Was kann ich tun, damit Tomatenpflanzen nicht so hoch wachsen?
Kontrolliertes Wachstum bei Tomatenpflanzen gelingt durch regelmäßiges Beschneiden und Ausgeizen. Dies verhindert übermäßigen Wuchs, optimiert die Lichtzufuhr für die Früchte und lenkt die Energie der Pflanze gezielt in die Fruchtbildung. So entstehen kräftige Pflanzen mit ertragreichen, gesunden Tomaten.
Tomaten in den Griff bekommen: Tipps für kompaktes Wachstum und reichen Ertrag
Hoch hinaus wollen Tomatenpflanzen von Natur aus. Doch unkontrolliertes Wachstum führt oft zu instabilen, überladenen Pflanzen mit kleineren Früchten. Wer lieber kompakte, robuste Tomatenpflanzen mit üppigem Ertrag bevorzugt, sollte daher rechtzeitig eingreifen und das Wachstum gezielt steuern. Hier erfahren Sie, wie Sie das erreichen:
1. Die richtige Sortenwahl:
Schon beim Kauf der Jungpflanzen lässt sich die spätere Größe beeinflussen. Entscheiden Sie sich für sogenannte „bestimmt wachsende“ (auch „Determinant“ oder „Buschtomaten“) Sorten. Diese wachsen buschiger und kompakter und benötigen in der Regel weniger Stützen. Achten Sie auf die Angaben auf dem Pflanzenetikett. Hochwachsende („Indeterminant“) Sorten benötigen hingegen zwingend Rankhilfen und regelmäßiges Beschneiden.
2. Gezieltes Ausgeizen:
Entfernen Sie regelmäßig die sogenannten „Geiztriebe“. Diese Seitentriebe entstehen in den Blattachseln zwischen Haupttrieb und Blattstiel. Brechen Sie die Geiztriebe frühzeitig, am besten sobald sie etwa 5 cm lang sind, vorsichtig mit den Fingern heraus. So konzentriert die Pflanze ihre Energie auf die Fruchtentwicklung und nicht auf übermäßiges Blattwachstum.
3. Der richtige Schnitt:
Auch das Kappen des Haupttriebes kann das Höhenwachstum begrenzen und die Fruchtbildung fördern. Bei bestimmt wachsenden Sorten ist dies meist nicht nötig. Bei hochwachsenden Tomatenpflanzen kann der Haupttrieb nach der Bildung von ausreichend Fruchtständen gekappt werden. Entfernen Sie dazu die Triebspitze oberhalb des obersten Fruchtstandes. Auch abgestorbene oder kranke Blätter sollten regelmäßig entfernt werden, um die Belüftung zu verbessern und Krankheiten vorzubeugen.
4. Ausreichende Nährstoffversorgung:
Ein ausgewogenes Nährstoffverhältnis spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. Zu viel Stickstoff fördert das Blattwachstum auf Kosten der Früchte. Verwenden Sie daher einen speziellen Tomatendünger mit einem angepassten Nährstoffverhältnis.
5. Die optimale Unterstützung:
Auch bei kompakten Sorten können Stützen hilfreich sein, um die Pflanzen vor Wind und dem Gewicht der Früchte zu schützen. Stabile Stäbe, Spiralen oder Rankgitter bieten den Pflanzen Halt.
6. Licht und Wasser:
Ein sonniger Standort und regelmäßiges Gießen sind essentiell für gesundes Wachstum und reichen Ertrag. Achten Sie darauf, dass die Pflanzen ausreichend Licht bekommen und der Boden gleichmäßig feucht, aber nicht nass ist.
Mit diesen Maßnahmen können Sie das Wachstum Ihrer Tomatenpflanzen effektiv kontrollieren und für eine reiche Ernte sorgen. Kompakte, gesunde Pflanzen sind weniger anfällig für Krankheiten und bieten Ihnen aromatische, sonnenverwöhnte Tomaten.
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