Welche Tomatensorten sollte man nicht ausgeizen?
Welche Tomatensorten?: Wildtomaten und Buschtomaten
Die Entscheidung über das welche tomatensorten sollte man nicht ausgeizen hängt vom natürlichen Wuchs der Pflanze ab. Die Kenntnis dieser Sorten erspart unnötige Arbeit im Garten und fördert eine reiche Ernte, ohne dass ein ständiges Zurückschneiden der Triebe erforderlich ist.
Welche Tomatensorten sollte man nicht ausgeizen?
Viele Tomatenfreunde fragen sich, ob man jede Pflanze beschneiden muss oder ob manche Sorten besser in Ruhe gelassen werden. Die kurze Antwort lautet: Buschtomaten, Strauchtomaten, Wildtomaten sowie kleinfrüchtige Cocktail- und Cherrytomaten sollte man grundsätzlich tomaten nicht ausgeizen, da ein Entfernen der Seitentriebe hier den Ertrag mindern würde. Ob eine Tomate beschnitten werden muss, hängt vor allem von ihrer natürlichen Wuchsform ab.
Warum manche Tomatenpflanzen ungeschnitten bleiben sollten
Das Ausgeizen - also das Abzwicken der jungen Seitentriebe in den Blattachseln - ist vor allem für klassische Stabtomaten wichtig, um sie zu bändigen und die Fruchtbildung zu lenken. Bei kompakt wachsenden Sorten ist dieser Eingriff jedoch kontraproduktiv. Diese Pflanzen entwickeln von Natur aus ein buschiges Blätterdach, das die Früchte schützt und eine Vielzahl an Seitentrieben hervorbringt, an denen reife Tomaten hängen. Wer hier zu eifrig zur Schere greift, nimmt der Pflanze die wichtigen Assimilationsflächen und schadet am Ende der Ernte.
Buschtomaten und Balkontomaten
Buschtomaten und spezielle Balkontomaten wachsen von Natur aus sehr niedrig, kompakt und buschig. Sie bilden eine Fülle an Seitentrieben aus, an denen sich im Sommer zahlreiche Früchte entwickeln. Ein Ausgeizen würde diese natürliche Struktur stören und den Gesamtertrag drastisch mindern. Sorten wie Whippersnapper oder Tiny Tim bleiben wunderbar handhabbar, ohne dass man jemals einen Geiztrieb entfernen muss.
Wildtomaten
Wildtomaten, wie die bekannte Johannisbeertomate oder Sorten wie Golden Current, lässt man im Garten komplett frei wuchern. Sie breiten sich oft stark aus und bilden hunderte kleine, extrem aromatische Früchte. Die dünnen Triebe verzeihen es, wenn sie kreuz und quer wachsen, und müssen weder gestützt noch beschnitten werden. Wer wildtomaten ausgeizen möchte, nimmt ihnen den typischen, dichten Charakter und die enorme Fülle an Naschfrüchtchen.
Strauchtomaten und kleinfrüchtige Cocktailtomaten
Neben den klassischen Wild- und Buschtomaten gibt es weitere tomatensorten ohne ausgeizen, die ohne Schnitt auskommen. Strauchtomaten wachsen ebenfalls eher strauchartig und benötigen keinen regelmäßigen Rückschnitt der Seitentriebe. Ähnliches gilt für viele kleinfrüchtige Cocktail- und Cherrytomaten. Da ihre Triebe relativ dünn und flexibel sind, tragen sie die leichten Früchte meistens problemlos selbst, weshalb man sie oft ungeschnitten lässt oder höchstens mehrtriebig zieht.
Dabei ist es wichtig, den Unterschied zu den starkwüchsigen Stabtomaten im Blick zu behalten. Letztere würden ohne Schnitt im Gewächshaus oder Beet unkontrolliert wuchern und kaum reife Früchte hervorbringen. Bei den hier genannten Sorten sorgt die Natur jedoch selbst für die optimale Balance zwischen Blattmasse und Fruchtansatz.
Unterschiede im Pflegeaufwand: Ausgeizen ja oder nein?
Die Entscheidung, ob eine Tomate ausgeizt werden muss, hängt maßgeblich von ihrem genetischen Wuchstyp ab. Hier ist der direkte Vergleich:Buschtomaten und Wildtomaten (Nicht ausgeizen)
- Kompakt, buschig oder stark ausbreitend
- Sehr gering, kein Schneiden der Seitentriebe nötig
- Ideal für Kübel, Balkonkästen oder naturnahe Beete
- Viele kleine Früchte an zahlreichen ungeschnittenen Trieben
Stabtomaten (Ausgeizen erforderlich)
- Unbegrenzter, aufrechter Höhenwuchs
- Regelmäßiges Entfernen der Geiztriebe und Anbinden an Stäbe
- Gewächshaus, geschütztes Freiland oder große Töpfe mit Rankhilfe
- Große Früchte, konzentriert auf wenige Haupttriebe
Während Stabtomaten strikte Erziehungsmaßnahmen verlangen, belohnen Buschtomaten und Wildtomaten den Gärtner gerade dann mit reichen Ernten, wenn man sie einfach wachsen lässt.Erfahrungen mit Wildtomaten im Schrebergarten
Thomas, ein Hobbygärtner aus Leipzig, kaufte im Frühjahr unbedacht eine Wildtomate der Sorte 'Golden Current', in der Annahme, sie wie gewohnt wie eine Stabtomate beschneiden zu müssen.
Nachdem er in den ersten Wochen fleißig alle Seitentriebe abknipste, stagnierte das Wachstum der Pflanze spürbar und sah seltsam kahl aus.
Nach einem Rat eines erfahreneren Gärtners ließ er die Pflanze daraufhin komplett in Ruhe und stellte das Ausgeizen sofort ein.
Innerhalb weniger Wochen breitete sich die Wildtomate prächtig aus und lieferte bis zum ersten Frost hunderte kleine, süße Tomaten, komplett ohne Schnittaufwand.
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Kann man Buschtomaten versehentlich zu stark ausgeizen?
Ja, wer bei Buschtomaten die Seitentriebe entfernt, nimmt der Pflanze wichtige Blätter und Fruchtansätze. Das führt zu einem spürbaren Ertragsrückgang, da diese Sorten genau für ihr buschiges Wachstum gezüchtet wurden.
Müssen Cherrytomaten grundsätzlich nie geschnitten werden?
Das kommt auf die Sorte an, denn es gibt sowohl buschig wachsende Cherrytomaten als auch stabförmige Cherrytomaten. Letztere müssen sehr wohl ausgeizt werden, während kleinere Busch- und Balkonvarianten ungeschnitten bleiben.
Was passiert, wenn man Wildtomaten doch ausgeizt?
Durch das Ausgeizen von Wildtomaten nimmt man ihnen die enormen Verzweigungen, die für die Masse an kleinen Früchten verantwortlich sind. Die Ernte fällt dadurch unnötig gering aus und die Pflanze verliert ihre natürliche Wuchsform.
Zusammenfassung des Artikels
Wuchsform entscheidet über den SchnittBusch-, Strauch- und Wildtomaten bilden von Natur aus viele Seitentriebe und dürfen nicht ausgeizt werden.
Ertrag durch Wachsenlassen sichernEin Entfernen der Triebe bei diesen speziellen Sorten mindert den Ertrag und stört die natürliche Entwicklung der Pflanze.
Unterschied zu Stabtomaten beachtenWährend Stabtomaten zwingend beschnitten werden müssen, sparen ungeschnittene Sorten wie Wildtomaten viel Pflegeaufwand im Garten.
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