Warum fliegt Starlink in Reihe?

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SpaceX setzt warum fliegen starlink satelliten in einer reihe Satelliten zunächst in 300 Kilometern Höhe aus. Diese Vorsichtsmaßnahme lässt defekte Geräte schnell verglühen und vermeidet Weltraumschrott. Funktionstüchtige Satelliten nutzen Ionentriebwerke für den Aufstieg auf ihre Betriebshöhe von 550 Kilometern. Dieser Prozess dauert mehrere Wochen. Während dieser langen Aufstiegsphase fliegen die Satelliten noch relativ eng beieinander.
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Starlink: Warum die Satelliten anfangs in Reihe fliegen

Die Beobachtung von Satelliten am Nachthimmel sorgt oft für Staunen. Die Formation ist jedoch kein dauerhafter Zustand, sondern ein technischer Prozess nach dem Start. Wer warum fliegen starlink satelliten in einer reihe kennt, versteht die Sicherheitsmaßnahmen im All besser. Erfahren Sie hier mehr über die cleveren Mechanismen hinter diesem faszinierenden Himmelsphänomen.

Das Phänomen am Nachthimmel verstehen

Starlink-Satelliten fliegen in der ersten Zeit nach dem Start in einer Reihe, weil sie alle gemeinsam aus einer einzigen Trägerrakete im Weltraum ausgesetzt werden. Da sie dieselbe initiale Flugbahn teilen, ziehen sie zunächst wie eine glitzernde Lichterkette über das Firmament. Das ist völlig normal.

Aktuell umkreisen mehr als 10.000 Starlink-Satelliten die Erde. Ein Raketenstart bringt typischerweise 20 bis 29 Satelliten gleichzeitig ins All. Aber es gibt einen oft missverstandenen Grund, warum sie anfangs so extrem hell leuchten - ich verrate diese physikalische Besonderheit im Abschnitt über die Sonnenreflexion weiter unten.

Ehrlich gesagt, als ich diese starlink formationsflug nach start zum ersten Mal sah, dachte ich kurz an eine außerirdische Invasion. Mein Nacken schmerzte vom ständigen Hochschauen in die Dunkelheit. Ich versuchte anfangs, das Spektakel zu fotografieren. Das war ein Fehler. Das Bild blieb schwarz. Erst nach einigen vergeblichen Versuchen mit manuellen Belichtungszeiten - und ziemlich kalten Fingern - verstand ich die technische Schwierigkeit.

Der lange Weg zur endgültigen Umlaufbahn

Aussetzen in niedriger Höhe

SpaceX setzt die Geräte bewusst in einer sehr niedrigen Höhe von etwa 300 Kilometern aus. Warum diese Vorsichtsmaßnahme? Falls ein System nach dem Start defekt ist, zieht die Schwerkraft es schnell wieder nach unten. Es verglüht sofort. So wird gefährlicher Weltraumschrott vermieden. Ziemlich clever.

Der langsame Aufstieg

Die funktionstüchtigen Einheiten nutzen dann kleine Ionentriebwerke. Sie klettern damit auf ihre Betriebshöhe von rund 550 Kilometern. Dieser Aufstieg dauert oft mehrere Wochen. Während dieser langen Phase fliegen sie noch relativ eng beieinander.

Die Auflösung: Warum leuchten sie so hell?

Hier ist der kritische Faktor, den ich vorhin erwähnt habe: Die Satelliten haben keine eigenen Scheinwerfer (obwohl einige Beobachter das fest glauben). Sie reflektieren lediglich das Sonnenlicht. In den ersten Tagen fangen die riesigen Solarpaneele das Licht der Sonne ein und werfen es auf die dunkle Erde zurück. Ein optischer Trick.

Selten sieht man am Nachthimmel ein so irritierendes Spektakel. Wenn man abends draußen sitzt und plötzlich eine schnurgerade Linie leuchtender Punkte lautlos über das Firmament zieht, ist es verständlich, dass selbst rationale Menschen für einen Moment ihren Augen nicht trauen wollen und nach übernatürlichen Erklärungen suchen.

Viele Menschen - und das passiert weltweit bei fast jedem Start - rufen bei Sichtung sogar besorgt die Polizei an. Sobald die Satelliten jedoch ihre Zielhöhe erreichen, verändern sie ihre Neigung. Die Perlenkette löst sich auf. Das Spektakel ist vorbei.

Starlink vs. Traditionelle Satelliten

Um das Konzept der Perlenkette besser zu begreifen, hilft ein direkter Vergleich der Infrastruktur im Weltraum.

Starlink (Niedrige Erdumlaufbahn)

• Sehr gering, ideal für schnelle Internetverbindungen

• In den ersten Wochen nach dem Start als leuchtende Kette erkennbar

• Ein gigantischer Schwarm aus Tausenden von kleinen Einheiten

• Sehr niedrig, typischerweise rund 550 Kilometer über der Erde

Geostationäre Satelliten

• Deutlich spürbar, was oft zu Pausen bei Anrufen führt

• Für das bloße Auge von der Erde aus völlig unsichtbar

• Einzelne, extrem große und schwere Anlagen

• Sehr hoch, etwa 36000 Kilometer entfernt

Während geostationäre Systeme aus 36000 Kilometern Höhe riesige Flächen abdecken können, setzt Starlink auf Erdnähe.[5] Das erfordert den ständigen Start neuer Gruppen, was uns die charakteristische Linie am Himmel beschert.

Die vermeintliche Invasion über München

Thomas, ein 42-jähriger Familienvater aus München, stand an einem lauen Sommerabend beim Grillen im Garten. Plötzlich bemerkte er eine exakte Linie heller Lichter, die völlig geräuschlos über sein Haus zog. Er geriet in leichte Panik und dachte sofort an fremde Flugobjekte.

Sein erster Reflex war, die lokale Polizei anzurufen. Er stotterte aufgeregt ins Telefon und versuchte, die seltsame Formation zu beschreiben. Der Beamte am anderen Ende seufzte jedoch nur müde, da an diesem Abend bereits vierzig ähnliche Anrufe eingegangen waren.

Nach dem leicht peinlichen Telefonat begann Thomas intensiv im Internet zu recherchieren. Er stieß auf Beiträge über SpaceX und begriff, dass er nur einen frischen Satellitenstart beobachtet hatte. Er ärgerte sich über seine voreilige Reaktion, verstand nun aber die Physik dahinter.

In der darauffolgenden Woche erklärte er seinen Nachbarn ruhig, dass die Lichter nur Geräte auf dem Weg zu ihrer 550 Kilometer hohen Zielumlaufbahn waren. Aus der anfänglichen Angst wurde so eine faszinierende astronomische Lektion für die gesamte Nachbarschaft.

Die wichtigsten Punkte

Gemeinsamer Startpunkt

Die Kette entsteht, weil rund 20 bis 29 Satelliten gleichzeitig ausgesetzt werden und anfangs dieselbe Flugbahn teilen. [6]

Optische Täuschung

Die Geräte leuchten nicht von selbst, sondern reflektieren in den ersten Tagen das Sonnenlicht extrem stark in Richtung Erde.

Schutzmechanismus

Der Start auf nur 300 Kilometern Höhe stellt sicher, dass defekte Einheiten schnell verglühen und keinen Weltraumschrott hinterlassen.

Fragensammlung

Wann verschwindet die Starlink Kette wieder?

Die Formation verliert sich normalerweise nach zwei bis vier Wochen. Sobald die Einheiten ihre finale Höhe erreichen und ihre Paneele vom Boden wegneigen, reflektieren sie kaum noch Licht. Sie verschmelzen dann mit dem dunklen Himmel.

Warum sehen Starlink Satelliten aus wie eine Kette?

Das liegt daran, dass Dutzende von ihnen gleichzeitig aus derselben Rakete entlassen werden. Sie folgen anfangs exakt derselben Flugbahn hintereinander her, bevor sie ihre eigenen kleinen Triebwerke nutzen, um sich über den Globus zu verteilen.

Können diese Satelliten auf mein Haus stürzen?

Nein, da besteht absolut kein Grund zur Sorge. Wenn ein Modul ausfällt, wird es von der Schwerkraft in die Atmosphäre gezogen und verglüht dort durch die extreme Reibungshitze komplett zu Staub.

Quellen

  • [5] En - Während geostationäre Systeme aus 36000 Kilometern Höhe riesige Flächen abdecken können, setzt Starlink auf Erdnähe.
  • [6] Spaceflightnow - Die Kette entsteht, weil rund 20 bis 29 Satelliten gleichzeitig ausgesetzt werden und anfangs dieselbe Flugbahn teilen.