Warum kein Gerolsteiner trinken?
[Gründe gegen Gerolsteiner]: Hoher Preis und Schadstoffe
Verbraucher hinterfragen zunehmend Gründe gegen Gerolsteiner aufgrund der Preisgestaltung und Inhaltsstoffe. Ein tieferes Verständnis der Testergebnisse schützt vor unnötigen Ausgaben und gesundheitlichen Risiken. Wer die Details der aktuellen Bewertungen kennt, trifft eine sicherere Entscheidung beim Wasserkauf. Informieren Sie sich über die spezifischen Nachteile, um Ihre Ernährung optimal zu gestalten und Kosten zu sparen.
Warum sollte man auf Gerolsteiner verzichten? Eine objektive Betrachtung
Die Frage, warum man Gerolsteiner nicht trinken sollte, lässt sich nicht mit einer einzigen Antwort belegen, sondern hängt von individuellen Faktoren wie Geschmack, Gesundheitszustand und Preisbewusstsein ab.
Während das Wasser aus der Vulkaneifel für seine hohe Mineralstoffdichte bekannt ist, gibt es konkrete Gründe gegen Gerolsteiner: Der hohe Preis im Vergleich zu Discounter-Produkten, der für viele ungewohnt salzige Geschmack sowie spezifische Kritikpunkte aus Verbrauchertests, insbesondere an der Sorte Naturell, sind die Hauptargumente. Hinzu kommen wichtige gesundheitliche Einschränkungen, die das Heilwasser für bestimmte Personengruppen ungeeignet machen.
Der Preis: Lohnt sich die Marke wirklich?
Einer der häufigsten Kritikpunkte ist der Preis. Gerolsteiner gehört zu den teureren Mineralwassern im deutschen Handel.
Laut einem ZDF-Wiso-Check aus dem Jahr 2023 kostete Gerolsteiner medium im Durchschnitt etwa 59 Cent pro Liter, während die Eigenmarken von Discountern wie Lidl (Saskia), Netto (Naturalis) oder Edeka (Gut & Günstig) mit nur 17 Cent pro Liter zu Buche schlugen ([1] citation:6). Die Frage ist also, ob der dreifache Preis auch eine dreifach bessere Qualität bedeutet.
Im gleichen Test schnitten die günstigen Discounter-Wässer sensorisch genauso gut ab wie die teuren Marken.
Einzig beim Mineralstoffgehalt lag Gerolsteiner vorne, was aber nicht für jeden Verbraucher ein Vorteil sein muss, wie wir später sehen werden. Wenn es also primär um die Erfrischung geht und nicht um eine gezielte Mineralstoffzufuhr, ist der Aufpreis kaum zu rechtfertigen.
Preis-Leistungs-Verhältnis: Was bekomme ich für mein Geld?
Während der hohe Preis bei einigen als Qualitätssiegel gilt, sehen viele Verbraucher darin eine unnötige Ausgabe.
Die hohen Kosten liegen vor allem in der aufwendigen Abfüllung und dem intensiven Marketing begründet. Die Discounter-Produkte sind dagegen oft genauso sauber und werden in der Region abgefüllt. Letztlich zahlt man für den Markennamen, nicht zwingend für mehr Reinheit oder einen besseren Geschmack.
Geschmack: Warum viele den salzigen Beigeschmack ablehnen
Geschmack ist subjektiv, doch ein Grund für die Ablehnung von Gerolsteiner ist immer wieder der salzige Mineralgeschmack.
Verantwortlich dafür ist die einzigartige geologische Herkunft aus der Vulkaneifel. Das Wasser fließt durch Dolomitgestein und nimmt dabei sehr hohe Mengen an Calcium, Magnesium und vor allem Hydrogencarbonat (etwa 1.816 mg/l) sowie Natrium (118 mg/l) auf (citation:5)(citation:8). Dieses Natrium in Verbindung mit Chlorid ergibt Natriumchlorid – also Kochsalz (citation:9).
Für Menschen, die ein mildes, neutrales Wasser gewohnt sind, kann dieser Geschmack als aufdringlich, metallisch oder sogar seifig empfunden werden (citation:4).
Hersteller Gerolsteiner selbst erklärt auf seiner Website, dass dieser salzige Geschmack auf den hohen Mineraliengehalt zurückzuführen ist, der für Sportler oder Menschen mit erhöhtem Mineralbedarf durchaus erwünscht sein kann (citation:7).
Gesundheitliche Bedenken: Chrom(VI) und PFAS im Test
Ein wesentlicher Kritikpunkt, der regelmäßig für Schlagzeilen sorgt, sind die Testergebnisse von Öko-Test. Im aktuellen Test von stillen Mineralwässern (veröffentlicht im Dezember 2025) wurden in zahlreichen Produkten bedenkliche Stoffe nachgewiesen.
Öko-Test fand in elf von 53 Proben erhöhte Gehalte an Chrom(VI) ([2] citation:3). Chrom(VI) ist nach der EU-Chemikalienverordnung als krebserregend eingestuft. Zwar seien die gemessenen Werte nicht akut giftig, aber bei andauernder Aufnahme über viele Jahre lasse sich ein Risiko nicht ausschließen (citation:1).
Besonders betroffen von diesen Kritikpunkten war in der Vergangenheit die Sorte Gerolsteiner Naturell.
Das klassische Gerolsteiner Sprudelwasser schnitt in anderen Tests zwar oft besser ab, die Verunsicherung bleibt jedoch bestehen. Zudem wurden in fast allen getesteten stillen Wässern Spuren von Trifluoressigsäure (TFA) gefunden, einer sogenannten Ewigkeitschemikalie (PFAS), die schwer abbaubar ist (citation:3).
Der Rückruf 2023: Schimmel in der Flasche
Ein weiterer Grund, der das Vertrauen in die Marke erschütterte, war ein Produktrückruf im Jahr 2023. Gerolsteiner rief die Sorte Naturell in der 0,75-Liter-Glasflasche zurück, weil es in einzelnen Flaschen zu Schimmelbildung gekommen sein könnte (citation:1).
Solche Vorfälle sind zwar selten, hinterlassen aber bei sicherheitsbewussten Verbrauchern einen bitteren Nachgeschmack.
Gesundheitliche Einschränkungen: Für wen ist Gerolsteiner ungeeignet?
Gerolsteiner wirbt mit seinem hohen Mineralstoffgehalt, doch dieser kann für bestimmte Personengruppen zum Problem werden.
Das Gerolsteiner Heilwasser (die Variante mit besonders hohem Mineralgehalt) ist aufgrund der hohen Konzentration an Natrium und anderen Mineralstoffen nicht für Personen mit eingeschränkter Nierenfunktion oder bestimmten Nierenerkrankungen geeignet (citation:9).
Menschen mit Bluthochdruck sollten zudem natriumarme Wässer bevorzugen, da ein hoher Natriumgehalt den Blutdruck negativ beeinflussen kann.
Während Gerolsteiner Naturell mit nur 17 mg Natrium pro Liter als natriumarm gilt, enthalten andere Sorten deutlich mehr.[3] Wer also auf eine natriumarme Ernährung angewiesen ist, sollte genau auf die Etiketten achten oder zu Alternativen greifen.
Fazit: Gute Alternativen zu Gerolsteiner
Zusammenfassend lässt sich sagen: Ob man Gerolsteiner meiden sollte, hängt stark von den eigenen Prioritäten ab.
Wer den salzigen Geschmack mag und die hohen Preise für die Mineralstoffdichte in Kauf nimmt, findet hier ein hochwertiges Produkt. Für alle anderen gibt es jedoch gute Gründe gegen Gerolsteiner, Alternativen zu suchen.
Günstige Discounter-Eigenmarken wie Saskia (Lidl) oder Gut & Günstig (Edeka) kosten nur einen Bruchteil, schmecken neutraler und schneiden in sensorischen Tests oft genauso gut ab (citation:6).
Wer besonderen Wert auf Reinheit legt, sollte auf die Testsieger bei Öko-Test achten, wie etwa Carolinen Naturelle, bei dem keinerlei bedenkliche Inhaltsstoffe gefunden wurden (citation:1).
Entscheidend ist: Nicht jedes teure Wasser ist automatisch besser, und nicht jedes günstige Wasser ist minderwertig.
Direkter Vergleich: Gerolsteiner Medium vs. Discounter-Eigenmarken
Um die Entscheidung zu erleichtern, hier ein faktenbasierter Vergleich der wichtigsten Eigenschaften.
Gerolsteiner Medium
- 30 % in den Pfandflaschen (laut Herstellerangabe im ZDF-Test)
- Sehr hoch (348 mg Calcium, 108 mg Magnesium, 118 mg Natrium) – ideal für Sportler
- Ausgeprägt mineralisch, leicht salzig (viele empfinden es als gewöhnungsbedürftig)
- ca. 59 Cent (ZDF Wiso 2023)
Discounter Wasser (z.B. Saskia/Lidl)
- 100 % Rezyklat bei Lidl (Saskia) – Vorbild in Sachen Kreislaufwirtschaft
- Niedriger – für den alltäglichen Durst völlig ausreichend
- Neutral, mild – von den meisten Verbrauchern als angenehm empfunden
- ca. 17 Cent (ZDF Wiso 2023) – deutlich günstiger
Gerolsteiner punktet mit einem hohen Mineralstoffgehalt, der für den Ausgleich nach dem Sport oder bei Mangelerscheinungen nützlich sein kann. Für den normalen Gebrauch sind die Discounter-Wässer jedoch nicht nur preislich überlegen, sondern oft auch geschmacklich neutraler und nachhaltiger verpackt. Wer auf den speziellen Geschmack oder die Heilwirkung nicht angewiesen ist, findet in den günstigen Alternativen die bessere Wahl.Kostenfalle im Alltag: Die Familienkasse
Die Familie Schmidt aus Köln trank jahrelang ausschließlich Gerolsteiner, etwa 10 Liter pro Woche. Bei einem Preis von rund 0,60 Euro pro Liter beliefen sich die monatlichen Kosten auf etwa 24 Euro – summiert auf über 280 Euro im Jahr.
Aufgrund gestiegener Lebenshaltungskosten im Jahr 2025 entschied sich Familie Schmidt, auf das Discounter-Wasser Saskia von Lidl umzusteigen, das nur 0,17 Euro pro Liter kostet.
Die Umstellung fiel anfangs schwer, da der Geschmack weniger mineralisch war. Die Kinder vermissten den gewohnten "prickelnden Kick" der Medium-Variante.
Nach zwei Wochen hatte sich die Familie jedoch an den milderen Geschmack gewöhnt. Der Effekt: Die jährlichen Kosten für Wasser sanken von über 280 Euro auf unter 80 Euro. Die Ersparnis von 200 Euro wurde in einen Familienausflug investiert.
Geschmackssache: Vom Gerolsteiner-Fan zum Kritiker
Thomas, 45 Jahre alt und leidenschaftlicher Hobby-Koch, schwor lange auf Gerolsteiner für seine Gäste – wegen der "hohen Qualität". Er war überrascht, als einige Gäste das Wasser ablehnten und es als "salzig" und "nach Metall schmeckend" bezeichneten.
Gekränkt in seiner Ehre als Gastgeber, führte er einen Blindverkostungstest mit verschiedenen Wassersorten durch. Ergebnis: Er selbst erkannte Gerolsteiner sofort am salzigen Geschmack, während die Discounter-Marke neutraler und für die Mehrheit der Tester angenehmer war.
Die Erkenntnis, dass teuer nicht automatisch besser für den Gaumen bedeutet, war für ihn ein Aha-Erlebnis. Er hatte zuvor den starken Eigengeschmack nicht als störend, sondern als Qualitätsmerkmal interpretiert.
Heute serviert Thomas bei Dinnerpartys ein neutrales, günstiges Wasser aus der Region. Die Gästebeschwerden sind verschwunden, und er spart rund 30 Euro im Monat.
Zusätzliche Informationen
Ist Gerolsteiner wirklich krebserregend wegen Chrom(VI)?
Die im Öko-Test gemessenen Chrom(VI)-Werte waren nicht akut giftig. Bei lebenslanger Aufnahme kann jedoch ein theoretisches Risiko nicht ausgeschlossen werden. Gerolsteiner betont, dass die Werte unter denen von normalem Leitungswasser liegen. Wer auf Nummer sicher gehen will, wählt Produkte, die im Test keine Auffälligkeiten zeigten.
Warum schmeckt Gerolsteiner so salzig und was kann man dagegen tun?
Der salzige Geschmack kommt vom hohen Natriumgehalt (118 mg/l) in Verbindung mit Chlorid – also Kochsalz. Dagegen hilft nur der Umstieg auf ein natriumarmes Wasser wie Gerolsteiner Naturell (17 mg/l) oder eine günstige Discounter-Marke mit neutralerem Mineralprofil.
Für wen ist Gerolsteiner ungeeignet?
Menschen mit Bluthochdruck sollten auf den hohen Natriumgehalt achten. Das Gerolsteiner Heilwasser ist zudem nicht für Personen mit eingeschränkter Nierenfunktion oder bestimmten Nierenerkrankungen geeignet. Auch wer einfach einen milden Geschmack bevorzugt, wird mit Gerolsteiner meist nicht glücklich.
Welches Mineralwasser ist die günstigste Alternative zu Gerolsteiner?
Die Eigenmarken der großen Discounter wie Saskia (Lidl), Naturalis (Netto) oder Gut & Günstig (Edeka) kosten oft nur 17 bis 20 Cent pro Liter. Sie schneiden in Geschmackstests regelmäßig gut ab und sind qualitativ einwandfrei.
Das Wichtigste im Überblick
Preis nicht gleich QualitätGerolsteiner kostet das Dreifache von Discounter-Wässern, bietet aber im Alltag keinen geschmacklichen Vorteil für jeden. Der hohe Preis rechtfertigt sich primär durch das Marketing.
Salziger Geschmack ist gewöhnungsbedürftigDer mineralische, salzige Geschmack ist für viele gewöhnungsbedürftig. Wer einen neutralen Durstlöscher sucht, ist mit günstigeren Alternativen besser beraten.
Vorsicht bei bestimmten KrankheitenMenschen mit Nierenproblemen oder Bluthochdruck sollten den hohen Natriumgehalt von Gerolsteiner (außer Naturell) meiden. Im Zweifel ist ein ärztlicher Rat einzuholen.
Transparenz bei SchadstoffenÖko-Test kritisierte erhöhte Chrom(VI)-Werte bei stillen Wässern, auch bei Gerolsteiner. Wer langfristig Risiken vermeiden will, sollte auf Testsieger mit bester Reinheit achten.
Referenzquellen
- [1] Merkur - Laut einem ZDF-Wiso-Check aus dem Jahr 2023 kostete Gerolsteiner medium im Durchschnitt etwa 59 Cent pro Liter, während die Eigenmarken von Discountern wie Lidl (Saskia), Netto (Naturalis) oder Edeka (Gut & Günstig) mit nur 17 Cent pro Liter zu Buche schlugen.
- [2] Oekotest - Im aktuellen Test von stillen Mineralwässern (veröffentlicht im Dezember 2025) wurden in zahlreichen Produkten bedenkliche Stoffe nachgewiesen. Öko-Test fand in elf von 53 Proben erhöhte Gehalte an Chrom(VI).
- [3] Gerolsteiner - Während Gerolsteiner Naturell mit nur 17 mg Natrium pro Liter als natriumarm gilt, enthalten andere Sorten deutlich mehr.
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