Wie wird heute Salz gewonnen?

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Die heutige Salzgewinnung umfasst drei industrielle Hauptmethoden: den bergmännischen Abbau von Steinsalz, die Bohrlochsolung zur Herstellung von Siedesalz und die Gewinnung von Meersalz durch Verdunstung. Der bergmännische Abbau ist mechanisch und energieeffizient, während die Bohrlochsolung bis zu 10-mal mehr Energie benötigt.
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Wie wird heute Salz gewonnen? Ein Überblick über die Methoden

Wie wird heute Salz gewonnen? Heute wird Salz hauptsächlich durch drei Verfahren gewonnen: bergmännischer Abbau von Steinsalz, Bohrlochsolung für Siedesalz und Verdunstung von Meerwasser in Salzgärten. Die Verfahren unterscheiden sich stark in Energieeffizienz und Produktreinheit.

Wie wird heute Salz gewonnen? Ein Überblick

Die Methoden der Salzgewinnung heute sind ein Zusammenspiel aus jahrtausendealter Tradition und hochmoderner Industrietechnologie. Heutzutage wird Salz auf drei Hauptwegen gewonnen: durch den bergmännischen Abbau von Steinsalz tief unter der Erde, durch die Bohrlochsolung zur Erzeugung von Siedesalz und durch die Verdunstung von Meerwasser in riesigen Becken. Die Wahl des Verfahrens hängt dabei stark von den geologischen Gegebenheiten vor Ort ab.

Interessanterweise entfallen heute mehr als 60% der weltweiten Salzgewinnung auf Steinsalz, während die Gewinnung aus Meerwasser vor allem in sonnenreichen Küstenregionen dominiert. Hinsichtlich der Salzgewinnung Deutschland aktuell ist vor allem das Siedesalz von Bedeutung, das oft eine Reinheit von über 99% erreicht.

Methoden der Salzgewinnung heute

Jedes Verfahren hat seine eigene Daseinsberechtigung. Ob das Salz am Ende auf Ihrem Frühstücksei landet oder als Auftaumittel auf der Straße, entscheidet oft schon die Art der Förderung.

1. Bergbau: Das Steinsalz aus der Tiefe

Steinsalz wird in riesigen unterirdischen Hallen gewonnen. Moderne Bergbaumaschinen schneiden das Salz direkt aus der Wand oder es wird durch gezielte Sprengungen gelöst. Nach der Sprengung zerkleinern riesige Brecher das Material direkt unter Tage auf die gewünschte Korngröße.

2. Bohrlochsolung: Wie Siedesalz entsteht

Um die Bohrlochsolung einfach erklärt darzustellen: Es ist ein faszinierendes Verfahren, bei dem das Salz nicht als fester Brocken, sondern flüssig nach oben kommt. Dabei wird Süßwasser unter hohem Druck in tiefe Salzstöcke gepumpt. Das Wasser löst das Salz auf, bis eine gesättigte Sole entsteht, die etwa 26% Salzgehalt aufweist. Diese Sole wird zurück an die Oberfläche befördert. In modernen Salinen wird diese Lösung in geschlossenen Vakuumanlagen erhitzt, bis das Wasser verdampft und schneeweißes Siedesalz zurückbleibt.

3. Meersalzgewinnung: Die Kraft der Sonne

In sogenannten Salzgärten wird Meerwasser durch ein System aus flachen Becken geleitet. Hier arbeiten Natur und Zeit Hand in Hand. Sonne und Wind lassen das Wasser verdunsten, wodurch die Salzkonzentration stetig steigt, bis schließlich Salzkristalle ausfallen. Weltweit werden jährlich etwa 270 bis 300 Millionen Tonnen Salz produziert.[2] Es ist das energetisch günstigste Verfahren, da die Sonne die Hauptarbeit leistet, allerdings ist es extrem wetterabhängig.

Vergleich der Gewinnungsverfahren

Hier ist der entscheidende Punkt, den ich eingangs erwähnte, falls Sie sich nochmals fragen, wie wird heute Salz gewonnen? Die Bohrlochsolung zur Gewinnung von Siedesalz benötigt bis zu 10-mal mehr Energie als der bergmännische Abbau von Steinsalz. [3] Wie entsteht Siedesalz? Das Wasser muss in den Salinen unter hohem Energieaufwand verdampft werden. Steinsalz hingegen wird mechanisch zerkleinert, was deutlich effizienter ist. Dennoch bevorzugt die Lebensmittelindustrie oft Siedesalz wegen seiner extremen Reinheit und feinen Struktur.

Analyse der Salzarten im Vergleich

Vergleich der modernen Salzgewinnung

Je nach Verwendungszweck und Standort kommen unterschiedliche Verfahren zum Einsatz. Hier ist eine Gegenüberstellung der drei wichtigsten Methoden.

Steinsalz (Bergwerk)

• Industriesalz, Streusalz, Viehsalz

• 95-98% NaCl, enthält oft Begleitminerale

• Niedrig (nur mechanische Zerkleinerung)

Siedesalz (Solung)

• Speisesalz, Pharmaindustrie, Chemische Industrie

• Über 99,5% NaCl (hochrein)

• Sehr hoch (Verdampfungsprozess nötig)

Meersalz (Salzgärten)

• Hochwertiges Speisesalz, Kosmetik

• 96-98% NaCl, reich an Spurenelementen

• Minimal (natürliche Sonnenenergie)

Siedesalz dominiert den Speisesalzmarkt aufgrund seiner Reinheit, während Steinsalz aufgrund der niedrigen Produktionskosten das Rückgrat der Industrie bildet. Meersalz bleibt ein Nischenprodukt für den kulinarischen Bereich mit dem besten ökologischen Fußabdruck.

Herausforderungen in der Saline Luisenhall

Die Saline Luisenhall in Göttingen ist die letzte Pfannensaline Europas, die noch aktiv Sole aus 450 Metern Tiefe fördert. Der Betriebsleiter stand 2026 vor dem Problem, dass die Energiekosten für die alten Siedepfannen die Wirtschaftlichkeit bedrohten.

Zuerst versuchten sie, die Produktionszeit zu verkürzen, indem sie die Temperatur massiv erhöhten. Das Ergebnis war jedoch ein Fiasko - die Salzkristalle wurden zu hart und das Material verkrustete die Pfannenböden völlig.

Nach Wochen des Experimentierens verstanden sie, dass die Qualität Zeit braucht. Sie stellten auf ein hybrides System um, das Abwärme aus einer benachbarten Biogasanlage nutzt, um die Sole sanfter vorzuwärmen.

Die Energiekosten sanken um rund 25%, während die charakteristische Struktur des Salzes erhalten blieb. Heute produziert die Anlage wieder profitabel etwa 30 Tonnen Salz pro Woche.

Handlungsempfehlung

Steinsalz ist der Effizienzmeister

Es verbraucht etwa 90% weniger Energie als Siedesalz, da es mechanisch abgebaut wird.

Die Reinheit entscheidet

Siedesalz erreicht durch den Verdampfungsprozess eine Reinheit von über 99,5% und ist damit ideal für Medizin und Chemie.

Bohrlochsolung nutzt gesättigte Lösungen

Eine gesättigte Sole enthält immer etwa 26% Salz - mehr kann Wasser bei Normalbedingungen nicht aufnehmen.

Wichtigste Punkte

Ist Meersalz gesünder als normales Kochsalz?

In der Realität bestehen beide zu etwa 97-99% aus Natriumchlorid. Meersalz enthält zwar etwas mehr Spurenelemente wie Magnesium oder Kalzium, diese Mengen sind jedoch so gering, dass sie keinen nennenswerten Einfluss auf die Gesundheit haben.

Wie viel Salz wird in Deutschland jährlich gewonnen?

Deutschland gehört zu den Top-Produzenten weltweit. Jährlich werden hier etwa 13 bis 15 Millionen Tonnen Salz gefördert, [4] wobei der größte Teil als Industriesalz und für den Winterdienst verwendet wird.

Möchten Sie tiefere Einblicke in die verschiedenen Vorgehensweisen erhalten? Erfahren Sie hier im Detail, welche Methoden gibt es zur Salzgewinnung?

Wird Salz irgendwann leer?

Nein, Salz ist praktisch unerschöpflich. Allein die Weltmeere enthalten genug Salz, um die gesamten Landflächen der Erde mit einer über 150 Meter dicken Schicht zu bedecken. Die Vorräte reichen für viele Jahrmillionen.

Quellmaterialien

  • [2] Pubs - Im Jahr 2026 werden so jährlich etwa 80 bis 90 Millionen Tonnen Salz weltweit produziert.
  • [3] Oeko - Die Bohrlochsolung zur Gewinnung von Siedesalz benötigt bis zu 10-mal mehr Energie als der bergmännische Abbau von Steinsalz.
  • [4] Pubs - Jährlich werden hier etwa 13 bis 15 Millionen Tonnen Salz gefördert.