Was ist eine terminale Herzinsuffizienz?

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Im Endstadium einer Herzinsuffizienz versagt das Herz und kann den Körper nicht mehr ausreichend mit Blut versorgen. Dies führt zu einem Sauerstoffmangel in lebenswichtigen Organen und kann schließlich zum Tod führen.

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Terminale Herzinsuffizienz: Wenn das Herz versagt

Die Herzinsuffizienz, auch Herzschwäche genannt, ist eine ernste Erkrankung, bei der das Herz nicht mehr genügend Blut durch den Körper pumpen kann, um den Bedarf der Organe zu decken. Im Endstadium, der terminalen Herzinsuffizienz, ist diese Pumpfunktion so stark beeinträchtigt, dass lebensbedrohliche Folgen eintreten. Es handelt sich nicht um eine separate Krankheit, sondern um den schwersten Verlauf einer chronischen Herzinsuffizienz, der meist nach jahrelanger progredienter Erkrankung auftritt.

Die Mechanismen des Versagens:

Die terminale Herzinsuffizienz manifestiert sich auf verschiedene Weisen, abhängig von der zugrundeliegenden Herzerkrankung. Häufig sind sowohl die linke als auch die rechte Herzkammer betroffen. Die linke Herzkammer, die das sauerstoffreiche Blut in den Körperkreislauf pumpt, kann bei einer Linksherzinsuffizienz das Blut nicht mehr ausreichend ausstoßen (systolische Dysfunktion) oder das ankommende Blut nicht effektiv aufnehmen (diastolische Dysfunktion). Dies führt zu einer Rückstauung des Blutes in die Lunge (Lungenödem), mit Atemnot und Husten als Folge. Eine Rechtsherzinsuffizienz hingegen, gekennzeichnet durch eine unzureichende Pumpleistung der rechten Herzkammer, die das Blut in die Lunge pumpt, resultiert in einer Rückstauung in den Körperkreislauf. Dies zeigt sich durch Ödeme in den Beinen, im Bauchraum (Aszites) und in der Leber.

Symptome im Endstadium:

Im Endstadium der Herzinsuffizienz verschlimmern sich die Symptome drastisch. Die Patienten leiden unter extremer Atemnot (Dyspnoe) auch in Ruhe, anhaltendem, trockenem Husten, stark ausgeprägten Ödemen, zunehmendem Müdigkeit und Schwächegefühl, Schwindel und Ohnmacht. Die Organe werden zunehmend unterversorgt, was zu Nierenversagen, Leberfunktionsstörungen und anderen Komplikationen führen kann. Schmerzhafte Angina pectoris kann verstärkt auftreten. Die Patienten sind oft stark eingeschränkt in ihrer Mobilität und benötigen rund um die Uhr Unterstützung.

Therapie im Endstadium:

Die Behandlung der terminalen Herzinsuffizienz zielt primär auf die Linderung der Symptome und die Verbesserung der Lebensqualität ab. Eine Heilung ist in diesem Stadium meist nicht mehr möglich. Medikamente, wie Diuretika zur Flüssigkeitsentlastung, Herzglykoside zur Verbesserung der Kontraktionskraft und ACE-Hemmer zur Senkung des Blutdrucks und der Belastung des Herzens, werden eingesetzt. Zusätzliche Sauerstofftherapie kann die Atemnot lindern. In manchen Fällen kann eine mechanische Unterstützung des Herzens mittels eines Herzkatheters oder einer Herz-Lungen-Maschine (ECMO) erwogen werden. Die palliative Versorgung spielt eine zentrale Rolle, um den Patienten und seine Angehörigen in dieser schwierigen Lebensphase zu unterstützen.

Prognose:

Die Prognose der terminalen Herzinsuffizienz ist in der Regel ungünstig. Ohne intensive medizinische Betreuung ist die Lebenserwartung deutlich reduziert. Die Lebensqualität der Patienten ist stark eingeschränkt. Eine offene und ehrliche Kommunikation zwischen Arzt, Patient und Angehörigen über die Erkrankung und die Behandlungsmöglichkeiten ist unerlässlich. Die Fokussierung auf eine bestmögliche Symptomkontrolle und die Verbesserung der Lebensqualität im verbleibenden Lebensabschnitt stehen im Vordergrund.

Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt nicht den Besuch beim Arzt. Bei Verdacht auf eine Herzinsuffizienz ist unbedingt ärztlicher Rat einzuholen.