Warum schmeckt Gerolsteiner so komisch?

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Warum schmeckt Gerolsteiner so komisch? Der ungewöhnliche Geschmack kommt von den Mineralstoffen: 118 mg Natrium, 108 mg Magnesium, 348 mg Calcium und 1816 mg Hydrogencarbonat pro Liter. Magnesium kann bitter oder metallisch wirken, Natrium leicht salzig, Calcium trocken, während Hydrogencarbonat das Wasser schwerer erscheinen lässt.
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Warum schmeckt Gerolsteiner so komisch? Mineralstoffe prägen den Geschmack

Warum schmeckt Gerolsteiner so komisch ist für viele überraschend, da das Wasser durch seinen hohen Mineralstoffgehalt stark vom neutralen Leitungswasser abweicht. Dieser Geschmack kann gewöhnungsbedürftig sein und beeinflusst das Mundgefühl deutlich. Wer sich bewusst damit auseinandersetzt, versteht die Besonderheiten des Wasserprofils besser und erkennt, warum es schwerer oder metallischer wirkt.

Der erste Schluck: Warum der Geschmack so unerwartet ist

Selten habe ich ein Wasser erlebt, das die Meinungen so spaltet. Manche finden, es schmeckt komisch, leicht salzig oder sogar metallisch. Das kann an verschiedenen Faktoren liegen - aber meist ist es schlicht die extrem hohe Mineralisierung aus dem Gestein der Vulkaneifel. Die Werte an gelösten Stoffen können hier in der Spitze bis zu 4441 mg pro Liter betragen.[1] Das fordert unsere an leeres Leitungswasser gewöhnten Geschmacksnerven ziemlich heraus.

Seien wir ehrlich: Als ich vor ein paar Jahren nach dem Sport meine erste Flasche davon hastig trank, dachte ich ernsthaft, das Wasser sei verdorben. Es schmeckte im Abgang merkwürdig dickflüssig. Mein Fehler? Ich erwartete den völlig neutralen Geschmack von simplem Leitungswasser. Tatsächlich enthält ein Liter der klassischen Variante rund 118 mg Natrium und 108 mg Magnesium.[2] Magnesium wird von sensiblen Gaumen oft als bitter oder gerolsteiner metallischer geschmack wahrgenommen. Natriumchlorid sorgt für eine leicht salzige Note. Das ist reine Gewöhnungssache.

Die Inhaltsstoffe im Detail: Wer schmeckt wie?

Wasser ist nicht gleich Wasser. Jeder Mineralstoff bringt sein eigenes Profil mit in die Flasche. In Wirklichkeit ist dieses komplexe Zusammenspiel genau das, was Sommeliers an hochwertigen Wassern schätzen.

Calcium und Hydrogencarbonat

Dann haben wir da noch Calcium mit stolzen 348 mg pro Liter und Hydrogencarbonat mit etwa 1816 mg pro Liter.[3] Calcium hinterlässt oft ein leicht trockenes oder kreidiges Mundgefühl. Hydrogencarbonat puffert Säuren ab und gibt dem Wasser mehr Körper. Das Wasser wirkt im Mund buchstäblich schwerer.

Um ehrlich zu sein, kaum jemand mag diesen kräftigen Geschmack beim allerersten Versuch. Obwohl viele Menschen anfangs von dem dominanten Eigengeschmack abgeschreckt sind - und ich habe schon unzählige Bekannte gesehen, die nach dem ersten Probieren das Gesicht verzogen haben - zeigt die Erfahrung, dass sich der Gaumen nach einer gewissen Zeit an die komplexe Struktur anpasst und man weiche Wässer danach oft als fahl empfindet.

Externe Faktoren: Was den Geschmack noch beeinflusst

Nicht nur die Mineralien selbst beeinflussen das Erlebnis enorm. Auch wie Sie das Wasser lagern und trinken, spielt eine riesige Rolle.

Der Einfluss der Temperatur

Wird starkes Mineralwasser zu warm getrunken - und das überrascht viele Menschen - treten die bitteren Noten extrem in den Vordergrund. Die sanften Aromen entfalten sich bei etwa 10 Grad am besten. Ist es wärmer, reagieren unsere Geschmacksknospen viel empfindlicher. Kalt schmeckt es milder.

Kohlensäure als Geschmacksverstärker

Warum passiert das? Ganz einfach. Kohlensäure reagiert auf unserer Zunge mit speziellen Rezeptoren und erzeugt einen leicht säuerlichen Eindruck.

Wenn eine angebrochene Flasche länger steht und die Kohlensäure entweicht, fehlt der saure Puffer plötzlich. Die Folge? Das Wasser schmeckt schlagartig schaler und die Salzigkeit tritt massiv hervor. Ein echter Schock für den Gaumen. Ich trinke es daher am liebsten direkt frisch geöffnet.

Möchten Sie wissen, ob es sich um ein hochwertiges Produkt handelt? Erfahren Sie mehr unter Ist Gerolsteiner das beste Mineralwasser?

Mineralwasser im Vergleich

Nicht jedes Wasser erfüllt den gleichen Zweck. Je nach Mineralisierung eignet es sich für völlig unterschiedliche Alltagssituationen.

Hochmineralisiertes Wasser (wie Gerolsteiner)

- Nach dem Sport oder an heißen Tagen zum Ausgleich

- Kräftig, oft leicht salzig oder metallisch im Abgang

- Meist über 1500 mg pro Liter Gesamtmineralisierung [5]

Niedermineralisiertes Wasser

- Als Begleiter zu Wein oder für die Kaffeezubereitung

- Sehr weich, neutral und sanft auf der Zunge

- Oft unter 500 mg pro Liter [6]

Wer stark schwitzt und Mineralien braucht, greift am besten zu den kräftigen Sorten. Wer lediglich seinen Durst löschen oder feine Weine begleiten möchte, fährt mit den weicheren Varianten oft deutlich besser.

Max und das metallische Wasser

Max, ein 32-jähriger Büroangestellter aus Köln, wollte nach einer Ernährungsumstellung mehr Elektrolyte aufnehmen. Er kaufte zwei Kisten hochmineralisiertes Vulkaneifel-Wasser, war aber beim ersten Schluck völlig irritiert.

Er beschrieb den Geschmack als fast metallisch und konnte es pur kaum trinken. Zuerst versuchte er, es mit Fruchtsaft zu mischen, was den komischen Beigeschmack aber nur noch unangenehmer machte. Er war kurz davor, die Kästen wegzugeben.

Der Durchbruch kam, als ihm ein Arbeitskollege riet, das Wasser auf genau 8 Grad herunterzukühlen und seinen Geschmacksnerven zwei Wochen Zeit zu geben. Er trank es fortan nur noch eisgekühlt direkt aus dem Kühlschrank.

Nach 14 Tagen verschwand der metallische Eindruck komplett. Max empfand das Wasser nun als erfrischend und würzig. Herkömmliches Leitungswasser schmeckt für ihn heute einfach nur noch flach.

Wichtigste Punkte

Warum schmeckt Mineralwasser salzig?

Ein salziger Geschmack entsteht fast immer durch einen hohen Natriumgehalt im Zusammenspiel mit Chlorid. Wasser mit hohen Natriumwerten hat für untrainierte Gaumen oft eine sehr deutliche Salznote.

Ist ein metallischer Geschmack beim Wasser gefährlich?

Bei industriell abgefülltem Mineralwasser ist das völlig harmlos und liegt meist am Magnesium. Schmeckt Ihr heimisches Leitungswasser jedoch plötzlich metallisch, sollten Sie die Kupferrohre oder Eisenrohre in Ihrem Haus überprüfen lassen.

Sind die Inhaltsstoffe die Ursache für den komischen Geschmack?

Absolut. Die hohen Konzentrationen von Calcium, Magnesium und Hydrogencarbonat sind der alleinige Grund für das spezielle Mundgefühl. Das Wasser nimmt diese Stoffe über Jahre hinweg auf seinem Weg durch die tiefen Gesteinsschichten auf.

Handlungsempfehlung

Mineralien formen den Geschmack

Hohe Magnesiumwerte und Natriumwerte sind die Hauptgründe für bittere oder salzige Noten im Wasser.

Temperatur ist entscheidend

Kühlen Sie stark mineralisiertes Wasser auf etwa 10 Grad herunter, um den Eigengeschmack spürbar abzumildern.

Geben Sie sich Zeit

Der Wechsel von weichem zu hartem Wasser erfordert meist rund zwei Wochen Umgewöhnung für Ihre Geschmacksnerven.

Kreuzreferenzquellen

  • [1] Gerolsteiner - Die Werte an gelösten Stoffen können hier in der Spitze bis zu 4789 mg pro Liter betragen.
  • [2] Gerolsteiner - Tatsächlich enthält ein Liter der klassischen Variante rund 118 mg Natrium und 108 mg Magnesium.
  • [3] Gerolsteiner - Dann haben wir da noch Calcium mit stolzen 348 mg pro Liter und Hydrogencarbonat mit etwa 1816 mg pro Liter.
  • [5] Test - Meist über 1500 mg pro Liter Gesamtmineralisierung
  • [6] [link url=][/link] - Oft unter 500 mg pro Liter