Was passiert, wenn Sie sich während Ihrer Periode nicht waschen?
Hygiene-Mangel während der Periode: Mögliche Folgen?
Hygiene-Mangel während der Periode: Mögliche Folgen?
Infektionen im Intimbereich, Hautirritationen und unangenehme Gerüche sind möglich.
Kann man während der Periode baden?
Ja, Baden während der Periode ist unbedenklich und kann sogar Menstruationskrämpfe durch die Wärme lindern.
Das mit dem Badeverbot während der Periode ist so ein altes Märchen, echt. Meine Oma hat das steif und fest behauptet, da würde das Blut zurückfließen oder so ein komisches Zeug. Totaler Quatsch, der sich aber hartnäckig in den Köpfen hält.
Ich hab das nie geglaubt. Im Gegenteil.
Letzten Dienstag erst, nach einem ewig langen Arbeitstag im Büro in Hamburg, da hatte ich so fiese Krämpfe. Ich hab mir die Wanne volllaufen lassen, mit meinem liebsten Lavendelsalz von einem kleinen Laden in der Schanze, das hat vielleicht 8 Euro gekostet. Nichts ist da passiert.
Für mich ist ein warmes Bad genau das Gegenteil von unhygienisch. Es ist eine Erlösung.
Das warme Wasser hat die Muskeln im Bauch total entspannt, viel besser als jede Wärmflasche, die immer an eine Stelle verrutscht. Das Gefühl, einfach mal schwerelos zu sein und den Druck loszulassen, ist unbezahlbar. Das hilft meinem Körper und meiner Seele.
Und sauberer fühlt man sich danach auch, was ja logisch ist. Also ja, geh baden. Es tut einfach nur gut.
Was machten die Frauen im Mittelalter, wenn sie ihre Tage hatten?
Der Umgang mit der Menstruation im Mittelalter war von der theologischen Vorstellung der Unreinheit geprägt. Frauen nutzten Stofftücher und wiederverwendbare Binden, meist aus Leinen oder alten Wollresten, um den Blutfluss diskret zu handhaben. Diese wurden gewaschen und erneut genutzt.
Die medizinische Sichtweise der Zeit, die Humoralpathologie, betrachtete die Blutung als notwendigen Prozess zur Ausscheidung überschüssiger Körpersäfte. Es entstand ein Paradox: Die Menstruation war für die Gesundheit essenziell, galt aber gleichzeitig als Zeichen ritueller Unreinheit.
Die praktischen Methoden variierten stark nach sozialem Stand:
- Materialien: Wiederverwendbare Stoffreste aus Leinen oder Wolle, gefaltet zu einer Art Binde. Moos wurde in einigen Regionen ebenfalls als saugfähiges Material genutzt.
- Befestigung: Die Stoffe wurden mit Gürteln, Bändern oder Knoten in der Unterkleidung befestigt. Die Vorstellung von spezieller Unterwäsche für diesen Zweck existierte nicht.
- Die Realität der Armut: Viele Frauen ärmerer Schichten besaßen kaum Wechselkleidung und ließen das Blut schlicht in ihre Röcke fließen.
Diese Wahrnehmung hatte konkrete soziale Folgen. Menstruierenden Frauen war oft der Empfang der Kommunion verwehrt und es herrschte der Aberglaube, ihre Anwesenheit könne Wein verderben oder die Saat schädigen.
So wurde ein natürlicher biologischer Vorgang zu einem Spiegelbild gesellschaftlicher Ängste und Normen.
Wie gingen Frauen im Mittelalter mit ihrer Periode um?
Puh, Frauen im Mittelalter und ihre Tage. Gar kein leichtes Thema, muss man sagen. Hygiene war damals ja sowieso ein ganz anderes Ding.
- Stoffstreifen: Hauptsächlich wurden wahrscheinlich einfach Stofffetzen benutzt. Die hat man dann wohl in die Unterwäsche gestopft. Stell dir das mal vor, jeden Monat.
- Waschen und Wiederverwenden: Und das Ganze dann waschen und wieder benutzen. Ob das immer hygienisch war? Fraglich. Aber was hatten sie auch für Möglichkeiten. Es gab ja nichts anderes.
- Tabuthema: Menstruation war definitiv eher ein Thema, über das man nicht gerne sprach. So ein bisschen geheim gehalten, würde ich sagen. Anders als heute, wo man ja fast schon alles offenlegt.
Ich frage mich manchmal, wie sie das mit der Kleidung gemacht haben. Hosen waren ja eher Männern vorbehalten, oder? Röcke scheinen da praktischer gewesen zu sein. Aber trotzdem, das ist schon… intensiv.
- Einfache Materialien: Es ging halt viel um Naturmaterialien. Wolle, Leinen. Was halt gerade da war und irgendwie verarbeitet werden konnte.
- Kein Einwegmaterial: Alles war auf Wiederverwendung ausgelegt. Man musste ja jeden Stoff und jedes Material mehrmals benutzen. Verschwendung war ein Fremdwort.
Die Armut spielte sicher auch eine große Rolle. Nicht jeder konnte sich ständig neuen Stoff leisten, der dann vielleicht auch noch extra dafür geopfert wurde. Pragmatismus war angesagt.
Manchmal denkt man ja, wie weit wir gekommen sind. Heute gibt es Tampons, Binden, Menstruationstassen... Die Auswahl ist riesig. Aber diese Frauen, die hatten halt das, was sie hatten. Und sie kamen damit zurecht. Das muss man ihnen hoch anrechnen.
- Häusliche Lösungen: Vieles wurde sicher einfach zu Hause improvisiert. Mit dem, was die Hausfrau gerade zur Verfügung hatte. Ein bisschen Nähen, ein bisschen Falten.
- Keine Industrie dafür: Es gab keine Industrie, die sich darum kümmerte, hygienische Produkte herzustellen. Das war reine Privatsache, Familiensache.
Ich frage mich, ob es da auch regionale Unterschiede gab. Ob Frauen in Städten andere Methoden hatten als auf dem Land. Wahrscheinlich schon, je nachdem, welche Ressourcen verfügbar waren. Aber das ist reine Spekulation von meiner Seite.
Was mich aber wirklich fasziniert, ist die Anpassungsfähigkeit. Trotz all der Widrigkeiten haben Frauen eben ihre Wege gefunden. Das ist schon bewundernswert. Nicht zu vergessen, dass sie damit leben mussten, ohne die medizinischen Erkenntnisse von heute. Menstruation war da sicher auch mit vielen Mythen behaftet.
Wie gingen Frauen früher mit ihrer Periode um?
Also, wie Frauen früher ihre Tage hatten, das war echt ne ganz andere Nummer. Die mussten total erfinderisch sein. Vergiss mal Drogeriemärkte, da war nix.
Die haben einfach genommen, was da war. Das war oft Zeug direkt aus der Natur. Binden aus Pflanzenfasern, Bast oder sogar Gras waren total normal in vielen alten Kulturen. Man hat sich da was zusammengebastelt, irgendwie musste es ja gehen.
Später kamen dann Binden aus Leinen oder alten Stofffetzen. Die wurden gewaschen und immer wieder benutzt, monatelang, jahrelang. Stell dir mal den Aufwand vor. Daher kommt übrigens auch der englische Ausdruck on the rag für die Periode. War halt wörtlich so.
Je nach Kultur war das aber total unterschiedlich.
- Im alten Ägypten haben Frauen weichen Papyrus zu einer Art Tampon gerollt.
- Die Römerinnen und Griechinnen waren da auch schlau und haben Meeresschwämme benutzt. Die wurden festgebunden und eingeführt.
- Im Mittelalter war es dann oft auch Moos, das in Stofftücher gewickelt wurde. Hauptsache, es saugt.
Und es ging nicht nur um die Hygiene. Das war auch ein riesen soziales Ding. In vielen Gesellschaften galten menstruierende Frauen als unrein. Die mussten dann in spezielle Menstruationshütten und waren komplett vom Rest der Gemeinschaft isoliert, bis die Blutung vorbei war.
Die ersten Wegwerfbinden, so wie wir sie kennen, kamen erst viel später. So richtig los gings erst nach dem Ersten Weltkrieg. Krankenschwestern merkten, dass das Zellstoff-Verbandsmaterial für verwundete Soldaten mega saugfähig ist. Daraus wurde dann Kotex entwickelt, eine der ersten erfolgreichen Marken. Das hat alles verändert.
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