Wie berechnet man Säure?

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Die Säurestärke wird über den pKs-Wert bestimmt. Dieser berechnet sich aus dem negativen dekadischen Logarithmus der Säurekonstanten Ks: pKs = -lg Ks. Der Ks-Wert wird experimentell z.B. durch pH-Messung bei Halbtitration ermittelt, wo die Konzentrationen von Säure (HA) und konjugierter Base (A⁻) gleich sind.

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Okay, Säure berechnen… pKs-Wert… klingt erstmal kompliziert, oder? Ist es aber gar nicht so sehr, wenn man es mal verstanden hat. Also, dieser pKs-Wert, der sagt uns, wie stark eine Säure ist. Stell dir vor, du hast Zitronensaft und Essig. Beides sauer, klar, aber die Zitrone ist irgendwie… bissiger, oder? Da kommt der pKs-Wert ins Spiel.

Der wird mit diesem ominösen „negativen dekadischen Logarithmus der Säurekonstanten Ks“ berechnet. Puh! Klingt nach Raketenwissenschaft. Aber im Grunde ist Ks einfach ein Wert, der angibt, wie gerne die Säure ihre Protonen (die kleinen positiven Teilchen) abgibt. Je lieber sie das tut, desto stärker ist die Säure. Und der pKs-Wert ist dann quasi eine umgekehrte Skala davon. Je kleiner der pKs-Wert, desto stärker die Säure. Verwirrend? Ja, am Anfang schon ein bisschen.

Wie kriegt man denn nun diesen Ks-Wert raus? Da muss man experimentieren. Zum Beispiel mit einer sogenannten Titration. Ich erinner mich noch an den Chemieunterricht… Pipette, Bürette, Indikator… ein ziemliches Gefummel. Man gibt langsam eine Base zur Säure und misst dabei den pH-Wert. Irgendwann ist der Punkt erreicht, wo genau die Hälfte der Säure neutralisiert ist – die Halbtitration. Da sind dann die Konzentrationen von der Säure (HA, so nennen die Chemiker das) und ihrer konjugierten Base (A⁻, das ist das, was von der Säure übrig bleibt, nachdem sie ihr Proton abgegeben hat) gleich. Und genau da kann man den Ks-Wert bestimmen. Ich weiß noch, wie ich damals ewig gebraucht habe, bis ich den Umschlagspunkt des Indikators richtig erkannt habe!

Also, kurz gesagt: pKs = -lg Ks. Ks kriegt man experimentell raus, zum Beispiel durch pH-Messung bei der Halbtitration. Und je kleiner der pKs-Wert, desto stärker die Säure. So, jetzt klarer? Hoffentlich! Ist eigentlich gar nicht so schwer, wenn man’s mal ein paar Mal gemacht hat. Na ja, vielleicht… 😉