Was ist wärmer, Arktis oder Antarktis?

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Die Antarktis, der südliche Kontinent, ist deutlich kälter als die Arktis. Während die Antarktis im Jahresdurchschnitt Temperaturen unter -35 Grad Celsius aufweist, liegt die Durchschnittstemperatur in der Arktis deutlich höher, zwischen -15 und -20 Grad Celsius.
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Temperaturunterschiede zwischen Arktis und Antarktis

Die Arktis und Antarktis, die beiden Polkappen unseres Planeten, weisen markante Temperaturunterschiede auf. Die Antarktis, der südliche Kontinent, ist weitaus kälter als die Arktis, die sich am Nordpol befindet.

Temperaturwerte

Die Durchschnittstemperatur in der Antarktis liegt konstant unter -35 Grad Celsius. Selbst im antarktischen Sommer steigen die Temperaturen selten über -20 Grad Celsius. Im Gegensatz dazu liegt die Durchschnittstemperatur in der Arktis zwischen -15 und -20 Grad Celsius. Während der arktischen Sommermonate kann die Temperatur gelegentlich sogar Werte um den Gefrierpunkt erreichen.

Ursachen für die Temperaturunterschiede

Die extreme Kälte der Antarktis wird durch mehrere Faktoren verursacht:

  • Größe und Höhe: Die Antarktis ist ein gewaltiger Kontinent, der eine Fläche von über 14 Millionen Quadratkilometern umfasst. Ihre hohe Lage über dem Meeresspiegel trägt zur niedrigen Luftdichte und damit zur geringen Wärmespeicherkapazität bei.
  • Isolation: Die Antarktis ist von riesigen Eisflächen umgeben, die sie von wärmeren Gewässern isolieren. Dieser fehlende Wärmeaustausch trägt zu den niedrigen Temperaturen bei.
  • Katabatischer Wind: Starke, kalte Winde, die als katabatische Winde bekannt sind, strömen vom antarktischen Hochplateau aus. Diese Winde transportieren die eisige Luft nach unten und tragen zur niedrigen Bodentemperatur bei.

Im Gegensatz dazu ist die Arktis ein von Ozeanen umgebener See, nicht ein Kontinent.

  • Ozeanwärmung: Die umliegenden Ozeane erwärmen die Arktis durch das Vorhandensein von relativ wärmeren Wassermassen. Dies führt zu höheren Temperaturen als in der Antarktis.
  • Golfstrom: Der Golfstrom, eine warme Meeresströmung, transportiert warmes Wasser in die Arktis. Dies trägt ebenfalls zur milderen Temperatur der Region bei.
  • Saisonalität: Die Arktis erfährt deutlichere jahreszeitliche Schwankungen als die Antarktis. Während der arktischen Sommermonate kann die Sonne rund um die Uhr scheinen, was zu höheren Temperaturen führt.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Antarktis aufgrund ihrer Größe, Höhe, Isolation und katabatischen Winde deutlich kälter ist als die Arktis. Die Nähe der Arktis zu Ozeanen, der Einfluss des Golfstroms und die jahreszeitlichen Schwankungen tragen zu den höheren Temperaturen in der Region bei.