Wann muss ich Tomaten kürzen?
Zwischen Juni und September, wenn Tomaten üppig wachsen, ist regelmäßiges Ausgeizen entscheidend. Kontrolliere deine Pflanzen am besten wöchentlich und entferne sorgfältig alle unnötigen Seitentriebe. Diese Maßnahme fördert eine bessere Belüftung und Konzentration der Pflanze auf die Fruchtbildung, was zu einer reicheren Ernte führt.
Wann muss ich meine Tomaten wirklich ausgeizen? – Mehr als nur ein Sommer-Job
Der üppige Wuchs der Tomatenpflanze zwischen Juni und September täuscht oft darüber hinweg, dass ein scheinbar simpler Eingriff – das Ausgeizen – entscheidend für eine reiche und gesunde Ernte ist. Nur ein regelmäßiges und gezieltes Entfernen von Seitentrieben sorgt dafür, dass die Pflanze ihr Energiepotential optimal in die Fruchtbildung investiert, anstatt es in unnötiges Blattwerk zu verschwenden. Aber wann ist der richtige Zeitpunkt, und wie geht man dabei am besten vor? Ein pauschales “wöchentlich” greift zu kurz, denn der Bedarf hängt von verschiedenen Faktoren ab.
Mehr als nur “wöchentlich”: Die individuelle Betrachtung
Während wöchentliche Kontrollen empfehlenswert sind, ist das Ausgeizen kein starres Schema nach Zeitplan. Der tatsächliche Bedarf richtet sich nach dem Wachstum der Pflanze selbst:
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Sortenunterschiede: Indeterminante Tomaten (Buschtomaten) wachsen unbegrenzt und benötigen ein deutlich intensiveres Ausgeizen als determinate Sorten (bestimmte Wuchshöhe). Letztere bilden ihre Früchte in einem einzigen Wachstumsschub und benötigen weniger Pflege. Informieren Sie sich daher vor dem Anbau über die spezifischen Eigenschaften Ihrer Tomatensorte.
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Witterungsbedingungen: Starke Sonneneinstrahlung und warme Temperaturen fördern das Wachstum der Seitentriebe. In kühleren und regnerischen Phasen ist das Wachstum langsamer, und das Ausgeizen kann entsprechend seltener erfolgen.
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Pflanzenalter: Junge Pflanzen benötigen in der Anfangsphase weniger Eingriffe. Das Ausgeizen intensiviert sich mit dem Fortschreiten des Wachstums und der Bildung zahlreicher Seitentriebe.
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Der Zustand der Pflanze: Eine bereits übermäßig stark wachsende oder gar kranke Pflanze braucht möglicherweise häufiger Aufmerksamkeit, um die Kraftreserven zu schonen. Ein starkes Wachstum an Seitentrieben kann auf einen Nährstoffmangel hinweisen, der zuerst zu beheben ist.
Das richtige Vorgehen beim Ausgeizen:
Entfernen Sie Seitentriebe (die kleinen Triebe, die zwischen Haupttrieb und Blattstiel wachsen) konsequent, aber vorsichtig. Verwenden Sie dazu eine saubere und scharfe Schere oder ein Messer. Reißen Sie die Triebe nicht ab, da dies die Pflanze verletzen und Infektionen begünstigen kann. Achten Sie darauf, dass Sie die Seitentriebe so nah wie möglich am Haupttrieb entfernen, um ein erneutes Austreiben zu vermeiden.
Wann ist Ausgeizen nicht nötig?
Es gibt Ausnahmen: Bei einigen besonders robusten und kleinwüchsigen Sorten kann auf ein Ausgeizen ganz oder teilweise verzichtet werden. Hier überwiegt der Aufwand gegenüber dem Nutzen. Die Beobachtung des Pflanzenwachstums ist hier besonders wichtig.
Fazit:
Das Ausgeizen von Tomaten ist ein wichtiger Schritt zur Ernteerhöhung, aber es sollte nicht nach einem starren Schema erfolgen. Regelmäßige Kontrollen, die Berücksichtigung von Sortenmerkmalen und Witterungsbedingungen sowie ein sensibles Vorgehen sind entscheidend für den Erfolg. Beobachten Sie Ihre Pflanzen aufmerksam und passen Sie Ihre Vorgehensweise an ihre individuellen Bedürfnisse an. Nur so erzielen Sie eine reiche und gesunde Tomatenernte.
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