Welches Meer ist kein Salzwasser?

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Die Frage, welches meer ist kein salzwasser, findet im Kaspischen Meer eine Antwort, da dessen durchschnittlicher Salzgehalt lediglich 1,2 Prozent beträgt. Im nördlichen Bereich sinkt dieser Wert durch den massiven Zufluss von Flusswasser auf fast null. Die Ostsee bildet als Brackwasser ebenfalls eine deutliche Ausnahme vom durchschnittlichen Salzgehalt der Weltmeere von etwa 3,5 Prozent.
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welches meer ist kein salzwasser? Die Fakten im Überblick

Rein wissenschaftlich gesehen ist die Antwort auf die Frage, welches meer ist kein salzwasser, dass es ein solches Gewässer heute nicht gibt, da Salzhaltigkeit ein Definitionsmerkmal ist. Dennoch kommen die Ostsee mit ihrem Brackwasser und das geografisch als See eingestufte Kaspische Meer einem Süßwasser-Zustand am nächsten. Diese Gewässer weisen in bestimmten Regionen einen extrem niedrigen Salzgehalt auf, der kaum noch spürbar ist.

Die kurze Antwort: Gibt es Meere ohne Salz?

Die Antwort auf die Frage, welches meer ist kein salzwasser, ist ein klares Nein - zumindest, wenn wir uns strikt an wissenschaftliche Definitionen halten. Ein Gewässer wird erst dann als Meer bezeichnet, wenn es einen signifikanten Salzgehalt aufweist und mit den Weltmeeren verbunden ist. Es gibt jedoch faszinierende Ausnahmen, die fast wie Süßwasser wirken oder in der Erdgeschichte tatsächlich zeitweise süß waren.

In der Natur ist selten etwas schwarz oder weiß. Während der durchschnittliche Salzgehalt der Weltmeere bei etwa 3,5% [1] liegt, gibt es Randmeere, die so stark mit Flusswasser verdünnt werden, dass man das Salz kaum noch schmeckt. Ich erinnere mich gut an meinen ersten Urlaub an der polnischen Ostseeküste. Ich hatte mich auf das typische Brennen in den Augen eingestellt, das ich von der Nordsee kannte - aber es passierte nichts. Das Wasser fühlte sich fast so weich an wie in einem Binnensee.

Warum Meere meist salzig sind

Salz gelangt primär durch die Verwitterung von Gesteinen an Land in die Ozeane. Regenwasser löst Mineralien und Salze aus dem Boden, die dann über Flüsse ins Meer getragen werden. Da Wasser dort verdunstet, das Salz aber zurückbleibt, reichert es sich über Millionen von Jahren an. Ohne diesen Prozess wäre das Leben im Meer, wie wir es kennen, nicht möglich.

Die Ostsee: Ein Meer zwischen den Welten

Die Ostsee ist das beste Beispiel für ein Meer, das dem Süßwasser extrem nahekommt. Sie gilt als das größte Brackwassermeer der Erde. Um zu verstehen, warum ist die ostsee brackwasser, muss man den Austausch mit der Nordsee betrachten. In der nördlichen Ostsee, etwa im Bottnischen Meerbusen, ist das Wasser so salzarm, dass dort sogar Süßwasserfische wie Hechte und Barsche neben Meeresbewohnern schwimmen.

Der Salzgehalt der Ostsee ist nicht überall gleich, sondern folgt einem starken Gefälle. Während er im Skagerrak an der Grenze zur Nordsee noch bei rund 3% liegt, sinkt er in den inneren Bereichen des Finnischen Meerbusens auf unter 0,3% ab. Daher gilt sie in diesen Zonen oft als meer mit dem geringsten salzgehalt weltweit. Das liegt vor allem an den über 250 Flüssen, die ständig Süßwasser in das fast abgeschlossene Becken pumpen.

Aber hier liegt die Tücke. Dieser niedrige Salzgehalt macht das Ökosystem extrem empfindlich. Wenn nicht regelmäßig schweres, salzreiches Wasser aus der Nordsee durch die engen Belte und den Sund einströmt, droht das Tiefenwasser der Ostsee zu ersticken. Es ist ein fragiles Gleichgewicht - und eines, das ich bei Tauchgängen in der Kieler Bucht selbst beobachten konnte, wo die Sichtweiten je nach Salzgehalt und Algenblüte dramatisch schwanken.

Das Kaspische Meer: Ein riesiger See mit falschem Namen

Oft wird das Kaspische Meer genannt, wenn es um Meere ohne Salzwasser geht. Aber hier spielt uns die Sprache einen Streich. Die Frage, ist das kaspische meer süßwasser, lässt sich geografisch verneinen, da es kein echtes Meer, sondern der größte See der Erde ist. Dennoch ist sein Wasser nicht wirklich süß.

Das Wasser im Kaspischen Meer hat einen durchschnittlichen Salzgehalt von etwa 1,2%. [3] Das ist etwa ein Drittel der Konzentration in den Weltmeeren. Besonders im Norden, wo die Wolga riesige Mengen an Süßwasser einleitet, ist der Gehalt fast bei Null. Wer dort badet, würde kaum merken, dass er in einem salzhaltigen Gewässer schwimmt. Trotzdem bleibt es rechtlich und ökologisch ein Sonderfall. Es ist eben ein See, der sich als Meer tarnt.

Ein Blick zurück: Als der Arktische Ozean süß war

Man mag es kaum glauben, aber es gab Zeiten, in denen riesige Teile des Arktischen Ozeans fast vollständig aus Süßwasser bestanden. Das ist das Geheimnis, das ich zu Beginn angedeutet habe. Während der letzten Eiszeiten war der Arktische Ozean durch gewaltige Eisschilde vom Rest der Weltmeere isoliert. Da die Flüsse weiterhin Süßwasser einspeisten, füllte sich das Becken wie eine gigantische Badewanne.

Untersuchungen an Sedimenten haben gezeigt, dass dieses Phänomen mindestens zweimal in den letzten 150.000 Jahren auftrat. In diesen Phasen war der Ozean oben mit einer dicken Eisschicht versiegelt, unter der sich reines Süßwasser ansammelte. Wenn die Eisbarrieren schließlich brachen, strömten enorme Mengen an Süßwasser in den Nordatlantik, was wahrscheinlich drastische Auswirkungen auf die Meeresströmungen und das Klima hatte. Ein gruseliger Gedanke - ein ganzer Ozean, der innerhalb kurzer Zeit seinen Charakter ändert.

Fazit: Salzgehalt ist eine Frage der Perspektive

Zusammenfassend lässt sich sagen: Ein Meer ohne Salz gibt es heute nicht mehr. Die Ostsee ist mit ihrem Brackwasser die engste Annäherung, die wir haben. Sie zeigt uns, wie fließend die Übergänge zwischen Fluss, See und Ozean sein können. Ob ein Gewässer nun 0,3% oder 3,5% Salz enthält, mag für Chemiker ein riesiger Unterschied sein - für den Badegast in Estland fühlt es sich einfach nur nach einer erfrischenden Abkühlung an, die nicht in den Augen brennt.

Salzgehalt im Vergleich: Von Süßwasser bis zum Toten Meer

Um zu verstehen, wie salzig ein Gewässer wirklich ist, hilft der Blick auf die Anteile gelöster Stoffe pro Liter Wasser.

Typisches Süßwasser (Flüsse/Seen)

- Weniger als 0,05%

- Sehr gering, Schwimmen erfordert mehr Kraft

- Neutral, trinkbar (nach Aufbereitung)

Ostsee (Zentrale Bereiche)

- 0,6% bis 1,0%

- Geringfügig höher als im Süßwasser

- Leicht schal oder brackig, nicht durstlöschend

Offener Ozean (Atlantik/Pazifik)

- Etwa 3,5%

- Gut spürbar, erleichtert das Treiben

- Stark salzig, brennt in den Augen

Totes Meer

- Etwa 34%

- Extrem hoch, man kann im Sitzen Zeitung lesen

- Extrem bitter und ölig, lebensgefährlich beim Verschlucken

Die Unterschiede sind gewaltig. Während die Ostsee in ihren inneren Bereichen fast als süß durchgehen könnte, ist das Tote Meer so gesättigt, dass Salz bereits auskristallisiert. Die meisten Weltmeere bewegen sich stabil in der Mitte.

Lukas' Verwirrung beim Segeltörn in Finnland

Lukas, ein leidenschaftlicher Segler aus Hamburg, plante einen Törn durch die finnischen Schären. Er war die Nordsee gewohnt und hatte massenweise Ersatzteile für seine Salzwasser-Pumpe dabei, da er Korrosion fürchtete.

In der Nähe von Turku angekommen, bemerkte er, dass die Einheimischen ihr Geschirr direkt im Meer wuschen und kaum Kalkablagerungen am Rumpf zu sehen waren. Er versuchte das Wasser zu kosten und war schockiert - es schmeckte kaum nach Salz.

Zuerst dachte er an eine lokale Anomalie durch eine Flussmündung. Ein einheimischer Fischer erklärte ihm dann, dass er sich in einem Bereich der Ostsee befand, der durch die geringe Verdunstung und den massiven Zufluss von Schmelzwasser kaum noch Salzwasser-Eigenschaften besitzt.

Lukas lernte, dass sein Boot hier viel weniger Pflege brauchte als in der Heimat (die Wartungskosten sanken um etwa 20%), begriff aber auch, dass die fehlende Salzdichte das Boot tiefer im Wasser liegen ließ, was er bei der Beladung korrigieren musste.

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Kann man in der Ostsee Süßwasserfische angeln?

Ja, das ist in den nördlichen und östlichen Randbereichen der Ostsee durchaus möglich. Dort ist der Salzgehalt so niedrig (unter 0,5%), dass Arten wie Hechte, Zander und Barsche problemlos überleben können.

Ist Brackwasser gefährlich zum Trinken?

Ja, auch wenn Brackwasser weniger Salz als der Ozean enthält, ist es für den menschlichen Körper ungesund. Die Salzkonzentration ist immer noch hoch genug, um dem Körper durch Osmose Wasser zu entziehen, anstatt ihn zu hydrieren.

Warum ist das Tote Meer kein Süßwasser?

Ganz im Gegenteil: Das Tote Meer ist eines der salzigsten Gewässer der Erde. Es ist ein Endsee ohne Abfluss, in dem das Wasser verdunstet und die Salze in extrem hoher Konzentration zurücklässt.

Zusammenfassung des Artikels

Definition von Meereswasser

Ein echtes Meer ist immer salzhaltig, da es mit den globalen Ozeanen verbunden ist; Süßwasser-Meere existieren heute nicht.

Die Ostsee als Ausnahme

Mit einem Salzgehalt von teils unter 0,3% im Norden ist die Ostsee das salzärmste Meer der Welt.

Für weitere Informationen zu geografischen Besonderheiten lesen Sie auch unseren Artikel darüber, welches Meer ist ein Süßwassermeer.
Der Kaspische See-Mythos

Das Kaspische Meer ist geografisch ein See, hat aber einen Salzgehalt von 1,2% und ist damit salziger als viele denken.

Historische Verwandlung

Der Arktische Ozean war in der Erdgeschichte mindestens zweimal fast vollständig mit Süßwasser gefüllt. [4]

Referenzmaterialien

  • [1] De - Der durchschnittliche Salzgehalt der Weltmeere liegt bei etwa 3,5%.
  • [3] De - Das Wasser im Kaspischen Meer hat einen durchschnittlichen Salzgehalt von etwa 1,2%.
  • [4] Scinexx - Der Arktische Ozean war in den letzten 150.000 Jahren mindestens zweimal fast vollständig mit Süßwasser gefüllt.