Wann ist es nächste Vollmond?
Wann ist der nächste Vollmond? Der Mondzyklus im Mai 2026
Die Frage wann ist der nächste vollmond beschäftigt Astronomiebegeisterte regelmäßig bei der Planung von Himmelsbeobachtungen. Das Verständnis der genauen Mondphasen schützt vor verpassten Fotogelegenheiten in klaren Nächten. Wer die monatlichen Verschiebungen des Mondkalenders aufmerksam verfolgt, bestimmt den optimalen Beobachtungszeitpunkt am Nachthimmel fehlerfrei und nutzt die astronomischen Besonderheiten für eigene Entdeckungen.
Der nächste Vollmond am Himmel: Datum und Uhrzeit im Überblick
Falls du dich fragst, wann ist der nächste vollmond: Er steht am Sonntag, dem 31. Mai 2026, am Nachthimmel und erreicht seine maximale Beleuchtung exakt um 10:45 Uhr Mitteleuropäischer Sommerzeit (MESZ). [1] Da dieser Zeitpunkt in die hellen Vormittagsstunden fällt, bietet sich die beste Beobachtungszeit in Mitteleuropa vor allem in der vorhergehenden Nacht vom 30. auf den 31. Mai sowie am späten Abend des Sonntags nach Mondaufgang. Der Mond wandert dabei durch das Sternbild Skorpion.
Wer wissen will, wie lange dauert ein mondzyklus: Er dauert im Durchschnitt ungefähr 29,5 Tage von Vollmond zu Vollmond. [2] Da unsere Kalendermonate fast alle länger sind als diese Spanne, verschieben sich die Termine im Laufe des Jahres kontinuierlich nach vorne. Ich erinnere mich noch gut an meine Anfänge in der Hobby-Astronomen-Szene, als ich fälschlicherweise dachte, ein Vollmond müsste immer exakt im Abstand von vier Wochen auftreten. Erst nach ein paar verpassten Fotogelegenheiten und frostigen Nächten im Garten begriff ich die synodische Periode des Mondes wirklich. Diese zeitliche Verschiebung führt in seltenen Fällen zu astrophysikalischen Besonderheiten, die genau in diesem Monat sichtbar werden.
Zwei Vollmonde in einem Monat: Was bedeutet der Blaumond im Mai 2026?
Wenn innerhalb eines einzigen Kalendermonats zwei Vollmonde auftreten, wird das zweite Ereignis im Volksmund als Blauer Mond oder Blue Moon bezeichnet. Dies ist ein rein kalendarisches Phänomen und hat keinerlei Einfluss auf die tatsächliche Färbung des Erdtrabanten. Der Mond leuchtet wie gewohnt in seinem typischen aschgrauen und gelblichen Licht.
Statistisch gesehen kommt ein solcher Blaumond nur etwa alle 2,5 Jahre vor. Der Grund dafür ist die mathematische Differenz zwischen dem Mondzyklus und dem gregorianischen Kalender. Während der Mai 2026 bereits am 1. Mai um 19:23 Uhr MESZ seinen ersten Vollmond (den sogenannten Blumenmond) erlebte, reicht die verbleibende Zeit des Monats exakt aus, um den Zyklus noch ein zweites Mal zu vollenden. Seien wir ehrlich: Wer bei dem Begriff ein echtes kosmisches Farbspektakel erwartet, wird meist enttäuscht. In der Realität ist es einfach ein wunderbarer Zufall unserer Zeitrechnung, der uns eine zusätzliche helle Nacht schenkt.
Zusätzliche Besonderheit: Der Mikromond im Mai
Neben dem Status als Blaumond bringt der 31. Mai noch ein zweites Merkmal mit sich: Es handelt sich um einen sogenannten Mikromond. Die Umlaufbahn des Mondes um die Erde ist keine perfekte Kreisbahn, sondern eine Ellipse. Befindet sich der Mond an seinem erdfernsten Punkt (Apogäum) und fällt dieser Zeitpunkt mit der Vollmondphase zusammen, spricht man von einem Mikromond.
Ein Mikromond erscheint von der Erde aus betrachtet etwa 14% kleiner und rund 30% lichtschwächer als ein Supermond, bei dem der Vollmond besonders nah an der Erde steht.[3] Mit dem bloßen Auge - und das überrascht viele Gelegenheitsbeobachter immer wieder - ist dieser Unterschied ohne direkten fotografischen Vergleich kaum wahrnehmbar. Für das menschliche Gehirn wirkt der Mond am Horizont wegen der optischen Täuschung, der sogenannten Mondtäuschung, ohnehin immer riesig, ganz egal wie weit er physikalisch entfernt ist.
Der vollständige Vollmond-Kalender für das restliche Jahr 2026
Um zukünftige Nachtfotografien, Wanderungen oder nächtliche Beobachtungen besser planen zu können, hilft ein Blick auf die kommenden Monate. Der Mondkalender zeigt für die zweite Jahreshälfte eine stabile Abfolge von kosmischen Ereignissen, bei denen sich die Uhrzeiten des exakten Maximums stark unterscheiden.
Mondphasen-Vorschau: Alle Vollmonde im Jahr 2026
Hier ist die Übersicht aller verbleibenden Vollmond-Termine für das Jahr 2026 in Mitteleuropa inklusive der exakten Uhrzeiten.Sommer-Vollmonde 2026
Freitag, 28. August 2026 um 06:18 Uhr MESZ (Stör-Mond)
Mittwoch, 29. Juli 2026 um 16:35 Uhr MESZ (Bockmond)
Dienstag, 30. Juni 2026 um 01:57 Uhr MESZ (Erdbeermond)
Herbst-Vollmonde 2026
Dienstag, 24. November 2026 um 15:53 Uhr MEZ (Bibermond)
Montag, 26. Oktober 2026 um 05:12 Uhr MEZ (Jägermond)
Samstag, 26. September 2026 um 18:49 Uhr MESZ (Erntemond)
Winter-Vollmond 2026
Donnerstag, 24. Dezember 2026 um 02:28 Uhr MEZ (Kalter Mond)
Die Sommer-Vollmonde stehen aufgrund der Achsneigung der Erde generell recht tief am Horizont, was ideale Bedingungen für atmosphärische Verfärbungen beim Aufgang bietet. Der Vollmond im Dezember fällt im Jahr 2026 exakt auf den Heiligabend und bildet als spektakulärer Winter-Vollmond den astronomischen Abschluss des Jahres.Hinter den Kulissen: Christians Kampf mit dem perfekten Vollmond-Foto
Christian, ein leidenschaftlicher Hobbyfotograf aus München, wollte unbedingt den Vollmond hinter den Türmen der Frauenkirche einfangen. Er plante seinen Ausflug akribisch nach einem Standard-Onlinekalender, vergaß dabei jedoch die genaue Uhrzeit des Mondaufgangs für seinen konkreten Standort zu prüfen.
Bei seinem ersten Versuch im Frühjahr stand er ab 20:00 Uhr mit schwerem Stativ und Teleobjektiv bei eisigem Wind auf einer Brücke. Vor Kälte zitternd stellte er fest, dass der Mond durch die umliegende Topografie und Gebäude erst fast zwei Stunden später sichtbar wurde - da stand er bereits viel zu hoch für das geplante Bild.
Nach dieser frustrierenden Erfahrung passte er seine Strategie an. Statt nur auf das Datum zu schauen, nutzte er eine astronomische App, um den exakten Winkel und die standortspezifische Aufgangszeit für den Mai-Vollmond zu berechnen.
Am Ende zahlte sich die Mühe aus: Christian erwischte das perfekte Zeitfenster von nur 15 Minuten, in dem der leicht rötlich schimmernde Mond exakt zwischen den Kirchtürmen emporstieg, und sicherte sich so sein bestes Astrofoto des Jahres.
Empfohlene Lektüre
Warum ist die Uhrzeit des Vollmonds im Mai am Vormittag angegeben?
Die astronomische Phase des Vollmonds beschreibt den exakten Moment, in dem Sonne und Mond sich von der Erde aus gesehen direkt gegenüberstehen. Da sich die Himmelskörper kontinuierlich bewegen, wird dieser geometrische Punkt oft mitten am Tag erreicht, weshalb der Mond in den Nächten davor und danach für uns am vollsten wirkt.
Wird der Blaumond am 31. Mai 2026 wirklich blau leuchten?
Nein, der Mond behält seine ganz normale Farbe. Die Bezeichnung Blauer Mond ist ein historischer Begriff aus dem englischsprachigen Raum für einen zweiten Vollmond innerhalb eines Monats und hat keinen optischen Hintergrund.
Wie lange dauert ein vollständiger Mondzyklus genau?
Ein synodischer Mondmonat, also der Zeitraum von einem Vollmond zum nächsten, dauert im Durchschnitt genau 29 Tage, 12 Stunden und 44 Minuten. Deshalb verschieben sich die Termine in unseren ungleich langen Kalendermonaten jedes Jahr.
Kernbotschaft
Nächster Termin am MonatsendeDer kommende Vollmond findet am Sonntag, dem 31. Mai 2026, um 10:45 Uhr Sommerzeit im Sternbild Skorpion statt.
Seltenes Kalenderphänomen nutzenDa es sich um den zweiten Vollmond im selben Monat handelt, wird er als Blaumond bezeichnet - die nächste Gelegenheit dieser Art ergibt sich erst wieder in etwa 2,5 Jahren.
Geringere Helligkeit einplanenAls Mikromond ist der Erdtrabant an diesem Tag auf seiner Umlaufbahn besonders weit von uns entfernt, wodurch er rund 30% weniger Licht zur Erde wirft als bei einem Supermond.
Referenzinformationen
- [1] Starwalk - Der nächste Vollmond steht am Sonntag, dem 31. Mai 2026, am Nachthimmel und erreicht seine maximale Beleuchtung exakt um 10:45 Uhr Mitteleuropäischer Sommerzeit (MESZ).
- [2] En - Ein Mondzyklus von Vollmond zu Vollmond dauert im Durchschnitt ungefähr 29,5 Tage.
- [3] Mos - Ein Mikromond erscheint von der Erde aus betrachtet etwa 14% kleiner und rund 30% lichtschwächer als ein Supermond, bei dem der Vollmond besonders nah an der Erde steht.
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