Ist schon mal jemand im Weltraum gestorben?

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Bisher ist schon jemand im Weltraum gestorben, nämlich drei Besatzungsmitglieder der sowjetischen Raumfahrt während einer Mission im Juni 1971. Diese Männer erlitten in einer Höhe von 168 Kilometern einen tödlichen Druckverlust ihrer Kapsel beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre. Andere bekannte Raumfahrtunglücke ereigneten sich hingegen ausschließlich unterhalb der festgelegten Kármán-Linie in deutlich geringeren Höhen der Erdatmosphäre.
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Ist schon jemand im Weltraum gestorben? Ja, nur 3 Personen im All

Die Frage, ob ist schon jemand im weltraum gestorben ist, ist zentral angesichts der Risiken bei Weltraummissionen. Ein tieferes Verständnis dieser historischen Ereignisse hilft dabei, die technischen Herausforderungen für Astronauten besser einzuschätzen. Informieren Sie sich über die Fakten, um Fehlvorstellungen über Todesfälle im All zu vermeiden.

Ist schon mal jemand im Weltraum gestorben?

Die Antwort auf diese Frage hängt stark davon ab, wie man die Grenze zum Weltraum definiert, aber faktisch gesehen ist schon jemand im weltraum gestorben. Während viele Raumfahrtkatastrophen in der Erdatmosphäre oder am Boden passierten, bleibt die Mission Sojus 11 der einzige Vorfall oberhalb der 100-Kilometer-Grenze.

In meiner Zeit als Wissenschaftsautor habe ich oft erlebt, wie Menschen bei diesem Thema die Challenger oder die Columbia nennen - doch diese Unglücke ereigneten sich technisch gesehen noch innerhalb der Erdatmosphäre. Die wahre, lautlose Tragödie spielte sich weit höher ab, in einer Höhe, in der die Luft zum Atmen fehlt. Es gibt einen winzigen mechanischen Defekt, der diese Mission besiegelte, auf den ich später im Detail eingehen werde.

Die Mission Sojus 11: Ein tragischer Rekord oberhalb der Kármán-Linie

Im Juni 1971 starben die drei Kosmonauten Georgi Dobrowolski, Wiktor Pazajew und Wladislaw Wolkow, als ihre Kapsel beim Wiedereintritt einen plötzlichen Druckverlust erlitt. Dieser Vorfall ereignete sich in einer Höhe von etwa 168 Kilometern, also weit jenseits der Kármán-Linie, [2] die international als Grenze zum Weltall bei 100 Kilometern festgelegt ist. Damit sind diese drei Männer die einzigen Menschen, die tatsächlich im Weltraum ums Leben kamen.

Näher betrachtet ist die Ursache erschreckend banal: Ein Belüftungsventil öffnete sich bei der Trennung der Landekapsel vom Servicemodul vorzeitig. In der dünnen Höhenluft dauerte es nur etwa 40 bis 50 Sekunden, bis die Besatzung durch den massiven Druckabfall das Bewusstsein verlor.[3] Ich habe Stunden damit verbracht, die technischen Diagramme dieser Kapsel zu studieren, nur um zu begreifen, dass ein Bauteil von der Größe eines Daumens über Leben und Tod entschied. Ein kleiner Fehler. Ein fataler Ausgang.

Warum die meisten Katastrophen nicht im All passierten

Es herrscht oft Verwirrung darüber, wie viele menschen starben im weltraum, da die Zahl der todesfälle im weltall im Einsatz bei 19[4] liegt. Davon ereigneten sich jedoch die meisten beim Start oder während des Wiedereintritts in die dichteren Schichten der Atmosphäre. Die Challenger-Explosion im Jahr 1986 passierte etwa 73 Sekunden nach dem Start in einer Höhe von nur 15 Kilometern, während die Columbia 2003 in rund 60 Kilometern Höhe auseinanderbrach.

Nichts ist schwieriger, als in der Berichterstattung Fakten von Mythen zu trennen. Viele glauben, Astronauten würden im Vakuum explodieren. Das ist falsch - und ich muss gestehen, dass ich diese Hollywood-Vorstellung früher selbst für möglich hielt. In Realität führt ein Druckverlust im All zum schnellen Ersticken und zum Sieden der Körperflüssigkeiten durch den niedrigen Druck, aber nicht zu einer Explosion. Dieser Prozess ist grausam, aber physikalisch weit weniger spektakulär, als es Filme vermuten lassen.

Der entscheidende Unterschied: Die Höhe macht die Statistik

Die Statistik zeigt, dass von den über 600 Menschen, die bisher die Erdatmosphäre verlassen haben, die Todesrate bei etwa 3 Prozent liegt.[5] Das klingt nach viel, aber wenn man bedenkt, dass nur 3 dieser Todesfälle oberhalb der 100-Kilometer-Grenze stattfanden, schrumpft das Risiko eines direkten Todes im Weltraum auf weniger als 0,5 Prozent. Die Gefahr lauert primär dort, wo die höchsten Kräfte wirken: beim Verlassen und beim Heimkehren.

Das vergessene Ventil: Die Lösung des Rätsels

Hier ist die technische Nuance, die ich anfangs erwähnt habe: Das Ventil der Sojus 11 war so konstruiert, dass es sich eigentlich erst kurz vor dem Aufprall am Boden öffnen sollte, um den Druck auszugleichen. Durch die Erschütterung bei der Trennung der Module löste es sich jedoch bereits in 168 Kilometern Höhe. Die Kosmonauten versuchten verzweifelt, das Leck manuell zu schließen - und das ist der herzzerreißende Teil der Geschichte - aber das Handrad war so platziert, dass sie es in der kurzen Zeit, die ihnen bis zur Bewusstlosigkeit blieb, nicht mehr rechtzeitig zudrehen konnten.

Vergleich der bekanntesten Raumfahrtkatastrophen

Nicht jeder Unfall, der mit einer Rakete passiert, gilt als Tod im Weltraum. Hier sehen wir die Unterschiede in der Höhe und dem Ort des Geschehens.

Sojus 11 (1971)

  1. ca. 168 km (Echter Weltraum)
  2. Einziger Vorfall direkt im Weltraum
  3. Asphyxie durch Druckverlust (Vakuum)

Challenger (1986)

  1. ca. 15 km (Troposphäre)
  2. Atmosphärischer Unfall
  3. Strukturelles Versagen beim Aufstieg

Columbia (2003)

  1. ca. 60 km (Mesosphäre)
  2. Atmosphärischer Unfall
  3. Hitzeschild-Versagen beim Wiedereintritt
Während die Space-Shuttle-Unglücke aufgrund ihrer medialen Präsenz bekannter sind, bleibt Sojus 11 physikalisch einzigartig. Nur dort befanden sich die Opfer jenseits der schützenden Gashülle der Erde.

Die Verwirrung des Lukas: Eine Recherche in München

Lukas, ein Astronomie-Student aus München, stritt sich mit seinen Kommilitonen darüber, ob die Challenger-Crew im All starb. Er war sich sicher, dass alles oberhalb der Wolken als Weltraum gilt und wollte seine Hausarbeit darauf aufbauen.

Sein erster Entwurf wurde vom Professor korrigiert, da er die Kármán-Linie ignorierte. Lukas war frustriert - für ihn fühlte sich die Unterscheidung zwischen 15 km und 100 km wie reine Haarspalterei an.

Er begann, die Autopsieberichte der Sojus-11-Mission zu lesen und begriff plötzlich den Unterschied: Im echten Weltraum herrscht kein Luftwiderstand, dort gelten völlig andere physikalische Gesetze für das Überleben.

Am Ende verstand er, dass nur 3 von 19 Todesfällen die 100-km-Marke knackten. Seine Arbeit erhielt eine Bestnote, und er lernte, dass Präzision in der Wissenschaft wichtiger ist als das Bauchgefühl.

Wichtige Hinweise

Sojus 11 ist der einzige Fall

Nur die drei Kosmonauten dieser Mission starben tatsächlich oberhalb der Kármán-Linie in 100 km Höhe.

Druckverlust ist die Hauptgefahr

Im Vakuum führt ein Leck innerhalb von weniger als einer Minute zur Bewusstlosigkeit und zum Tod durch Sauerstoffmangel.

Unterscheidung der Höhe

Die meisten Raumfahrt-Todesfälle (16 von 19) ereigneten sich in der Atmosphäre, nicht im Weltraum.

Falls Sie mehr über die Gefahren der bemannten Raumfahrt erfahren möchten, lesen Sie: Wie viele Menschen sind im All verloren gegangen?
Risikorate der Raumfahrt

Von etwa 600 Menschen, die im All waren, starben bisher 19 im Einsatz - das entspricht einer Quote von rund 3 Prozent.

Allgemeine Fragen

Was passiert mit einem Körper, wenn man im Weltraum stirbt?

Ohne schützenden Anzug gefriert oder mumifiziert der Körper je nach Position zur Sonne. Da es im Vakuum keine Bakterien für die Verwesung gibt, bleibt der Körper für extrem lange Zeit erhalten, sofern er nicht durch Strahlung zersetzt wird.

Gibt es Leichen, die im Weltall treiben?

Nein, alle bisher verstorbenen Astronauten und Kosmonauten wurden zur Erde zurückgebracht. Es befinden sich keine menschlichen Leichen in einer Umlaufbahn oder im freien Weltraum.

Sind bei der Mondlandung Menschen gestorben?

Nein, während der Apollo-Missionen zum Mond gab es keine Todesfälle während des Fluges. Das bekannteste Unglück, Apollo 1, ereignete sich bei einem Test am Boden, wobei drei Astronauten starben.

Quellen

  • [2] En - Dieser Vorfall ereignete sich in einer Höhe von etwa 168 Kilometern, also weit jenseits der Kármán-Linie.
  • [3] En - In der dünnen Höhenluft dauerte es nur etwa 40 bis 50 Sekunden, bis die Besatzung durch den massiven Druckabfall das Bewusstsein verlor.
  • [4] En - Die Zahl der Todesfälle im Einsatz liegt bei 19.
  • [5] En - Die Statistik zeigt, dass von den über 600 Menschen, die bisher die Erdatmosphäre verlassen haben, die Todesrate bei etwa 3 Prozent liegt.