Welches Meer ist besonders salzig?

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Die Antwort auf die Frage, welches Meer ist besonders salzig, unterscheidet zwischen Binnenseen und Weltmeeren mit dem Toten Meer als bekanntestem Rekordhalter bei 34 Prozent. Das Rote Meer ist mit 4,1 Prozent das salzigste Gewässer unter den echten Weltmeeren mit Ozeanverbindung. In einem Liter Wasser des Toten Meeres befinden sich etwa 340 Gramm gelöstes Salz.
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Welches Meer ist besonders salzig? Das Tote Meer führt.

Interessierte an der Frage, welches Meer ist besonders salzig, entdecken faszinierende Unterschiede in der Wasserzusammensetzung globaler Gewässer. Diese Mineralienkonzentration beeinflusst die physikalischen Eigenschaften und die biologische Vielfalt der Regionen erheblich. Ein tieferes Verständnis dieser natürlichen Rekorde hilft beim Einschätzen der einzigartigen Bedingungen verschiedener Ökosysteme weltweit. Erfahren Sie mehr über diese beeindruckenden Phänomene der Natur.

Welches Meer ist besonders salzig? Die Antwort überrascht

Die Frage, welches Meer besonders salzig ist, lässt sich nicht mit einem einzigen Namen beantworten, da es darauf ankommt, ob man einen isolierten Salzsee oder ein offenes Weltmeer meint. Während das Tote Meer mit einem Salzgehalt von etwa 34 Prozent der bekannteste Rekordhalter ist, gilt das Rote Meer als das salzigste unter den echten Weltmeeren, die mit den Ozeanen verbunden sind. Interessanterweise gibt es jedoch ein Gewässer in der Antarktis, das sogar das Tote Meer in den Schatten stellt - doch dazu kommen wir später im Abschnitt über extreme Naturschauspiele.

Der Unterschied in der Salinität, also dem Salzgehalt, hängt stark von der geografischen Lage, der Verdunstungsrate und dem Zufluss von Süßwasser ab. In Regionen mit extremer Hitze und geringem Niederschlag konzentriert sich das Salz im Wasser deutlich stärker. Das hat massive Auswirkungen auf die Dichte des Wassers und bestimmt, ob man darin wie ein Korken oben schwimmt oder untergeht.

Das Tote Meer - Ein See, der den Namen Meer trägt

Das Tote Meer ist geografisch gesehen kein Meer, sondern ein endorpher See ohne Abfluss. Mit einem Salzgehalt von rund 34 Prozent ist es fast zehnmal so salzig wie der Durchschnitt der Weltmeere. Das bedeutet, dass in einem Liter Wasser etwa 340 Gramm Salz gelöst sind. Zum Vergleich: In der Nordsee [3] sind es gerade einmal 35 Gramm pro Liter. Dieser extreme Wert führt dazu, dass die Dichte des Wassers bei etwa 1,24 kg/l liegt, was den menschlichen Körper ohne Anstrengung an der Oberfläche hält.

Seien wir ehrlich: Das Gefühl, im Toten Meer zu baden, ist anfangs ziemlich gewöhnungsbedürftig. Das Wasser fühlt sich fast ölig an. Ich habe bei meinem ersten Besuch den Fehler gemacht, mich am Tag davor zu rasieren - eine Erfahrung, die ich niemandem empfehle. Jede noch so kleine Hautirritation brennt höllisch. Es ist kein entspanntes Planschen, sondern eher ein vorsichtiges Schweben. Man muss höllisch aufpassen, dass kein Tropfen in die Augen gelangt. Das brennt nicht nur, das tut richtig weh. Aber genau diese Intensität macht den Reiz aus.

Das Rote Meer - Der Spitzenreiter der Weltmeere

Betrachtet man nur die Gewässer, die Teil des globalen Ozeansystems sind, gewinnt das Rote Meer den Titel. Seine Salzkonzentration liegt bei etwa 40 bis 41 Promille (4,1 Prozent). [4] Das ist deutlich höher als der weltweite Durchschnitt von 3,5 Prozent. Die Gründe dafür sind rein physikalisch: Das Rote Meer liegt in einer der heißesten Regionen der Erde, hat fast keine nennenswerten Süßwasserzuflüsse durch Flüsse und eine extrem schmale Verbindung zum Indischen Ozean, was den Wasseraustausch behindert.

Hohe Verdunstung trifft auf fehlenden Nachschub. Das Resultat ist ein kristallklares, aber eben sehr salziges Wasser. Für Taucher ist das ein Segen, da die Sichtweiten oft phänomenal sind, aber das Equipment leidet. Salzablagerungen an den Ventilen und dem Neoprenanzug sind hier an der Tagesordnung. Wer hier nicht gründlich mit Süßwasser spült, hat nach zwei Tagen eine weiße Kruste auf allem, was mit dem Wasser in Berührung kam. Ein kleiner Preis für die Farbenpracht der Korallenriffe.

Salzgehalt im Vergleich: Von der Ostsee bis zum Mittelmeer

Im Bottnischen Meerbusen zwischen Finnland und Schweden liegt der Wert teilweise nur noch bei 0,3 bis 0,5 Prozent [5]. Das Wasser ist dort fast süß.

Warum das so ist? In der Ostsee vermischt sich das salzige Wasser der Nordsee nur sehr langsam mit den massiven Süßwassermengen, die aus den umliegenden Flüssen einströmen. In der Arktis und Antarktis wiederum wird der Salzgehalt durch das Schmelzen von Gletschern und Packeis beeinflusst. Süßwasser ist weniger dicht als Salzwasser, weshalb es sich oft wie eine Schicht oben auflegt. Das beeinflusst globale Meeresströmungen - und damit auch unser Klima.

Erinnern Sie sich an das extrem salzige Gewässer in der Antarktis, das ich eingangs erwähnt habe? Es handelt sich um den Don-Juan-Teich. Dieser winzige See hat einen Salzgehalt von über 40 Prozent. Er ist so salzig, dass er selbst bei Temperaturen von minus 50 Grad Celsius nicht zufriert [6]. Das ist wahre Naturkraft.

Vergleich der Salzgehalte bekannter Gewässer

Hier sehen Sie die Unterschiede in der Salzkonzentration verschiedener bekannter Meere und Seen im direkten Vergleich zum globalen Durchschnitt.

Totes Meer (Salzsee)

- Etwa 340 Gramm pro Liter (34 Prozent)

- Abflussloser See unter dem Meeresspiegel

- Extremer Auftrieb, man kann darin nicht untergehen

Rotes Meer (Salzigstes echtes Meer)

- Etwa 40 bis 41 Gramm pro Liter (4,1 Prozent)

- Nebenmeer des Indischen Ozeans

- Hohe Verdunstung, kristallklares Wasser

Mittelmeer

- Etwa 38 Gramm pro Liter (3,8 Prozent)

- Binnenmeer zwischen Europa und Afrika

- Höherer Salzgehalt als der Atlantik durch starke Verdunstung

Atlantischer Ozean

- Durchschnittlich 35 Gramm pro Liter (3,5 Prozent)

- Großes Weltmeer

- Weltweiter Referenzwert für die Ozeane

Das Tote Meer führt die Liste mit großem Abstand an, ist aber biologisch gesehen tot. Unter den bewohnbaren Weltmeeren bietet das Rote Meer die höchste Konzentration, was besonders für die Unterwasserwelt und die Sichtverhältnisse von Bedeutung ist.

Lukas' erste Erfahrung im Toten Meer

Lukas, ein 32-jähriger Reisender aus Berlin, besuchte Israel und wollte unbedingt das berühmte Treiben im Toten Meer ausprobieren. Er hatte viel darüber gelesen, unterschätzte aber die physikalische Realität des extrem salzigen Wassers.

Er versuchte wie gewohnt ins Wasser zu waten und sich nach hinten gleiten zu lassen. Dabei spritzte ihm ein Tropfen Wasser direkt ins linke Auge. Der Schmerz war sofort da - ein beißendes, stechendes Gefühl, das ihn in Panik versetzte.

Anstatt wild um sich zu schlagen, was alles nur schlimmer gemacht hätte, erinnerte er sich an den Rat eines Einheimischen: Ganz ruhig bleiben und das Auge mit dem bereitstehenden Süßwasser aus der Dusche am Strand spülen. Es dauerte quälende Minuten, bis das Brennen nachließ.

Nach 15 Minuten war der Spuk vorbei. Lukas lernte daraus: Im Toten Meer bewegt man sich in Zeitlupe. Er verbrachte den Rest des Nachmittags damit, entspannt auf dem Rücken zu liegen und Zeitung zu lesen, während der Salzgehalt von 34 Prozent ihn mühelos trug.

Wichtige Hinweise

Unterscheidung zwischen See und Meer

Das Tote Meer ist mit 34 Prozent Salzgehalt der Spitzenreiter, aber technisch gesehen ein See. Das salzigste echte Meer ist das Rote Meer mit etwa 4,1 Prozent.

Vorsicht beim Baden

Hoher Salzgehalt bedeutet hoher Auftrieb, aber auch extreme Reizung von Schleimhäuten und kleinen Wunden. Immer Süßwasser zum Spülen bereithalten.

Geografie bestimmt Salinität

Meere in heißen, trockenen Regionen (Mittelmeer, Rotes Meer) sind immer salziger als Meere in kühlen, regenreichen Zonen oder mit vielen Flussmündungen (Ostsee).

Allgemeine Fragen

Warum ist das Tote Meer so salzig?

Das Tote Meer liegt in einer Senke ohne Abfluss. Wasser gelangt nur hinein, aber nicht wieder heraus. Aufgrund der extremen Hitze verdunstet das Wasser sehr schnell, während die Mineralien und Salze zurückbleiben und sich über Jahrtausende angereichert haben.

Kann man im Toten Meer ertrinken?

Es ist fast unmöglich, unterzugehen, aber man kann dennoch ertrinken, wenn man in Bauchlage gerät. Der hohe Auftrieb macht es schwer, die Beine wieder unter den Körper zu bekommen. Wenn man dabei Wasser einatmet, ist das aufgrund des Salzgehalts lebensgefährlich.

Wenn Sie noch mehr über den Salzgehalt wissen möchten, schauen Sie sich doch einmal unseren Vergleich an: Welches Meer ist salziger Mittelmeer oder Rotes Meer?

Welches Meer hat den niedrigsten Salzgehalt?

Die Ostsee gilt als das größte Brackwassermeer der Welt. In ihren nördlichen Ausläufern, wie dem Bottnischen Meerbusen, sinkt der Salzgehalt auf unter 0,5 Prozent, da dort enorme Mengen an Süßwasser aus Flüssen einströmen und der Austausch mit der Nordsee gering ist.

Informationsquellen

  • [3] Nationalpark-wattenmeer - In der Nordsee sind es gerade einmal 35 Gramm Salz pro Liter.
  • [4] De - Seine Salzkonzentration im Roten Meer liegt bei etwa 40 bis 41 Promille (4,1 Prozent).
  • [5] Tuev-nord - Im Bottnischen Meerbusen zwischen Finnland und Schweden liegt der Wert teilweise nur noch bei 0,3 bis 0,5 Prozent.
  • [6] De - Es handelt sich um den Don-Juan-Teich. Dieser winzige See hat einen Salzgehalt von über 40 Prozent.