Welche Gewässer sind salzig?

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Welche Gewässer sind salzig? Die Antwort umfasst die fünf Weltmeere sowie zahlreiche Nebenmeere und spezielle Binnengewässer wie Salzseen. Fast 97% des Wassers auf der Erde ist Salzwasser mit einem stabilen Durchschnittswert von 3,5% in den freien Ozeanen. Das Mittelmeer hat einen Salzgehalt von 3,8% und das Rote Meer von über 4%, während Brackwasser in der Ostsee lediglich 0,3% erreicht.
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welche gewässer sind salzig: Ozeane vs Brackwasser

Salzige Gewässer sind die fünf Weltmeere (Pazifik, Atlantik, Indik, Arktik und Antarktik), ihre Nebenmeere wie das Mittelmeer und das Rote Meer, sowie Binnensalzseen wie das Tote Meer und der Don-Juan-Teich. Der Salzgehalt variiert stark: Ozeane haben etwa 3,5%, während Salzseen über 30% erreichen können.

Welche Gewässer sind salzig? Ein Überblick über Ozeane und Salzseen

Salzige Gewässer umfassen die fünf Weltmeere, zahlreiche Nebenmeere und spezielle Binnengewässer, die als Salzseen bezeichnet werden. Die Antwort auf die Frage, welche Gewässer salzig sind, hängt oft von der geografischen Lage und der Verdunstungsrate ab. Es lässt sich jedoch festhalten, dass fast 97% des gesamten Wassers auf der Erde Salzwasser ist.

In der Ozeanografie wird Salzwasser meist ab einem Salzgehalt von 3,5% definiert, was etwa 35 Gramm Salz pro Liter entspricht. Aber es gibt extreme Ausreißer. Während Ozeane relativ konstante Werte aufweisen, können Binnenseen wie das Tote Meer oder der Don-Juan-Teich Salzkonzentrationen erreichen, die das Zehnfache des Meeresniveaus übersteigen. Aber dazu später mehr.

Die Weltmeere: Die größten Salzspeicher der Erde

Die Ozeane bilden das Herzstück der salzigen Gewässer weltweit. Dazu gehören der Pazifische, Atlantische, Indische, Arktische und Antarktische Ozean. Der durchschnittliche Salzgehalt in den freien Ozeanen liegt stabil bei ca. 3,5%. [2] Dieser Wert schwankt nur leicht durch Faktoren wie Niederschlag oder das Schmelzen von Gletschern, die dem Meer Süßwasser zuführen und die Konzentration verdünnen.

Ich erinnere mich an meine erste Reise ans Mittelmeer - ich war überrascht, wie viel brennender das Wasser in den Augen war als an der Nordsee. Das ist kein Zufall. Das Mittelmeer hat einen Salzgehalt von etwa 3,8%, während die Nordsee bei 3,5% liegt. [3] In warmen, fast abgeschlossenen Becken wie dem Roten Meer steigt der Wert sogar auf über 4%. Die höhere Verdunstung in der Hitze lässt das Salz zurück, während das reine Wasser als Dampf entweicht.

Sonderfall Brackwasser: Wenn Süß und Salzig verschmelzen

Nicht jedes salzige Gewässer ist gleich stark gesalzen. Die Ostsee ist hier ein faszinierendes Beispiel. Sie gilt als Brackwassermeer, da ihr Salzgehalt zwischen 0,3% und 1,8% schwankt. Je weiter man nach Osten segelt, desto süßer wird das Wasser. Wer dort taucht, bemerkt kaum den typischen Salzgeschmack auf den Lippen. Es ist eine fragile Mischzone, die für viele spezialisierte Tierarten lebensnotwendig ist.

Die salzigsten Seen der Erde: Rekordbrecher im Binnenland

Neben den Weltmeeren gibt es Binnengewässer, die keinen Abfluss zum Ozean haben. Diese Endseen reichern über Jahrtausende Mineralien an. Das bekannteste Beispiel ist das Tote Meer. Mit einem Salzgehalt von über 30% bietet es so viel Auftrieb, dass man darin buchstäblich wie eine Korke auf der Oberfläche treibt. Es ist ein bizarres Gefühl, wenn man versucht unterzutauchen und die Beine einfach wieder nach oben schnellen.

Doch das Tote Meer ist nicht der Spitzenreiter. Der Don-Juan-Teich in der Antarktis gilt mit einem Salzgehalt von über 40% als das salzigste Gewässer der Erde. Aufgrund dieser extremen Konzentration friert der flache Teich selbst bei Temperaturen von minus 50 Grad Celsius nicht ein. In Dschibuti findet sich zudem der Assalsee, der mit rund 35% ebenfalls die Ozeane bei weitem in den Schatten stellt.

Warum ist das Meer eigentlich salzig?

Die Antwort liegt im Regen. Wenn Regenwasser auf Gestein trifft, lösen die darin enthaltenen Säuren Mineralien wie Natriumchlorid heraus. Flüsse transportieren diese winzigen Salzmengen über Jahrmillionen in die Ozeane. Da Ozeane keinen Abfluss haben, verdunstet nur das Wasser - das Salz bleibt. Jährlich tragen Flüsse weltweit schätzungsweise mehrere Milliarden Tonnen gelöste Stoffe in die Weltmeere ein.

Lange Zeit dachte ich, die Flüsse müssten dann ja auch salzig schmecken. Aber die Konzentration in fließendem Wasser ist so gering, dass wir sie nicht wahrnehmen. Erst die Akkumulation über geologische Zeiträume macht das Meer zu der Salzlake, die wir heute kennen. Interessanterweise tragen auch hydrothermale Quellen am Meeresgrund zur Salinität bei, indem sie Mineralien aus dem Erdinneren direkt ins Wasser pumpen.

Vergleich der Salzgehalte verschiedener Gewässer

Die Unterschiede in der Salinität sind gewaltig und bestimmen, welches Leben in diesen Gewässern existieren kann.

Ozeane (Durchschnitt)

• Nicht trinkbar; führt zu Dehydrierung

• ca. 3,5%

• Größte Artenvielfalt der Erde

Ostsee (Brackwasser)

• Nahezu ungenießbar, aber deutlich milder

• 0,3% bis 1,8%

• Mischung aus Süß- und Salzwasserarten

Totes Meer (Salzsee)

• Hochgiftig beim Verschlucken; extrem bitter

• Über 30%

• Nur extremophile Mikroorganismen

Während die Ozeane eine stabile Lebensgrundlage für Millionen Arten bieten, sind extreme Salzseen wie das Tote Meer für die meisten Lebewesen tödlich. Der Sprung von 3,5% auf über 30% markiert die Grenze zwischen einem Ökosystem und einer mineralischen Sole.

Lukas und die Salzpfannen von Zypern

Lukas, ein begeisterter Wanderer aus München, besuchte im Sommer den Salzsee von Larnaka auf Zypern. Er hatte gelesen, dass der See im Winter ein Paradies für Flamingos ist, fand im Juli jedoch nur eine staubige, weiße Wüste vor.

Frustriert versuchte er, die vermeintlich harte Kruste zu betreten, brach jedoch in eine schlammige Schicht darunter ein. Seine Schuhe waren sofort mit einer klebrigen Salzlauge überzogen, die beim Trocknen steinhart wurde und das Leder angriff.

Er realisierte, dass der See kein statisches Gewässer ist, sondern ein dynamisches System aus Verdunstung. Er lernte, dass das Salz durch das poröse Gestein vom nahen Meer einsickert und im Sommer durch die Hitze konzentriert wird.

Am Ende reinigte er seine Ausrüstung mühsam mit Süßwasser. Er nahm die Erkenntnis mit, dass Salzgehalt oft eine Frage der Jahreszeit ist - im Winter sinkt die Konzentration durch Regen auf fast 5%, während sie im Sommer zur totalen Sättigung führt.

Für eine detaillierte Antwort auf die Frage In welchen Gewässern ist Salzwasser? lesen Sie unseren vollständigen Artikel.

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Warum ist die Ostsee weniger salzig als die Nordsee?

Die Ostsee ist ein fast abgeschlossenes Becken mit vielen Süßwasserzuflüssen durch Flüsse. Da der Austausch mit dem salzigeren Nordseewasser nur über enge Meerengen erfolgt, bleibt die Salzkonzentration deutlich niedriger.

Kann man im Toten Meer ertrinken?

Ja, das ist trotz des starken Auftriebs möglich. Da man sehr hoch im Wasser liegt, ist es schwierig, eine stabile Schwimmposition zu finden. Das Verschlucken des extrem salzhaltigen Wassers kann zudem schwere Verätzungen der Atemwege und Lungenprobleme verursachen.

Gibt es auch in Deutschland salzige Gewässer?

Ja, neben der Nord- und Ostsee gibt es im Binnenland sogenannte Salzstellen oder Solen, wie etwa in Bad Sassendorf oder im Werra-Revier. Letzteres ist jedoch teilweise durch den Kalibergbau künstlich versalzt worden.

Zusammenfassung des Artikels

Ozeane sind der Standard

Mit einem durchschnittlichen Salzgehalt von 3,5% bilden die Weltmeere die Referenz für Salzwasser weltweit.

Verdunstung bestimmt die Intensität

Je wärmer das Klima und je abgeschlossener das Gewässer, desto höher steigt die Salzkonzentration durch Verdunstung.

Salzseen sind keine Meere

Binnengewässer wie das Tote Meer erreichen durch fehlende Abflüsse extreme Werte von über 30%, was sie für fast alle Fische unbewohnbar macht.

Verwandte Dokumente

  • [2] Noaa - Der durchschnittliche Salzgehalt in den freien Ozeanen liegt stabil bei ca. 3,5%.
  • [3] Eskp - Das Mittelmeer hat einen Salzgehalt von etwa 3,8%, während die Nordsee bei 3,5% liegt.