Wie kalt ist es auf der Rückseite des Mondes?

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Die Temperatur Rückseite Mond fällt während der Mondnacht auf etwa -150 bis -160 Grad Celsius. In permanent beschatteten Kratern an den Mondpolen sinken die Werte sogar bis auf etwa -233 Grad Celsius. Diese extremen Bedingungen entstehen, sobald keine Sonneneinstrahlung die Oberfläche erreicht. Solche tiefen Temperaturen verdeutlichen die raue Umgebung auf der Mondrückseite fernab des Sonnenlichts.
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Temperatur Rückseite Mond: -160°C bis -233°C Extremwerte

Die Temperatur Rückseite Mond erreicht während der Mondnacht extrem niedrige Werte. Das Verständnis dieser Bedingungen hilft dabei, die lebensfeindlichen Gegebenheiten der Mondoberfläche richtig einzuschätzen. Erfahren Sie mehr über die physikalischen Gründe für diese enorme Kälte und warum bestimmte Bereiche noch drastischere Temperaturabfälle aufweisen als andere Teile der Oberfläche.

Wie kalt ist es auf der Rückseite des Mondes?

Auf der Rückseite des Mondes herrschen während der Mondnacht extreme Bedingungen. Die Temperaturen fallen typischerweise auf etwa -150 bis -160 Grad Celsius, wenn keine Sonneneinstrahlung vorhanden ist. In permanent beschatteten Kratern an den Mondpolen können die Werte sogar bis auf etwa -233 Grad Celsius sinken. [1]

Warum schwanken die Temperaturen auf dem Mond so extrem?

Der Hauptgrund für diese extremen Temperaturunterschiede liegt im Fehlen einer Atmosphäre. Auf der Erde wirkt die Lufthülle wie eine Decke, die Sonnenwärme speichert und die Auskühlung in der Nacht verlangsamt. Auf dem Mond hingegen entweicht gespeicherte Wärme sofort in den Weltraum.

Fehlt die direkte Sonne, kühlt die Mondoberfläche in kürzester Zeit drastisch ab. Bei direkter Sonneneinstrahlung auf der Tagseite klettern die Werte hingegen auf bis zu +130 Grad Celsius. Man muss sich das einmal vorstellen: Zwischen Tag und Nacht gibt es eine Differenz von knapp 300 Grad. Das ist für jede mechanische Konstruktion eine enorme Herausforderung.

Der Einfluss der langen Mondnacht

Ein Mondtag dauert etwa 29,5 Erdtage. Das bedeutet, dass eine bestimmte Stelle auf der Mondoberfläche rund zwei Wochen lang von der Sonne beschienen wird und danach zwei Wochen lang in absoluter Dunkelheit liegt. Die Rückseite des Mondes bekommt zwar auch Sonnenlicht ab, aber während der langen Mondnacht kühlt sie ebenso extrem aus wie die Vorderseite.

Diese starken Temperaturschwankungen stellen eine erhebliche technische Herausforderung dar. Bauteile und Instrumente müssen sowohl Temperaturen von über +100 Grad Celsius als auch extreme Kälte während der Mondnacht überstehen. Deshalb kommen speziell entwickelte Materialien, Isolierungen und Heizsysteme zum Einsatz.

Unterschiede zwischen Vorder- und Rückseite

Oft herrscht die Annahme, die Rückseite des Mondes sei dauerhaft kälter als die Vorderseite. Tatsächlich ist die physikalische Situation vergleichbar: Beide Seiten erfahren den gleichen Wechsel von Tag und Nacht. Die Rückseite ist jedoch besonders faszinierend, da sie durch die Mondkugel selbst vor Funkwellen von der Erde abgeschirmt ist.

Sonden wie Change-4 haben vor Ort gemessen, wie stark die Temperaturen auf dem Mond Oberfläche nach Sonnenuntergang sinken. Die Ergebnisse bestätigen die theoretischen Modelle, die eine schnelle Abkühlung vorhersagen. Es gibt dort keinen Ort, an dem es angenehm ist – man befindet sich entweder in extremer Hitze oder in einem Gefrierschrank, der weit unter das Niveau der Antarktis abkühlt. Es bleibt die spannende Frage: Warum ist es auf dem Mond so kalt?

Temperatur-Vergleich: Erde vs. Mond

Der Vergleich zeigt, warum die Atmosphäre der Erde unser Überleben erst ermöglicht.

Erde

- Vorhanden, speichert Wärme

- Moderat (ca. -80 bis +60 °C)

Mond

- Nicht vorhanden

- Extrem (-233 bis +130 °C)

Ohne schützende Atmosphäre ist die Oberflächentemperatur des Mondes fast ausschließlich von der direkten Sonneneinstrahlung abhängig. Die Erde hingegen reguliert ihr Klima über den Treibhauseffekt, was Schwankungen drastisch reduziert.

Herausforderung für Landeeinheiten

Ingenieure bei der Planung von Mondlandern wie Chang'e-4 standen vor einer schwierigen Aufgabe: Wie schützt man Elektronik vor dieser Kälte?

Erste Versuche mit konventioneller Isolierung scheiterten. In Tests bei -160 Grad Celsius wurden Batterien innerhalb von Minuten unbrauchbar, weil die chemischen Prozesse zum Erliegen kamen.

Die Lösung war der Einsatz von kleinen Radionuklid-Heizelementen, die ständig Wärme abgeben. Es war ein komplexer Prozess, diese sicher zu integrieren, ohne die Struktur zu schwächen.

Nach der Landung auf der Rückseite bestätigten die Daten: Die Heizer hielten die Elektronik bei etwa -20 bis -50 Grad, was den Betrieb erst ermöglichte.

So setzen Sie es um

Extremer Temperaturunterschied

Ohne Atmosphäre schwankt die Temperatur auf dem Mond um knapp 300 Grad Celsius.

Wenn Sie sich für die Details interessieren, lesen Sie hier: Wie kalt ist die Rückseite des Mondes?
Kälte durch fehlende Isolierung

Die fehlende Lufthülle führt dazu, dass die Oberfläche während der Mondnacht extrem schnell auskühlt.

Permanente Kälte in Kratern

In polaren Schattenregionen herrschen dauerhaft Werte von bis zu -233 Grad Celsius.

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Ist die Rückseite des Mondes immer dunkel?

Nein, das ist ein häufiges Missverständnis. Die Rückseite durchläuft genauso wie die Vorderseite einen Zyklus von Tag und Nacht, während der Mond um die Erde kreist.

Warum gibt es auf dem Mond kein Eis trotz der Kälte?

Es gibt tatsächlich Wassereis, allerdings nur in tiefen, permanent beschatteten Kratern an den Polen, wo die Sonne niemals hinkommt und es somit extrem kalt bleibt.

Wie überleben Raumanzüge diese Temperaturen?

Raumanzüge sind hochkomplexe Thermosysteme mit mehreren Schichten. Sie reflektieren die Strahlung und nutzen eine aktive Klimatisierung, um den Körper vor dem Gefrieren oder Überhitzen zu schützen.

Referenz

  • [1] Brockhaus - Die Temperaturen fallen in den eisigen Bereich von etwa −150 °C bis −160 °C.