Was steht alles auf einem Attest?

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Ärztliche Atteste enthalten wesentliche Informationen wie den Arzt/die Klinik, Patientendaten (Name, Geburtsdatum) und das Untersuchungsdatum. Zusätzlich sind Beschwerden, Befunde und gegebenenfalls Diagnosen und Empfehlungen dokumentiert.
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Was steht wirklich auf einem Attest? Mehr als nur ein paar Sätze

Ein ärztliches Attest ist mehr als nur ein formloser Zettel. Es ist ein offizielles Dokument, das für verschiedene Zwecke benötigt wird und wichtige medizinische Informationen enthält. Die Aussagekraft und der rechtliche Wert hängen stark von der Vollständigkeit und Genauigkeit der darin enthaltenen Angaben ab. Deshalb ist es wichtig zu verstehen, welche Informationen ein vollständiges Attest beinhalten sollte.

Im Kern dokumentiert ein Attest die ärztliche Feststellung zum Gesundheitszustand eines Patienten. Dabei werden folgende essentielle Punkte abgedeckt:

1. Angaben zum Arzt und der Einrichtung:

  • Name und Anschrift des Arztes/der Ärztin: Dies ermöglicht die eindeutige Identifizierung des Ausstellers und die Möglichkeit der Kontaktaufnahme bei Rückfragen.
  • Stempel und Unterschrift: Die ärztliche Unterschrift und der Praxisstempel gewährleisten die Authentizität des Attestes.
  • Facharztbezeichnung (falls zutreffend): Dies verdeutlicht die Spezialisierung des Arztes und die Kompetenz in Bezug auf die diagnostizierte Erkrankung.
  • Klinik oder Praxisbezeichnung (falls zutreffend): Für größere Einrichtungen wie Krankenhäuser ist die exakte Bezeichnung wichtig.

2. Angaben zum Patienten:

  • Vollständiger Name des Patienten: Zur eindeutigen Identifizierung.
  • Geburtsdatum des Patienten: Zur eindeutigen Identifizierung und Vermeidung von Verwechslungen.
  • Versicherungsnummer (ggf.): Kann je nach Zweck des Attestes relevant sein.

3. Medizinische Angaben:

  • Datum der Untersuchung: Gibt Aufschluss über den Zeitpunkt der Feststellung.
  • Anamnese (Krankengeschichte): Eine kurze Beschreibung der Beschwerden des Patienten, gegebenenfalls inklusive des Beginns und des Verlaufs der Erkrankung.
  • Befunde: Die Ergebnisse der körperlichen Untersuchung, Laboruntersuchungen oder bildgebender Verfahren (z.B. Röntgen, MRT). Hier werden objektive Feststellungen dokumentiert.
  • Diagnose (falls gestellt): Die ärztliche Diagnose, also die Bezeichnung der Erkrankung. Fehlt eine Diagnose, sollte dies explizit vermerkt werden.
  • Arbeitsunfähigkeit (ggf.): Bei Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen wird die Dauer der Arbeitsunfähigkeit angegeben.
  • Empfehlungen und Therapie: Hier können therapeutische Maßnahmen, Medikamenteneinnahme oder weitere Untersuchungen empfohlen werden. Auch Prognosen können hier ihren Platz finden.
  • Erläuterungen (ggf.): Zusätzliche Erklärungen zu den oben genannten Punkten können das Verständnis erleichtern.

Unterschiedliche Attestarten: Die konkreten Angaben auf einem Attest variieren je nach Verwendungszweck. Ein Attest für die Schule unterscheidet sich deutlich von einem Attest für den Arbeitgeber oder einen Versicherer. Der Arzt muss das Attest an die jeweilige Anforderung anpassen.

Fazit: Ein vollständiges und korrekt ausgefülltes Attest ist von großer Bedeutung. Es sollte alle notwendigen Informationen enthalten, um eine klare und eindeutige Aussage zum Gesundheitszustand des Patienten zu ermöglichen. Bei Unklarheiten sollte man sich direkt an den ausstellenden Arzt wenden.