügen. Das ist über eine Stunde Unterschied. Kaum zu glauben. Je näher man dem nördlichen Polarkreis kommt, desto extremer fällt dieser Lichtgewinn im Sommer aus.
Warum ist die Veränderung der Tageslänge im Juni kaum spürbar?
Viele Menschen empfinden Unsicherheit über das exakte Datum, ab wann werden die tage kürzer, und haben ein mangelndes Verständnis dafür, warum die Veränderung im Juni kaum spürbar ist. Der Grund liegt in der gekrümmten Umlaufbahn der Erde und der Neigung unserer Erdachse, wodurch der Richtungswechsel der Sonne am Horizont wie eine sanfte Kurve verläuft.
Stell dir eine Schaukel vor. Ganz oben am höchsten punkt - genau dort, wo sie die Richtung wechselt - scheint sie für einen kurzen Moment fast in der Luft zu stehen. Genau so verhält sich die Sommersonnenwende bei der Tageslänge.
In Wirklichkeit bremst die Veränderung vor dem 21. Juni ab, steht fast still und nimmt erst Wochen später wieder Fahrt auf. Ich wollte das vor zwei Jahren mal mit eigenen Augen prüfen und habe mir vorgenommen, eine Woche lang jeden Morgen den exakten Sonnenaufgang zu notieren.
Nach vier Tagen um 4:45 Uhr morgens brannten meine Augen vor Müdigkeit, mein Nacken war steif vom Starren aus dem Fenster, und die Frustration war riesig - meine handgeschriebenen Zeiten wichen um keine einzige spürbare Minute voneinander ab. Ich habe das Experiment genervt abgebrochen. Erst da habe ich wirklich begriffen, wie flach diese astronomische Kurve im Hochsommer tatsächlich verläuft.
Warum werden die Tage im Herbst schneller kürzer?
Die Frage, warum werden die tage im herbst schneller kürzer, lässt sich mit der Geometrie der Erdbahn beantworten: Rund um den Herbstanfang Ende September verläuft die scheinbare Sonnenbahn im steilsten Winkel zum Himmelsäquator. Dadurch bricht die Dunkelheit in dieser Jahreszeit in besonders schnellen Schritten über uns herein.
Hier kommt die Überraschung über das schnelle Einbrechen der Dunkelheit im Herbst ins Spiel, die viele jedes Jahr aufs Neue kalt erwischt. Während wir im Hochsommer kaum Licht verlieren, schrumpft die Helligkeit rund um den Herbstanfang im September um etwa 4 bis 5 Minuten pro Tag. Das summiert sich brutal schnell. Innerhalb von nur zwei Wochen fehlt uns plötzlich eine ganze Stunde Abendlicht beim Feierabend. Selten habe ich eine Jahreszeit erlebt, die unser Zeitgefühl so abrupt durcheinanderwirbelt wie der späte September.
Viele Ratgeber empfehlen ja immer, man solle im Herbst einfach früher aufstehen, um das Morgenlicht zu nutzen - ähm, Moment, eigentlich verschiebt sich auch der Sonnenaufgang nach hinten, bis uns schließlich Ende Oktober die Zeitumstellung kurzzeitig rettet.
In meiner Erfahrung bringt dieses erzwungene Frühaufstehen im Oktober oft nur schlechte Laune, weil es morgens im Bad trotzdem stockdunkel und eiskalt ist.
Viel sinnvoller ist es, die kurze Mittagspause konsequent nach draußen zu verlegen, denn selbst wenn der Himmel grau aussieht und wir uns im Büro hinter unseren Bildschirmen am liebsten mit der dritten Tasse Kaffee verkriechen würden, weil der Regen gegen die Scheiben peitscht und die Motivation ohnehin schon im Keller ist, liefert das natürliche Tageslicht zur Mittagszeit genau den Impuls, den unser Körper gegen die Herbstmüdigkeit dringend braucht. Klingt simpel? Ist es auch.
Wann kehrt sich der Trend zur Wintersonnenwende wieder um?
Wer im dunklen Spätherbst sehnsüchtig auf Besserung wartet und überlegt, ab welchem datum werden die tage wieder kürzer oder endlich wieder länger, muss bis zum 21. oder 22. Dezember durchhalten. An diesem Datum erreicht die Sonne ihren tiefsten Stand, markiert die Wintersonnenwende und beendet das tägliche Schrumpfen der Tageslänge endgültig.
Am kürzesten Tag des Jahres bleiben uns in Deutschland - je nach Wohnort zwischen Nordsee und Alpenrand - nur noch rund 7 bis 8 Stunden Tageslicht. Danach geht es wieder bergauf.
Und hier ist die Auflösung zu dem kontraintuitiven Effekt, den ich am Anfang erwähnt habe: Obwohl der kürzeste Tag erst am 21. Dezember stattfindet, fällt der früheste Sonnenuntergang des Jahres bereits auf die Tage rund um den 11. bis 13. Dezember. Warum? Unsere Erde bewegt sich nicht kreisrund, sondern auf einer Ellipse um die Sonne (Experten nennen das Phänomen Zeitgleichung). Dadurch wird es ab Mitte Dezember nachmittags schon wieder minimal später dunkel, während die Sonne morgens noch bis Anfang Januar immer später aufgeht. Ein echter Lichtblick vor Weihnachten.
Veränderung der Tageslänge im Jahresverlauf: Die drei Schlüsselphasen
Die Geschwindigkeit, mit der wir Tageslicht verlieren oder gewinnen, unterscheidet sich je nach Jahreszeit drastisch.Sommersonnenwende (Ende Juni)
• Sehr langsam, rund 1 Minute Verlust pro Tag im Durchschnitt
• Etwa 16 bis über 17 Stunden Helligkeit je nach Breitengrad
• Kaum wahrnehmbar, da die Abenddämmerung extrem lange anhält
Herbstanfang (Ende September)
• Maximales Tempo, täglicher Verlust von etwa 4 bis 5 Minuten Tageslicht
• Tag und Nacht sind mit jeweils rund 12 Stunden fast genau gleich lang
• Sehr deutlich, der Sonnenuntergang rückt jede Woche spürbar nach vorn
Wintersonnenwende (Ende Dezember)
• Erneuter Stillstand am Wendepunkt mit rund 1 Minute Änderung pro Tag
• Nur noch etwa 7 bis 8 Stunden Tageslicht zwischen Auf- und Untergang
• Ab Mitte Dezember wird es abends bereits wieder ganz leicht später dunkel
Der Vergleich zeigt deutlich, dass der Verlust an Tageslicht kein gleichmäßiger Prozess ist. Während die Sonnenwenden im Juni und Dezember wie sanfte Brems- und Wendepunkte wirken, findet der eigentliche Absturz in die dunkle Jahreszeit mit vollem Tempo im September und Oktober statt.Wie Lukas in Hamburg das schwindende Herbstlicht beim Lauftraining unterschätzte
Lukas, ein 34-jähriger Grafikdesigner aus Hamburg, nahm sich im Spätsommer fest vor, dreimal pro Woche nach Feierabend um 18:30 Uhr eine Runde um die Außenalster zu joggen. Im August klappte das bei strahlendem Sonnenschein problemlos.
Mitte September behielt er seine feste Uhrzeit stur bei, ohne auf den Kalender zu achten. Innerhalb von nur drei Wochen lief er plötzlich in die hereinbrechende Dämmerung hinein, stolperte auf einem unbeleuchteten Parkweg über eine Baumwurzel und verdrehte sich schmerzhaft den Knöchel.
Nach einer Woche Zwangspause wurde ihm klar, dass er im Herbst nicht gegen die Astronomie anlaufen kann, da im Norden jeden Tag fast 5 Minuten Licht verloren gehen. Er stellte seinen Arbeitsalltag im Homeoffice um und legte das Training auf 12:30 Uhr in die Mittagspause.
Durch den Wechsel in die Mittagszeit konnte Lukas sein Laufpensum von 25 Kilometern pro Woche den gesamten Herbst über verletzungsfrei halten und fühlte sich nachmittags am Schreibtisch deutlich wacher als in den Vorjahren.
Wissen erweitern
Ab wann werden die Tage kürzer und merkt man das sofort?
Kalendarisch schrumpfen die Tage direkt nach dem 20. oder 21. Juni. Im Alltag merkt man davon aber wochenlang fast nichts, weil die Sonne im Hochsommer zunächst nur wenige Sekunden und später rund eine Minute früher untergeht. Erst im August fällt auf, dass man abends auf der Terrasse früher eine Lampe braucht.
Warum habe ich eine solche Überraschung über das schnelle Einbrechen der Dunkelheit im Herbst?
Das liegt daran, dass unser Gehirn sich an die stabilen Lichtverhältnisse im Juni und Juli gewöhnt. Wenn die Erde im September ihre Position zur Sonne verändert, beschleunigt sich der Lichtverlust auf das Vier- bis Fünffache im Vergleich zum Sommerbeginn. Dieser Tempowechsel wirkt im Alltag oft wie ein plötzlicher Schalter.
Werden die Tage morgens und abends genau gleichmäßig kürzer?
Nein, das verläuft überraschend asymmetrisch. Wegen der elliptischen Umlaufbahn der Erde verschieben sich Sonnenaufgang und Sonnenuntergang nicht im exakt gleichen Takt. Deshalb erleben wir den frühesten Sonnenuntergang schon knapp anderthalb Wochen vor dem eigentlich kürzesten Tag im Dezember.
Bringt die Zeitumstellung im Herbst mehr Tageslicht zurück?
Die Umstellung auf die Winterzeit Ende Oktober schenkt uns zwar keine zusätzliche Sekunde Sonnenschein, verschiebt das vorhandene Licht aber um eine Stunde nach vorn. Dadurch wird es morgens auf dem Weg zur Arbeit wieder heller, während die Dunkelheit am Nachmittag schlagartig eine Stunde früher einsetzt.
Schlüsselpunkte
Wendepunkt mitten im JuniDirekt nach der Sommersonnenwende am 20. oder 21. Juni beginnen die Tage auf der Nordhalbkugel wieder zu schrumpfen.
Träger Start im HochsommerRund um die Sonnenwenden im Juni und Dezember verändert sich die Tageslänge extrem langsam um lediglich etwa 1 Minute pro Tag.
Vollgas rund um den HerbstanfangEnde September verliert jeder Tag in Deutschland etwa 4 bis 5 Minuten Helligkeit, weshalb die Dunkelheit im Herbst so abrupt spürbar wird.
Frühester Sonnenuntergang schon Mitte DezemberObwohl der kürzeste Tag erst am 21. oder 22. Dezember ist, geht die Sonne abends bereits ab etwa dem 12. Dezember wieder minimal später unter.
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