Warum nicht Schwimmen während der Periode?

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Regelschmerzen betreffen rund 80 Prozent aller Frauen im Laufe ihres Lebens. Eine umfassende Untersuchung unter Beteiligung von mehr als 14.000 Frauen zeigte, dass moderater Sport wie schwimmen während der periode bei 78 Prozent der Teilnehmerinnen die Intensität von Schmerzen signifikant reduziert. Durch gleichmäßige Bewegung schüttet das Gehirn Endorphine als körpereigene Schmerzblocker aus.
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Schwimmen während der Periode: Schmerzlinderung bei 78%

Schwimmen während der Periode bietet eine wirksame Unterstützung bei Regelschmerzen durch sanfte Bewegung im kühlen Wasser. Körperliche Aktivität kurbelt den Stoffwechsel an und baut Schwellungen sowie das damit verbundene Spannungsgefühl effektiv ab.

Schwimmen während der Periode: Warum das Badeverbot ein Mythos ist

Viele Frauen stellen sich die Frage, warum man angeblich nicht schwimmen während der Periode sollte, doch die meisten Bedenken basieren auf veralteten Mythen. Das schwimmen während der periode ist vollkommen sicher, hygienisch einwandfrei und kann Menstruationsbeschwerden sogar aktiv lindern. Es gibt keinen medizinischen Grund, in dieser Zeit auf den Besuch im Schwimmbad oder das Baden im Meer zu verzichten.

Rund 80 Prozent aller Frauen erleben im Laufe ihres Lebens Menstruationsbeschwerden oder Regelschmerzen.[1] Genau hier kann moderater Sport im Wasser eine hervorragende Unterstützung bieten. Als ich vor Jahren trotz starker Unterleibskrämpfe das erste Mal seit Langem wieder ins Schwimmbecken gestiegen bin, war ich anfangs extrem skeptisch. Die Bewegung im kühlen Nass fühlte sich jedoch überraschend entlastend an - die Verkrampfungen lösten sich spürbar nach wenigen Bahnen.

Was passiert mit dem Blutfluss im Wasser?

Ein weit verbreiteter Irrglaube ist, dass die Periode im Wasser komplett stoppt oder dass man unkontrolliert blutet. Der physische Wasserdruck wirkt dem Ausfließen des Blutes vorübergehend entgegen, da er einen leichten Gegendruck am Scheideneingang erzeugt. Das bedeutet jedoch keineswegs, dass die Menstruation pausiert - beim Husten, Niesen oder Verlassen des Wassers fließt das Blut ganz normal weiter.

Daher ist die Verwendung von passenden Hygieneprodukten beim Schwimmen unerlässlich. Herkömmliche Binden oder normale Periodenunterwäsche sind dafür gänzlich ungeeignet, da sie sich sofort mit Wasser vollsaugen und ihre Schutzfunktion verlieren. Eine solide Menstruationstasse kann bis zu 35 Milliliter Flüssigkeit auffangen und hält über viele Stunden absolut dicht.

Gesundheitliche Vorteile: Warum Schwimmen bei Regelschmerzen hilft

Wer regelmäßig während der Menstruation sportlich aktiv ist, profitiert von einer natürlichen Schmerzlinderung. Eine umfassende Untersuchung unter Beteiligung von mehr als 14.000 Frauen zeigte, dass körperliche Aktivität bei 78 Prozent der Teilnehmerinnen die Intensität von Regelschmerzen signifikant reduziert. [2] Durch die gleichmäßige Bewegung beim Schwimmen schüttet das Gehirn Endorphine aus, welche als ist schwimmen während der periode gesund und krampfstillend gelten.

Zusätzlich wird die Durchblutung der Beckenmuskulatur angeregt, was krampflösend wirkt. Viele Frauen leiden während ihrer Tage an temporären Wassereinlagerungen und wiegen ein bis drei Kilogramm mehr als gewohnt.[3] Das sanfte Ausdauertraining im Wasser hilft dabei, den Stoffwechsel anzukurbeln und diese Schwellungen sowie das damit verbundene Spannungsgefühl abzubauen.

Hygiene und Infektionsrisiko im Schwimmbad

Ein großer Knackpunkt bei den Bedenken ist oft die Angst vor Bakterien oder einer Infektion im öffentlichen Raum. Das Infektionsrisiko ist bei richtiger Anwendung von Menstruationsprodukten nicht höher als an normalen Tagen. In modernen Schwimmbädern sorgt Chlor im Wasser dafür, dass abgegebene organische Flüssigkeiten sofort neutralisiert und Keime abgetötet werden.

Wichtig ist vor allem das Verhalten nach dem Baden. Ein nasser Badeanzug oder ein vollgesaugter Tampon können das Wachstum von Hefepilzen begünstigen. Wer direkt nach dem Schwimmen die nasse Kleidung wechselt und das Hygieneprodukt erneuert, beugt Reizungen der Vaginalflora effektiv vor. Meerwasser wirkt zudem von Natur aus leicht desinfizierend, während man whirlpools bei starker Infektionsneigung eher meiden sollte.

Menstruationsprodukte für das Schwimmen im Vergleich

Für unbeschwerte Stunden im Wasser stehen verschiedene Optionen zur Verfügung. Jedes Produkt hat spezifische Eigenschaften, die je nach persönlicher Vorliebe variieren.

Menstruationstasse

  1. Kann sicher bis zu 12 Stunden im Körper verbleiben
  2. Mehrere Jahre wiederverwendbar, schont Umwelt und Geldbeutel
  3. Nimmt kein Wasser von außen auf, quillt nicht auf
  4. Fängt das Blut im Inneren der Vagina durch ein leichtes Vakuum auf

Klassischer Tampon

  1. Sollte nach maximal 4 bis 8 Stunden ausgetauscht werden
  2. Einwegprodukt, verursacht regelmäßigen Abfall
  3. Saugt auch Badewasser auf, muss sofort nach dem Schwimmen gewechselt werden
  4. Saugt das Menstruationsblut direkt in der Scheide auf

Perioden-Bademode

  1. Eignet sich primär für leichte bis mittlere Tage oder als Back-up
  2. Auswaschbar und beliebig oft wiederverwendbar
  3. Spezielle Membranen lassen Wasser durch, halten dickflüssigeres Blut aber zurück
  4. Integrierte, unauffällige Saugschicht im Schritt des Bikinis oder Badeanzugs
Für lange Badetage ist die Menstruationstasse die hygienischste Wahl, da sie absolut wasserdicht abschließt. Tampons sind eine unkomplizierte Alternative für zwischendurch, erfordern aber diszipliniertes Wechseln. Perioden-Bademode bietet einen tollen Zusatzschutz für entspannte Strandtage.

Claras Weg zurück ins Training: Überwindung von Hürden

Clara, eine 24-jährige Studentin aus München, verzichtete wegen starker Regelschmerzen und der Angst vor dem Auslaufen jahrelang auf das Schwimmen während ihrer Menstruation. Sie fühlte sich an diesen Tagen isoliert und unwohl.

Ihr erster Versuch mit einem normalen Tampon im Freibad scheiterte mental. Der Faden guckte leicht heraus, das Produkt drückte unangenehm durch das aufgesaugte Chlorwasser, und Clara flüchtete gestresst unter die Dusche.

Der Durchbruch kam, als sie sich mit einer Freundin austauschte und auf eine weiche Menstruationstasse aus medizinischem Silikon umstieg. Das Einsetzen erforderte anfangs Geduld und zwei Fehlversuche im Badezimmer.

Beim nächsten Training hielt die Tasse absolut dicht. Clara stellte fest, dass ihre Krämpfe durch die sanfte Bewegung im Wasser spürbar nachließen, und fand so ihre Routine zurück.

Gesamtfazit

Badeverbot ist medizinisch unbegründet

Schwimmen ist während der Periode vollkommen sicher und schadet weder der Gesundheit noch der Hygiene im Becken.

Wasserfeste Produkte nutzen

Menstruationstassen und Tampons fangen das Blut intern auf. Binden sind ungeeignet, da sie sich mit Badewasser vollsaugen.

Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, lies gerne hier nach: Wie kann ich trotz Periode Schwimmen gehen?
Sofortiges Umziehen schützt die Flora

Das Wechseln der nassen Badekleidung direkt nach dem Schwimmen verhindert effektiv die Entstehung von Pilzinfektionen.

Häufig gestellte Fragen

Lockt das Schwimmen im Meer während der Periode Haie an?

Nein, das ist ein reiner Mythos. Es gibt keinerlei wissenschaftliche Beweise dafür, dass Menstruationsblut Haie anlockt. Zudem fangen interne Produkte wie Tampons oder Tassen das Blut ab, sodass im Wasser kaum Spuren landen.

Wie oft muss ich meinen Tampon nach dem Schwimmen wechseln?

Sie sollten den Tampon direkt nach dem Verlassen des Wassers austauschen. Da Tampons auch Chlor- oder Salzwasser aufsaugen, erhöht ein längeres Tragen das Risiko für Reizungen oder Infektionen durch Keime.

Kann kaltes Wasser die Periode stoppen?

Kaltes Wasser kann die Blutgefäße kurzzeitig verengen, wodurch sich der Blutfluss vorübergehend verlangsamt. Sobald sich der Körper wieder erwärmt, fließt die Menstruationsflüssigkeit jedoch ganz normal in gewohnter Stärke weiter.

Informationsquellen

  • [1] Barmer - Rund 80 Prozent aller Frauen erleben im Laufe ihres Lebens Menstruationsbeschwerden oder Regelschmerzen.
  • [2] Ogdenclinic - Eine umfassende Untersuchung unter Beteiligung von mehr als 14.000 Frauen zeigte, dass körperliche Aktivität bei 78 Prozent der Teilnehmerinnen die Intensität von Regelschmerzen signifikant reduziert.
  • [3] Janbahmann - Viele Frauen leiden während ihrer Tage an temporären Wassereinlagerungen und wiegen ein bis drei Kilogramm mehr als gewohnt.