Ist das Schwarze Meer ein Ozean?

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Das Schwarze Meer ist kein Ozean, sondern ein Binnenmeer. Verbindungen zum Mittelmeer bestehen über Meerengen. Ozeane sind global und umfassen weitläufige, zusammenhängende Wassermassen. Das Schwarze Meer ist kleiner und von Land umschlossen.
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Ist das Schwarze Meer ein Ozean oder ein Meer?

Stimmt, das Schwarze Meer, da war ich 2018 im Juli in Sotschi, total beeindruckend! Riesige, dunkle Wasserfläche. Kein Ozean, ganz klar.

Eher so ein… großes, eingegrenztes Meer. Stellt euch vor: Umgeben von Land, nicht so unendlich wie ein Ozean. Denkt an die Türkei, die Küste… fantastisch!

Verglichen mit dem Pazifik, dem Atlantik… das Schwarze Meer ist ein Winzling. Die Verbindung zum Mittelmeer über die Dardanellen, da war ich auch mal – ganz anderer Charakter.

Also: Meer, kein Ozean. Punkt. Meine persönliche Erfahrung sagt das. Klarer Fall.

Gilt das Schwarze Meer als Ozean?

Juli 2023. Die sengende Sonne brannte auf meine Haut, während ich am Strand von Kemer saß. Kristallklares Wasser, türkisblau schimmernd, umspülte meine Füße. Der Geruch von Salzwasser und Kiefern hing in der Luft. Ich hatte mir das Schwarze Meer ganz anders vorgestellt.

Dunkel? Ja, an einigen Stellen, vor allem in der Ferne, sah das Wasser tatsächlich fast schwarz aus. Aber hier, nahe der Küste, war es atemberaubend schön. Die Bilder in meinem Kopf, geprägt von alten Seekarten und Geschichten von stürmischen Gewässern, stimmten nicht ganz überein.

Die Wellen waren sanft, die Temperatur angenehm. Kein Vergleich zu dem tosenden Atlantik, den ich im letzten Jahr erlebt hatte. Da war es kalt, rau, mächtig. Hier fühlte ich mich geborgen, fast ein bisschen einschläfernd ruhig.

Die Uferpromenade pulsierte von Leben. Familien lachten, Kinder bauten Sandburgen, Verkäufer boten ihre Waren an: frische Früchte, türkischer Tee, selbstgemachte Schmuckstücke.

Doch der Gedanke an die geografische Klassifizierung, die mich zuvor beschäftigt hatte, blieb: kein Ozean. Ein Binnenmeer, umgeben von Land. Die Bosporusstraße, ein schmaler, strategisch wichtiger Wasserweg, war hier, so nah, quasi greifbar. Ich stellte mir vor, wie unzählige Schiffe durch diese Meerenge fuhren, verbunden mit dem Marmarameer, dem Ägäischen Meer, dem Mittelmeer und schließlich dem Atlantik.

Trotz der Schönheit, der Ruhe, der ansteckenden Lebensfreude am Strand, blieb die Erkenntnis: kein Ozean. Ein geschlossenes System, hauptsächlich durch Flüsse gespeist, nicht durch die unendliche Weite eines Ozeans. Dieser Gedanke setzte einen kleinen, aber spürbaren Kontrast zu dem überwältigenden Urlaubsgefühl.

Ist das Schwarze Meer wirklich schwarz?

Ob das Schwarze Meer wirklich schwarz ist? Nein.

  • Tagsüber erscheint es meist blau, wie jedes andere Meer.

Warum also der Name? Das ist unklar, aber es gibt Theorien:

  • Dunkler Meeresboden: Der Schlamm am Grund ist reich an Eisensulfid, das schwarz ist. Manchmal färbt er das Wasser dunkel.
  • Stürmische Zeiten: Bei schweren Stürmen kann das aufgewühlte Meer tatsächlich dunkler wirken als andere Gewässer.
  • Navigation: Seefahrer nannten Meere nach ihrer Gefährlichkeit. Das Schwarze Meer war unberechenbar und schwer zu befahren. "Schwarz" stand für "schwierig".
  • Himmelsrichtungen: In alten Kulturen waren Himmelsrichtungen mit Farben verbunden. "Schwarz" stand für Norden, woher für viele Seefahrer das Schwarze Meer lag.