Wann sollte man nicht Haarefärben?

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Vom Haarefärben ist bei empfindlicher, gereizter oder verletzter Kopfhaut abzuraten. Auch für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren sowie bei bekannten Allergien gegen Inhaltsstoffe sind Haarfarben tabu. Tipp: Waschen Sie Ihr Haar nicht direkt vor der Anwendung, um die Kopfhaut zu schonen.
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Wann sollte man Haare nicht färben: Gründe und Kontraindikationen?

Früher, als Kind, hab ich das schon gemerkt: Wenn die Kopfhaut juckt oder so empfindlich ist, Finger weg von Chemie. Das gilt auch für Teenager, da ist die Haut oft sowieso auf Krawall gebürstet. So ein paarellt mit der Farbe könnte da echt böse enden, weil die Haut einfach noch nicht so robust ist.

Eigentlich ist das ganz logisch, oder? Bevor man die Haare färbt, nicht waschen. Das natürliche Fett auf der Kopfhaut ist wie eine Schutzschicht, wie ein kleiner Bodyguard. Dann ist das nicht so eine direkte Attacke auf die Haut, wenn die Farbe draufkommt. Spart man sich einiges an Ärger und Brennen.

Warum nicht nasse Haarefärben?

Das Färben von Haaren auf nasser Basis mag auf den ersten Blick verlockend erscheinen, birgt aber eine Reihe von Tücken, die das Endergebnis nachhaltig beeinträchtigen können. Wasser ist ein bekannter Verdünner, und dies gilt in besonderem Maße für chemische Farbprozesse.

Die grundlegende Problematik liegt in der Kapillarstruktur des Haares. Nasses Haar ist aufgequollen, seine Kutikula, die äußere Schutzschicht, steht weiter offen. Dies mag intuitiv nach einer besseren Aufnahme der Farbe schreien, doch die Realität ist nuancierter.

Einige Kernaspekte, die gegen das Färben nasser Haare sprechen:

  • Verdünnung des Farbpigments: Wasser verdünnt die Farbcreme. Dies führt zu einer insgesamt schwächeren Konzentration der Farbpigmente, die in das Haar eindringen können. Stellen Sie es sich wie das Versuch vor, Tinte in Wasser aufzutragen – die Farbe wird blasser.
  • Ungleichmäßige Aufnahme: Während die aufgequollene Kutikula theoretisch eine tiefere Penetration ermöglichen könnte, kann die ungleichmäßige Verteilung von Wasser auf dem Haar zu fleckigen Ergebnissen führen. Bestimmte Bereiche nehmen mehr Wasser auf als andere, was zu einem unregelmäßigen Farbton führt.
  • Geringere Haltbarkeit: Da die Pigmente nicht optimal aufgenommen werden und die Farbmoleküle weniger stabil im Haar gebunden sind, ist die Wahrscheinlichkeit von schnellerem Ausbleichen erheblich höher. Die Farbe "wäscht sich schneller raus", quasi.
  • Beeinträchtigung der chemischen Reaktion: Die Farbstoffe im Haarfarben reagieren chemisch mit dem Haar, um die gewünschte Farbe zu erzielen. Wasser kann diese chemischen Reaktionen stören oder verlangsamen, was zu einem suboptimalen Färbeergebnis führt.
  • Herausforderungen bei der Anwendung: Nasses Haar ist schwerer zu handhaben und zu scheiteln. Dies erschwert eine präzise und gleichmäßige Applikation der Farbe, was wiederum zu Streifen oder ungleichmäßigen Farbübergängen führen kann.

Man könnte sagen, das Haar ist wie ein Schwamm, der bereits mit Wasser vollgesogen ist – er kann weniger von der gewünschten Farbe aufnehmen. Die optimale Grundlage für ein Haarfärbeergebnis ist daher trockenes, sauberes Haar. Hierbei sollte die Sauberkeit nicht verwechselt werden mit "gestyltem" Haar. Eine leichte Schicht an natürlichen Ölen auf dem Haar kann sogar einen gewissen Schutz für die Kopfhaut bieten. Die Farbe kann besser wirken und das Ergebnis ist konsistenter und langanhaltender.