Was verdeckt den Mond bei einer Mondfinsternis?

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Bei einer Mondfinsternis schiebt sich die Erde direkt zwischen Sonne und Mond, sodass ihr gewaltiger Schattenkegel den Vollmond verdunkelt. Dieses was verdeckt den mond bei einer mondfinsternis Ereignis tritt ein, sobald der Mond die Ebene der Erdbahn an einem seiner Knotenpunkte kreuzt. Da der Erdschatten an dieser Position fast den dreifachen Durchmesser des Mondes besitzt, entsteht eine totale Verdunkelung, während der Mond vollständig in diesen Bereich eintaucht.
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Was verdeckt den Mond bei einer Mondfinsternis?

Haben Sie sich jemals gefragt, welche astronomischen Vorgänge hinter dem plötzlichen Verschwinden des Vollmondes stecken? Das Verständnis von was verdeckt den mond bei einer mondfinsternis hilft, die beeindruckenden Himmelsphänomene besser einzuordnen. Lesen Sie weiter, um die exakten Hintergründe dieses Naturereignisses zu entdecken und zu erfahren, warum der Mond in bestimmten Momenten seine gewohnte Helligkeit komplett verliert.

Was verdeckt den Mond bei einer Mondfinsternis?

Die Antwort auf die Frage Was verdeckt den Mond bei einer Mondfinsternis? scheint auf den ersten Blick simpel, doch das Verstaendnis einer Mondfinsternis haengt oft davon ab, wie man sich die Groessenverhaeltnisse im All vorstellt. Kurz gesagt: Es ist die Erde selbst, die den Mond verdeckt - genauer gesagt ist es ihr Schatten. Bei diesem astronomischen Ereignis schiebt sich unser Heimatplanet direkt zwischen die Sonne und den Mond, sodass das Sonnenlicht den Erdtrabanten nicht mehr erreichen kann.

Dieses Phaenomen ist nur moeglich, weil die Erde ein massiver, lichtundurchlaessiger Koerper ist. Im Gegensatz zu einer Wolke, die den Mond fuer uns am Himmel unsichtbar machen kann, blockiert die Erde das Licht bereits an der Quelle.

Der Mond verschwindet also nicht hinter der Erde, sondern er taucht in den gigantischen Schattenkegel ein, den die Erde in den Weltraum wirft. Interessanterweise ist dieser Schatten viel groesser, als man vermuten wuerde. An der Position des Mondes hat der Erdschatten einen Durchmesser von etwa 9.582 Kilometern. [1] Das ist fast der dreifache Durchmesser des Mondes selbst. Kein Wunder also, dass eine totale Finsternis eine ganze Weile dauern kann.

Aber hier ist die Sache: Nicht jede Mondfinsternis sieht gleich aus. Es gibt einen entscheidenden Faktor, der darueber entscheidet, ob der Mond komplett dunkel wird oder in einem gespenstischen Rot leuchtet - ich werde dieses Raetsel im Abschnitt ueber den Blutmond weiter unten loesen.

Die perfekte Linie: Wie eine Finsternis entsteht

Damit es zu einer Mondfinsternis kommt, muessen Sonne, Erde und Mond in einer exakten Linie stehen. Um zu verstehen, wie entsteht eine mondfinsternis, muss man diese Konstellation, die Astronomen Syzygie nennen, betrachten. Es ist ein seltener Moment der kosmischen Praezision. Da sich der Mond in etwa 29,5 Tagen einmal um die Erde bewegt, koennte man meinen, dass wir jeden Monat bei Vollmond eine Finsternis erleben muessten. Doch das passiert nicht.

Der Grund dafuer ist die Neigung der Mondbahn. Diese ist um etwa 5 Grad gegenueber der Erdbahnebene gekippt. Meistens zieht der Mond daher oberhalb oder unterhalb des Erdschattens vorbei. Erst wenn der Vollmond einen der sogenannten Knotenpunkte seiner Bahn kreuzt, also genau die Ebene der Erdbahn schneidet, schnappt die Schattenfalle zu. Statistisch gesehen ereignen sich im 21. Jahrhundert insgesamt 85 totale Kernschattenfinsternisse.[2] Das ist deutlich mehr als der Durchschnitt vergangener Jahrhunderte. Wir leben also in einer astronomisch besonders spannenden Zeit.

Ich habe selbst schon Stunden in der Kälte ausgeharrt, nur um diesen einen Moment zu erleben, wenn der Erdschatten den ersten Kontakt mit dem Mondrand macht. Es beginnt als winzige Delle. Man wartet. Die Zeit scheint stillzustehen. Wenn man dann realisiert, dass man gerade den Schatten des eigenen Planeten in Echtzeit beobachtet, fuehlt man sich plötzlich sehr klein. Ein faszinierendes Gefuehl.

Kernschatten und Halbschatten: Die Anatomie des Schattens

Ein Schatten im Weltraum ist kein scharf begrenzter dunkler Fleck. Da die Sonne keine punktfoermige Lichtquelle ist, sondern eine riesige Scheibe, wirft die Erde zwei unterschiedliche Schattenzonen. Der unterschied kernschatten und halbschatten mondfinsternis ist dabei das wichtigste Merkmal. Man unterscheidet zwischen dem Kernschatten (Umbra) und dem Halbschatten (Penumbra). Das Verstaendnis dieser Zonen ist der Schluessel zur Vorhersage, wie dunkel der Mond tatsaechlich wird.

Die dunkle Zone: Der Kernschatten

Im Kernschatten ist die Sonne aus Sicht des Mondes komplett von der Erde verdeckt. Hier ist es am dunkelsten. Tritt der Mond vollstaendig in diesen Bereich ein, sprechen wir von einer totalen Mondfinsternis. Solche Ereignisse koennen beeindruckende Ausmasse annehmen. Die laengste totale Mondfinsternis des 21. Jahrhunderts dauerte 1 Stunde und fast 43 Minuten.[3] Das ist eine beachtliche Zeitspanne, wenn man bedenkt, wie schnell sich Himmelskoerper eigentlich bewegen.

Die sanfte Abdunkelung: Der Halbschatten

Der Halbschatten umgibt den Kernschatten wie ein weicher Rahmen. Hier verdeckt die Erde die Sonne nur teilweise. Fuer einen Beobachter auf der Erde ist eine Halbschattenfinsternis oft kaum mit blossem Auge erkennbar. Der Mond wirkt lediglich etwas grauer oder schmutziger. Ich muss zugeben - beim ersten Mal dachte ich, es sei nur eine duenne Wolkenschicht vor dem Mond. Man braucht schon ein geschultes Auge oder eine Kamera, um den Unterschied wirklich festzuhalten.

Warum der Mond rot leuchtet: Das Geheimnis des Blutmonds

Hier loese ich nun das Versprechen aus der Einleitung ein: warum leuchtet der blutmond rot? Warum wird der Mond bei einer totalen Finsternis nicht einfach pechschwarz? Er sollte es eigentlich sein, da er sich ja im Kernschatten befindet. Die Antwort liegt in unserer Lufthülle. Die Erdatmosphaere wirkt wie eine riesige Linse. Sie bricht das Sonnenlicht und lenkt es in den Schattenkegel hinein.

Dabei passiert etwas, das wir als Rayleigh-Streuung bezeichnen. Kurzwelliges blaues Licht (um 450 Nanometer) wird an den Molekülen der Luft viel staerker gestreut und verschwindet fast komplett. Nur das langwellige rote Licht (um 650 Nanometer) schafft es, die Atmosphaere zu durchdringen und wird auf den Mond projiziert. Der Mond wird also von allen Sonnenaufgaengen und Sonnenuntergaengen beleuchtet, die in diesem Moment gleichzeitig auf der Erde stattfinden. Ein poetischer Gedanke, oder? Ein total verfinsterter Mond leuchtet daher oft in Kupferrot oder Ziegelrot.

Wie hell oder dunkel dieses Rot ausfaellt, haengt stark vom Zustand unserer Atmosphaere ab. Nach grossen Vulkanausbruechen, wenn viel Staub in der Luft ist, kann der Mond fast komplett unsichtbar werden. Normalerweise jedoch bleibt er als dunkle, roetliche Scheibe am Himmel stehen. Es ist ein Anblick, der schon die Menschen der Antike in Staunen - oder auch in Angst - versetzt hat.

Mondfinsternis vs. Sonnenfinsternis: Die Unterschiede

Haeufig werden diese beiden Ereignisse verwechselt, obwohl sie grundverschieden sind. Hier ist der direkte Vergleich.

Mondfinsternis

  1. Von der gesamten Nachtseite der Erde (ca. 50 Prozent der Flaeche) gleichzeitig sichtbar.
  2. Kein Augenschutz erforderlich; absolut sicher mit blossem Auge oder Fernglas.
  3. Kann ueber 100 Minuten dauern; sehr entspanntes Beobachten moeglich.
  4. Statistisch gesehen ca. 4 totale Ereignisse pro Jahrzehnt von einem festen Standort aus.

Sonnenfinsternis

  1. Nur in einem sehr schmalen Pfad (max. ca. 269 km Breite) total sichtbar.
  2. Spezielle Finsternisbrillen zwingend erforderlich, um Augenschaeden zu vermeiden.
  3. Dauert meist nur wenige Minuten; Rekordwerte liegen bei ca. 7,5 Minuten.
  4. Extrem selten an einem festen Standort (ca. alle 375 Jahre im Durchschnitt).
Waehrend die Mondfinsternis ein gemeinschaftliches Erlebnis fuer eine ganze Erdhaelfte ist, bleibt die totale Sonnenfinsternis ein flüchtiges und lokal begrenztes Spektakel, das weitaus seltener auftritt.

Hobbyastronom Lukas und die Jagd nach dem perfekten Blutmond

Lukas, ein 22 - jaehriger Student aus Berlin, wollte die totale Mondfinsternis im Juli 2018 fotografieren. Er hatte alles vorbereitet: Stativ, Fernausloeser und ein starkes Teleobjektiv. Sein Ziel war ein gestochen scharfes Bild des roten Mondes ueber dem Berliner Fernsehturm.

Die erste Frustration folgte schnell. Lukas unterschaetzte die Dunkelheit des total verfinsterten Mondes. Der Autofokus seiner Kamera gab den Geist auf und suchte vergeblich nach einem Kontrastpunkt. Die ersten Aufnahmen waren nur verschwommene, rote Kleckse auf dem Display.

Mitten in der Nacht kam ihm die Erkenntnis: Er musste auf manuellen Fokus umschalten und unendlich weit weg scharfstellen. Zudem verlaengerte er die Belichtungszeit auf zwei Sekunden. Der Durchbruch kam, als er realisierte, dass der Mond sich trotz der Finsternis schnell bewegt und zu lange Belichtungszeiten zu Unstimmigkeiten fuehren.

Das Ergebnis nach zwei Stunden Arbeit war ein perfektes Foto mit 103 Minuten Totalitaet im Ruecken. Lukas lernte, dass Astronomie Geduld erfordert und Technik oft manuelles Eingreifen braucht, um die Physik des Lichts wirklich einzufangen.

Nächste verwandte Infos

Kann man bei einer Mondfinsternis blind werden?

Nein, absolut nicht. Im Gegensatz zur Sonne strahlt der Mond kein eigenes Licht aus, sondern reflektiert nur das Sonnenlicht. Eine Mondfinsternis ist sogar noch dunkler als ein normaler Vollmond. Man kann sie stundenlang ohne Brille beobachten.

Warum gibt es nicht jeden Monat eine Mondfinsternis?

Das liegt an der schraegen Bahn des Mondes. Die Mondbahn ist um etwa 5 Grad geneigt. Meistens fliegt der Mond daher ueber oder unter dem Schatten der Erde vorbei. Nur wenn er genau die Bahnebene der Erde kreuzt, entsteht eine Finsternis.

Wie oft sieht man einen Blutmond in Deutschland?

Statistisch gesehen sind es etwa 4 bis 5 totale Mondfinsternisse pro Jahrzehnt, die von Mitteleuropa aus zumindest teilweise sichtbar sind. Allerdings macht das Wetter oft einen Strich durch die Rechnung.

Wichtige Begriffe

Die Erde ist der Schattenspender

Bei einer Mondfinsternis verdeckt die Erde den Mond mit ihrem Schatten, nicht ein anderer Himmelskoerper.

Möchten Sie mehr über die optischen Phänomene im All erfahren? Hier finden Sie Antworten: Warum ist der Mond rot bei einer Mondfinsternis?
Der Schatten ist riesig

In der Entfernung des Mondes ist der Erdschatten mit ca. 9.582 Kilometern Durchmesser fast dreimal so breit wie der Mond selbst.

Rotlicht durch Atmosphaere

Die rote Farbe entsteht durch Rayleigh-Streuung in der Erdatmosphaere, die nur langwelliges rotes Licht in den Schattenkegel bricht.

Vollmond als Voraussetzung

Eine Mondfinsternis kann prinzipiell nur bei Vollmond auftreten, wenn Sonne, Erde und Mond in einer Linie stehen.

Zitate

  • [1] En - An der Position des Mondes hat der Erdschatten einen Durchmesser von etwa 9.582 Kilometern.
  • [2] De - Statistisch gesehen ereignen sich im 21. Jahrhundert insgesamt 85 totale Kernschattenfinsternisse.
  • [3] De - Die laengste totale Mondfinsternis des 21. Jahrhunderts dauerte 1 Stunde und fast 43 Minuten.