Ist das Schwarze Meer sehr salzig?

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Salzgehalt Schwarzes Meer liegt in den oberen Wasserschichten bei etwa 17 bis 18 Promille. Im Mittelmeer erreicht der Salzgehalt oft 38 Promille. Das Schwarze Meer wirkt deshalb für viele Menschen wie Brackwasser. Große Süßwasserzuflüsse aus Donau, Dnjepr und Dnjestr verdünnen das Wasser stark. Unterhalb von 150 bis 200 Metern steigt der Salzgehalt auf etwa 22 Promille.
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Salzgehalt Schwarzes Meer: 18 statt 38 Promille

Salzgehalt Schwarzes Meer überrascht viele Reisende und Badegäste durch das deutlich mildere Wassergefühl. Der geringe Salzanteil beeinflusst das Schwimmen und prägt das gesamte Ökosystem des Meeres. Wer die Besonderheiten dieses Gewässers versteht, erkennt schnell die Unterschiede zu anderen Meeren Europas.

Der Salzgehalt des Schwarzen Meeres im Überblick

Ob das Schwarze Meer sehr salzig ist, hängt stark von Ihrem Vergleichspunkt ab. Grundsätzlich gilt: Das Schwarze Meer ist deutlich weniger salzig als die meisten anderen Meere dieser Welt. Der Schwarzes Meer Salzgehalt Promille in den oberen Wasserschichten liegt bei etwa 17 bis 18 Promille (Gramm Salz pro Kilogramm Wasser).[1] Im Vergleich zum Mittelmeer, das oft Werte von 38 Promille erreicht, ist das Wasser hier also fast nur halb so salzig.[2] Für viele Menschen fühlt es sich eher wie Brackwasser an.

Dieser niedrige Wert ist kein Zufall, sondern das Ergebnis eines faszinierenden geografischen Zusammenspiels. Es fließen gewaltige Mengen Süßwasser durch Flüsse wie die Donau, den Dnjepr und den Dnjestr in das Becken. Jährlich strömen rund 350 Kubikkilometer Süßwasser ein.[3] Gleichzeitig ist der Austausch mit dem salzreicheren Mittelmeer durch den schmalen Bosporus stark begrenzt. Das Ergebnis ist ein verdünntes Salzwasser, das für die Schifffahrt und das Ökosystem ganz eigene Bedingungen schafft.

Warum das Schwarze Meer weniger salzig ist als andere Meere

Der Hauptgrund für die geringe Salinität liegt im sogenannten Wasserhaushalt des Beckens. Da das Schwarze Meer fast vollständig von Land umschlossen ist, fungiert es wie ein riesiges Sammelbecken für europäische Flüsse. (Ich dachte früher immer, das Meer sei überall gleich salzig - ein Irrtum.) In Regionen wie dem Roten Meer verdunstet mehr Wasser, als durch Regen oder Flüsse nachkommt, weshalb der Salzgehalt Schwarzes Meer dort auf über 40 Promille ansteigt.[5] Im Schwarzen Meer ist es genau umgekehrt: Der Zufluss an Süßwasser übersteigt die Verdunstung bei weitem.

Ein riesiger Unterschied Salzgehalt Mittelmeer Schwarzes Meer. Aber hier wird es knifflig. Das Wasser ist nämlich nicht überall gleich. Während die Oberfläche sehr mild ist, nimmt der Salzgehalt in der Tiefe zu. In Schichten unterhalb von 150 bis 200 Metern steigt der Wert auf etwa 22 Promille an.[4] Diese schwerere, salzigere Schicht stammt aus dem Mittelmeer und sinkt aufgrund ihrer höheren Dichte nach unten. Da sich diese Schichten kaum vermischen, bleibt das Oberflächenwasser für uns Menschen angenehm salzarm. Selten findet man ein Gewässer mit so stabil getrennten Welten.

Die zwei Schichten: Ein besonderes biologisches Phänomen

Die mangelnde Durchmischung der Wasserschichten führt zu einer Besonderheit, die man Meromixie nennt. Da das salzärmere Oberflächenwasser leichter ist als das salzige Tiefenwasser, wirkt die obere Schicht wie ein Deckel. Das hat Konsequenzen. In der Tiefe gibt es kaum Sauerstoff, was dazu führt, dass etwa 90 Prozent des Wasservolumens im Schwarzen Meer für die meisten Lebewesen unbewohnbar sind. Stattdessen findet man dort Schwefelwasserstoff produzierende Bakterien. Wer hier taucht, merkt schnell: Das Leben spielt sich fast nur in den oberen 150 Metern ab.

Was bedeutet der Salzgehalt für Ihren Urlaub?

Für Urlauber hat das salzarme Wasser ganz praktische Vorteile. Wenn Sie im Mittelmeer baden, brennen die Augen oft stark und die Haut spannt nach dem Trocknen extrem durch die Salzkruste. Im Schwarzen Meer ist das anders. Das Wasser ist wesentlich sanfter zur Haut und zu den Augen. Ein kleiner Nachteil: Der Auftrieb ist geringer. Man muss also etwas mehr arbeiten, um an der Oberfläche zu treiben. Seien wir ehrlich: Wer es gewohnt ist, sich im Toten Meer einfach treiben zu lassen, wird hier eine kleine Überraschung erleben.

Warten Sie es ab - sobald Sie das erste Mal nach dem Schwimmen aus dem Wasser kommen, ohne sofort unter die Dusche rennen zu müssen, werden Sie den Unterschied lieben. Es fühlt sich fast wie ein Bad in einem riesigen See an, nur mit einer leichten Meeresbrise. Die Salzkonzentration von rund 1,8 Prozent ist gerade hoch genug, um das typische Meeresgefühl zu vermitteln, aber niedrig genug, um den Komfort zu erhöhen. Warum ist das Schwarze Meer kaum salzig, ist für viele Menschen mit empfindlicher Haut oft der entscheidende Grund für dieses ideale Urlaubsziel.

Salzgehalt im Vergleich

Um den Wert von 18 Promille einzuordnen, hilft ein Blick auf andere bekannte Gewässer. Der Unterschied ist teilweise enorm.

Schwarzes Meer

  • Gering, erfordert mehr Schwimmbewegung
  • 17-18 Promille
  • Brackwasserhaltiges Binnenmeer

Weltmeere (Durchschnitt)

  • Normaler Standardauftrieb
  • 35 Promille
  • Offenes Ozeanwasser

Mittelmeer

  • Hoch, man treibt leichter
  • 38-39 Promille
  • Konzentriertes Binnenmeer
Das Schwarze Meer besitzt nur etwa die Hälfte des Salzgehalts der Weltmeere.[6] Dies macht es zu einem der am wenigsten salzhaltigen Meere überhaupt, was vor allem am massiven Süßwasserzufluss liegt.

Markus und das Treibenlassen: Ein Urlaubs-Check

Markus, ein 40-jähriger Ingenieur aus Berlin, verbrachte seine Sommerferien meist an der Adria. In diesem Jahr entschied er sich für die bulgarische Schwarzmeerküste bei Warna, da er von den milderen Bedingungen gehört hatte.

Am ersten Tag wollte Markus wie gewohnt einfach nur regungslos auf dem Rücken im Wasser liegen und die Sonne genießen. Er legte sich flach hin, aber seine Beine sanken sofort ab und er bekam Wasser in die Nase.

Er realisierte, dass der geringere Salzgehalt von nur 18 Promille deutlich weniger Auftrieb bietet als die 38 Promille der Adria. Er musste seine Körperspannung anpassen und leichte Paddelbewegungen mit den Händen machen.

Nach einer Woche stellte Markus jedoch fest, dass seine Haut viel weniger gereizt war und er nicht dieses typische klebrige Salzgefühl hatte. Er lernte, dass der geringere Salzgehalt zwar mehr Aktivität beim Schwimmen erfordert, aber den Komfort an Land deutlich verbessert.

Schnelle Zusammenfassung

Ist das Wasser im Schwarzen Meer gefährlich wegen des Schwefelwasserstoffs?

Nein, für Schwimmer und Taucher besteht keine Gefahr. Der Schwefelwasserstoff befindet sich erst in Tiefen unterhalb von 150 bis 200 Metern, wo ohnehin kein Sporttauchen mehr stattfindet. An der Oberfläche ist das Wasser sicher und sauber.

Kann man im Schwarzen Meer untergehen?

Man geht nicht schneller unter als in einem See oder Pool. Tatsächlich bietet das Schwarze Meer immer noch mehr Auftrieb als Süßwasser, auch wenn es deutlich weniger ist als im salzigen Mittelmeer.

Warum schmeckt das Wasser im Schwarzen Meer anders?

Aufgrund der geringen Konzentration von nur 1,8 Prozent Salz schmeckt es weniger intensiv und weniger bitter als Ozeanwasser. Viele beschreiben den Geschmack als mild salzig.

Falls Sie sich für die Geschichte interessieren: War das Schwarze Meer mal Süßwasser?

Nächste Schritte

Salzgehalt liegt bei etwa 18 Promille

Das ist nur etwa die Hälfte des globalen Durchschnitts von 35 Promille.

Starke Schichtung verhindert Durchmischung

Das leichte Süßwasser der Flüsse bleibt oben, während das schwere Salzwasser in der Tiefe für Sauerstoffmangel sorgt.

Besser für Haut und Augen

Der niedrige Salzgehalt macht das Baden angenehmer, da weniger Irritationen auftreten als im Mittelmeer.

Weniger Auftrieb beim Schwimmen

Durch die geringere Dichte des Wassers sinkt der Körper schneller ein als in salzreicheren Gewässern.

Referenzinformationen

  • [1] De - Der Salzgehalt in den oberen Wasserschichten liegt bei etwa 17 bis 18 Promille (Gramm Salz pro Kilogramm Wasser).
  • [2] De - Im Vergleich zum Mittelmeer, das oft Werte von 38 Promille erreicht, ist das Wasser hier also fast nur halb so salzig.
  • [3] Blackseascene - Jährlich strömen rund 350 Kubikkilometer Süßwasser ein.
  • [4] En - In Schichten unterhalb von 150 bis 200 Metern steigt der Wert auf etwa 22 Promille an.
  • [5] En - In Regionen wie dem Roten Meer verdunstet mehr Wasser, als durch Regen oder Flüsse nachkommt, weshalb der Salzgehalt dort auf über 40 Promille ansteigt.
  • [6] De - Das Schwarze Meer besitzt nur etwa die Hälfte des Salzgehalts der Weltmeere.