Wie viel Süßwasser gibt es auf der Erde in km3?

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Die Antwort auf **wie viel süßwasser gibt es auf der erde in km3** liegt bei insgesamt rund 35 Millionen Kubikkilometer. Dieser Vorrat macht lediglich 2,5 Prozent des gesamten Wasservorkommens aus, während der Salzwasseranteil in den Ozeanen 97,5 Prozent beträgt. Etwa 24 Millionen km3 davon sind in Gletschern gebunden und 10,5 Millionen km3 lagern als Grundwasser unter der Erdoberfläche.
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wie viel süßwasser gibt es auf der erde in km3: 35 Mio. km3

Das Verständnis über die Frage, wie viel süßwasser gibt es auf der erde in km3, schützt vor Fehlannahmen bezüglich der weltweiten Ressourcenknappheit. Ein bewusster Umgang mit globalen Beständen sichert die Versorgung künftiger Generationen und verhindert die Verschwendung lebensnotwendiger Ressourcen. Prüfen Sie die exakte Verteilung der Reserven und die Bedeutung der verschiedenen Speicherorte.

Die gigantische Summe: 35 Millionen Kubikkilometer Süßwasser

Auf unserem Planeten existieren insgesamt etwa 35 Millionen Kubikkilometer (km3) Süßwasser. Diese Zahl klingt zunächst gewaltig, doch die Frage wie viel prozent der erde ist süßwasser wird durch den geringen Anteil von 2,5 Prozent des gesamten Wasservorkommens beantwortet, während die restlichen 97,5 Prozent aus Salzwasser in den Ozeanen bestehen. Es gibt dabei eine versteckte Reserve, die weit größer ist als alle Flüsse und Seen zusammen - wir schauen uns diese später im Detail an.

Um diese 35 Millionen km3 besser einzuordnen: Ein einzelner Kubikkilometer entspricht einem gigantischen Würfel mit einer Kantenlänge von einem Kilometer. In diesen Würfel passen eine Billion Liter Wasser. Wenn man versucht, sich 35 Millionen solcher Würfel vorzustellen, gerät die menschliche Vorstellungskraft schnell an ihre Grenzen. Ich habe selbst oft versucht, mir diese schiere Masse bildlich vorzustellen, indem ich sie mit dem Bodensee verglich. Der Bodensee wirkt riesig, enthält aber nur etwa 48 km3 Wasser. Man bräuchte also mehr als 700.000 Bodenseen, um das weltweite Süßwasser abzubilden.

In der Realität ist der Zugriff auf dieses Wasser jedoch extrem ungleich verteilt. Fast das gesamte Süßwasser ist entweder gefroren oder tief im Boden verborgen. Nur ein winziger Bruchteil zirkuliert aktiv in der Atmosphäre oder fließt durch unsere Landschaften. Das Verständnis dieser km3-Werte ist entscheidend, um den Wert jeder einzelnen Ressource zu begreifen.

Das Eis-Reservoir: Wo der Großteil unseres Wassers gefangen ist

Der weitaus größte Teil des globalen süßwasservorkommen erde kubikkilometer, etwa 68,7 bis 70 Prozent, ist in festem Zustand gespeichert. Das entspricht einer Menge von rund 24 Millionen km3, die in Gletschern, Eiskappen und dem ewigen Schnee der Arktis und Antarktis gebunden sind. Solange dieses Wasser gefroren bleibt, ist es für die direkte menschliche Nutzung so gut wie unerreichbar.

Diese Eismassen fungieren als die wichtigste langfristige Süßwasserreserve des Planeten. Wenn wir über das Abschmelzen der Pole sprechen, geht es also nicht nur um den Meeresspiegelanstieg, sondern auch um den Verlust dieses gespeicherten Süßwassers, das sich nach dem Schmelzen mit dem Salzwasser der Meere vermischt. Einmal im Ozean gelandet, ist es für uns als Trinkwasser verloren. Es ist ein langsamer, aber stetiger Prozess. Beunruhigend.

Interessanterweise lagert der Großteil dieses Eises in der Antarktis. Würde das gesamte dortige Eis schmelzen, würden etwa 90 Prozent der weltweiten Eisreserven freigesetzt. Diese gigantischen Mengen verdeutlichen, warum die Erhaltung der Gletscher nicht nur ein ökologisches, sondern ein existenzielles Thema für die Wasserversorgung zukünftiger Generationen darstellt.

Grundwasser und Oberflächenwasser: Der unsichtbare Schatz

Hier ist die Auflösung des Rätsels aus der Einleitung: Das Grundwasser ist die zweitgrößte Süßwasserreserve der Erde. Es umfasst etwa 30,1 Prozent des gesamten Süßwassers, was einer Menge von rund 10,5 Millionen km3 entspricht. Dieser trinkwasservorrat erde km3 im Boden bedeutet, dass dort fast hundertmal mehr Wasser lagert, als in allen Seen und Flüssen der Welt zusammen fließt. Dieses Wasser ist der unsichtbare Held unserer Zivilisation.

In meiner Erfahrung als jemand, der sich viel mit Umwelttechnik beschäftigt hat, wird das Grundwasser oft übersehen, weil wir es nicht sehen. Wir bemerken es erst, wenn der Brunnen versiegt oder die Bodenfeuchte so weit absinkt, dass die Landwirtschaft leidet. Ehrlich gesagt: Wir gehen oft verschwenderisch mit dieser Ressource um, weil sie unter unseren Füßen versteckt ist. Dabei dauert es oft Jahrhunderte, bis sich tiefe Grundwasserspeicher nach einer Entnahme wieder regenerieren.

Das direkt sichtbare Oberflächenwasser – also Seen, Flüsse und Sümpfe – macht hingegen nur einen verschwindend geringen Anteil aus. Es sind lediglich etwa 100.000 km3, was weniger als 0,3 Prozent des gesamten Süßwassers entspricht. Obwohl dies der Teil ist, den wir am intensivsten nutzen, ist er statistisch gesehen kaum mehr als ein Rundungsfehler in der globalen Bilanz. Dennoch hängen fast alle großen Städte und Ökosysteme direkt von diesen oberflächlichen 0,3 Prozent ab.

Warum Süßwasser nicht gleich Trinkwasser ist

Obwohl 35 Millionen km3 nach einer unendlichen Menge klingen, ist die Realität ernüchternd bezüglich der Frage, wie viel süßwasser gibt es auf der erde in km3. Weniger als 1 Prozent des weltweiten Süßwassers ist für den Menschen direkt zugänglich und gleichzeitig als Trinkwasser nutzbar. Der Rest ist entweder im Eis gefangen, liegt in zu großen Tiefen im Boden oder ist durch Verschmutzung unbrauchbar geworden. Die Erreichbarkeit ist hier das entscheidende Stichwort.

Ich erinnere mich an eine Wanderung in den Alpen, bei der ich an einem kristallklaren Gebirgsbach stand. Ich dachte: Hier ist so viel Wasser, wie kann es da einen Mangel geben? Aber das ist eine lokale Täuschung. Global gesehen sinkt die Verfügbarkeit pro Kopf stetig. Während das Volumen in km3 konstant bleibt (da Wasser in einem geschlossenen Kreislauf zirkuliert), verschlechtert sich die Qualität und die Verteilung durch klimatische Veränderungen massiv.

Man muss sich klarmachen: Wasser verschwindet nicht von der Erde, aber es wandert an Orte, wo wir es nicht brauchen, oder es verändert seinen Zustand. Die Aufbereitung von Salzwasser zu Süßwasser durch Entsalzungsanlagen ist zwar möglich, aber extrem energieaufwendig und teuer. Der Schutz der natürlichen Ressourcen bleibt daher die weitaus effizientere Strategie für die kommenden Jahrzehnte.

Verteilung der Süßwasserreserven nach Standorten

Um die Verteilung der 35 Millionen km3 besser zu verstehen, hilft ein direkter Vergleich der verschiedenen Speicherorte hinsichtlich ihres Volumens und ihrer Nutzbarkeit.

Gletscher und Eisschilde

- ca. 68,7 Prozent

- Sehr schwer (fest gebunden in Eis)

- ca. 24.000.000 km3

Grundwasser

- ca. 30,1 Prozent

- Mittel bis Schwer (erfordert Bohrungen und Pumpen)

- ca. 10.500.000 km3

Oberflächenwasser (Seen & Flüsse)

- ca. 0,3 Prozent

- Leicht (direkt zugänglich für Mensch und Technik)

- ca. 100.000 km3

Der Großteil des Süßwassers ist in Eis gebunden. Das für uns am leichtesten verfügbare Wasser in Seen und Flüssen stellt nur einen winzigen Bruchteil dar, was die Notwendigkeit eines sorgsamen Umgangs mit dieser knappen Ressource unterstreicht.
Falls Sie mehr über die geografische Verteilung erfahren möchten, lesen Sie hier, wo ist das meiste Süßwasser der Welt?

Lukas und die Suche nach dem unsichtbaren Wasser

Lukas, ein Geographiestudent aus Hamburg, wollte für seine Masterarbeit visualisieren, wie viel Wasser die Stadt Hamburg verbraucht. Er begann mit den sichtbaren Elbe-Wassermassen, merkte aber schnell, dass seine Berechnungen nicht aufgingen.

Er versuchte zuerst, den gesamten Wasserbedarf nur über Oberflächendaten zu erklären. Das scheiterte kläglich - die Zahlen passten hinten und vorne nicht zusammen, und er war kurz davor, sein Modell komplett zu verwerfen.

Dann kam der Durchbruch: Lukas erkannte, dass Hamburgs Trinkwasser fast vollständig aus tiefen Grundwasserschichten stammt. Er integrierte die km3-Daten der unterirdischen Aquifere in sein Modell und plötzlich ergab alles einen Sinn.

Das Ergebnis war beeindruckend: Er konnte zeigen, dass unter der Stadt ein Vielfaches des Elbe-Volumens als stiller Reserve lagert. Nach 6 Monaten Arbeit wurde sein Modell als Standard für die städtische Wasserplanung vorgeschlagen.

Schnelle Fragen & Antworten

Wie viel Prozent des Wassers auf der Erde ist Süßwasser?

Insgesamt sind nur etwa 2,5 bis 3 Prozent des gesamten Wasservorkommens auf der Erde Süßwasser. Der riesige Rest von über 97 Prozent entfällt auf das Salzwasser der Weltmeere.

Kann man die 35 Millionen km3 Süßwasser alle trinken?

Nein, bei weitem nicht. Fast 70 Prozent davon sind als Eis an den Polen gefroren und weitere 30 Prozent liegen als Grundwasser tief in der Erde. Nur etwa 0,3 Prozent sind in Seen und Flüssen direkt für uns erreichbar.

Was ist der größte Süßwassersee der Welt nach Volumen?

Der Baikalsee in Russland ist der volumengrößte Süßwassersee der Erde. Er enthält mit rund 23.600 km3 etwa 20 Prozent des flüssigen Oberflächensüßwassers unseres Planeten.

Schnelle Zusammenfassung

Süßwasser ist eine extrem knappe Ressource

Obwohl es 35 Millionen km3 gibt, machen diese nur 2,5 Prozent des gesamten Wassers aus, wobei der Großteil im Eis gebunden ist.

Grundwasser als wichtigster flüssiger Speicher

Mit etwa 10,5 Millionen km3 enthält das Grundwasser fast 100-mal mehr Wasser als alle Flüsse und Seen der Welt zusammen.

Vorsicht vor Wasserverlust durch Eisschmelze

Da 70 Prozent des Süßwassers im Eis lagern, führt das Abschmelzen der Pole zu einem unwiederbringlichen Verlust dieser Reserven in die salzigen Ozeane.