An welcher Krankheit leidet Dorie?
Dorie, der liebenswerte Paletten-Doktorfisch aus Findet Nemo, kämpft mit ausgeprägter Amnesie. In Findet Dorie begeben wir uns ein Jahr später mit ihr auf eine bewegende Reise entlang der kalifornischen Küste. Getrieben von plötzlichen Erinnerungsblitzen, setzt sie alles daran, ihre vergessene Familie wiederzufinden. Ihre Reise ist ein Wettlauf gegen die Zeit und ihr eigenes Gedächtnis.
Dorys vergessene Welt: Eine Betrachtung ihrer Amnesie in “Findet Nemo” und “Findet Dorie”
Dorie, der unvergessliche blaue Paletten-Doktorfisch aus den Pixar-Filmen “Findet Nemo” und “Findet Dorie”, ist mehr als nur ein liebenswerter Sidekick. Ihr Charme und ihre unerschütterliche Optimismus maskieren einen tiefgreifenden, allgegenwärtigen Kampf: eine ausgeprägte Kurzzeitgedächtnisstörung, die sich am ehesten als anterograde Amnesie beschreiben lässt.
Im Gegensatz zu retrograder Amnesie, bei der Erinnerungen aus der Vergangenheit verloren gehen, kann Dorie neue Informationen nur sehr kurzzeitig speichern. Sie vergisst Gespräche, Geschehnisse und sogar Personen innerhalb von Sekundenbruchteilen. Dieser Zustand prägt nicht nur ihre Persönlichkeit, sondern ist der zentrale Antrieb der Handlung in beiden Filmen. Ihr ständiges Vergessen ist nicht nur eine Quelle des Humors, sondern auch eine Quelle von Angst und Verzweiflung, verdeutlicht durch ihre ständigen Wiederholungen und ihre Sehnsucht nach ihrer Familie.
Die Art von Amnesie, unter der Dorie leidet, ist zwar stark stilisiert und für komödiantische Zwecke überzeichnet, doch sie berührt dennoch ein reales Thema. Die Darstellung von Dorys Kampf mit ihrer Krankheit ist erstaunlich sensibel und vermeidet Klischees. Sie zeigt, wie Betroffene mit ihrer Erkrankung umgehen, wie sie sich an ihre Umgebung anpassen und wie sie trotz ihrer Einschränkungen ihr Leben meistern. Dories unerschütterlicher Optimismus, ihre Freundlichkeit und ihre Fähigkeit, trotz ihrer Gedächtnisschwäche starke Bindungen einzugehen, sind inspirierend und zeigen, dass eine Krankheit nicht die gesamte Persönlichkeit eines Menschen definiert.
Die Filme vermeiden jedoch eine medizinische Diagnose. Ob es sich bei Dorys Amnesie um eine Folge eines Traumas, einer genetischen Prädisposition oder einer anderen Ursache handelt, bleibt offen. Diese Ungewissheit trägt zur Mythenbildung um Dorie bei und lässt Raum für Interpretationen. Wichtig ist jedoch, dass der Film die Herausforderung der Krankheit aufzeigt, ohne sie zu pathologisieren. Dorie wird nicht als Opfer ihrer Amnesie dargestellt, sondern als starke Persönlichkeit, die ihr Leben aktiv gestaltet und sich ihren Herausforderungen stellt.
“Findet Dorie” erweitert die Darstellung ihrer Amnesie, indem es die Auswirkungen auf ihre Identität und ihren Wunsch nach Zugehörigkeit betont. Ihre Suche nach ihrer Familie ist nicht nur ein Abenteuer, sondern auch eine Suche nach sich selbst, eine Suche nach den fehlenden Puzzlestücken ihrer Vergangenheit, die ihr helfen könnten, ihre Gegenwart besser zu verstehen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Dorys Amnesie in den Filmen nicht nur als witziges Stilmittel dient, sondern auch als ein tiefgründiger Aspekt ihrer Persönlichkeit und ihres emotionalen Kampfes. Sie ist ein Beispiel dafür, wie eine fiktive Figur verwendet werden kann, um ein komplexes und sensibles Thema auf sensible und mitfühlende Weise zu behandeln.
#Amnesie#Kurzfristiges Gedächtnis#VergesslichkeitKommentar zur Antwort:
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