Warum leitet Salzwasser Strom, aber Salz nicht?

16 Sicht
Gelöstes Salz in Wasser dissoziiert in positiv und negativ geladene Ionen, die die elektrische Ladung tragen. Diese Ionen ermöglichen den Stromfluss, wobei höhere Salzkonzentrationen zu einer gesteigerten Leitfähigkeit führen. Reines Salz hingegen, als Feststoff, enthält keine beweglichen Ladungsträger.
Kommentar 0 mag

Warum leitet Salzwasser Strom, reines Salz aber nicht?

Strom ist ein Fluss elektrischer Ladungen. Damit ein Material Strom leiten kann, muss es Ladungsträger enthalten, die sich frei bewegen können.

Salzwasser

Wenn Salz in Wasser gelöst wird, dissoziiert es in seine Bestandteile, Natrium- (Na+) und Chlorid-Ionen (Cl-). Diese Ionen sind elektrisch geladen und können sich frei im Wasser bewegen. Wenn eine Spannung (Potentialdifferenz) an das Salzwasser angelegt wird, werden die Ionen von der positiven zur negativen Elektrode angezogen. Diese Bewegung der Ionen stellt einen Stromfluss dar. Je höher die Konzentration des Salzes im Wasser ist, desto mehr Ionen sind vorhanden, was zu einer höheren Leitfähigkeit führt.

Reines Salz

Im Gegensatz zu Salzwasser ist reines Salz ein Feststoff. In Feststoffen sind die Ionen an ihren festen Plätzen in einem Kristallgitter gebunden. Sie können sich nicht frei bewegen, wodurch reines Salz kein Stromleiter ist.

Zusammenfassung

Salzwasser leitet Strom, weil es bewegliche Ladungsträger (Ionen) enthält. Reines Salz leitet keinen Strom, weil seine Ionen fest gebunden sind und sich nicht frei bewegen können. Die Leitfähigkeit von Salzwasser ist direkt proportional zur Salzkonzentration.