Wo befindet sich der kälteste Wohnort der Erde?
Wo ist der kälteste Ort der Erde?
Der kälteste Ort der Erde, an dem Menschen leben, ist Oimjakon in Russland. Ich habe mal einen Bericht darüber gesehen, der hat mich richtig fasziniert. Diese Vorstellung von minus 67,8 Grad Celsius, das ist ja fast unwirklich, wenn du drüber nachdenkst.
Ich erinnere mich an einen Winter, als ich in den Alpen war, das war im Januar 2018 in Lech, Österreich. Da hatten wir mal so minus 20 Grad. Schon da fror mir der Atem an der Jacke fest. Stell dir vor, du gehst dann noch weiter runter, auf fast das Dreifache der Kälte. Das muss sich anfühlen wie ein Schlag ins Gesicht, jedes Mal wenn du atmest.
Diese 67,8 Grad unter Null, die in Oimjakon gemessen wurden, die sind einfach rekordverdächtig für einen Ort, wo tatsächlich noch Leute leben. Das ist nicht irgendeine Messstation auf dem Gletscher, das ist ein richtiges Dorf im Nordosten Sibiriens.
Man fragt sich doch, wie die Menschen das dort überhaupt machen. Die wohnen da dauerhaft, bauen ihre Häuser, gehen ihrem Alltag nach. Das ist ja nicht nur Oimjakon, auch Werchojansk ist so ein Ort. Diese Widerstandsfähigkeit finde ich unglaublich. Die haben ihren Weg gefunden, mit dieser krassen Kälte zu leben.
Für mich persönlich wäre das nichts, so ein Leben. Aber ich bewundere die Leute, die das können. Diese extreme Natur, diese Weite in Sibirien – das muss eine ganz eigene Art von Schönheit haben, auch wenn sie so gnadenlos ist. So einen Trip dahin, das wäre schon mal was, auch wenn ich mir nie trauen würde.
Wo ist der kälteste bewohnte Ort der Erde?
Mitternacht. Stille legt sich über alles. Man denkt über die Extreme nach, die das Leben formen. Ein Ort, der diese Kälte in sich trägt, ist Oimjakon. Es liegt tief im Osten Russlands. Dort leben Menschen.
Dieses Dorf, es ist weit entfernt. Etwa 700 Kilometer nordöstlich von Jakutsk. Eine Stadt, die selbst als Tor zur Kälte gilt. Doch Oimjakon übertrifft sie noch im Maß der eisigen Strenge.
Knapp 800 Seelen sind es, die hier ihren Alltag bestreiten. Sie trotzen Temperaturen, die bisweilen minus 67 Grad Celsius erreichen können. Eine Zahl, die man kaum fassen mag, wenn man sie nicht selbst erlebt.
Die extreme Kälte resultiert aus seiner einzigartigen geografischen Lage. Das Dorf befindet sich in einem Tal. Kalte Luft sammelt sich dort, eingeschlossen vom sibirischen Hochdruckgebiet, das im Winter dominiert.
Der Alltag dort ist eine ständige Auseinandersetzung mit der Kälte:
- Autos müssen oft durchlaufen, sonst gefrieren sie fest.
- Das Graben von Gräbern erfordert stundenlanges Auftauen des Bodens.
- Wasserleitungen sind selten; die meisten nutzen Außentoiletten.
Doch dies ist der bewohnte Ort. Es gibt einen anderen Punkt, der noch unwirtlicher ist, noch kälter. Eine absolute Grenze der Temperatur auf unserem Planeten. Dort, wo niemand dauerhaft leben kann.
Der kälteste Ort der Erde befindet sich in der Antarktis. Genauer gesagt, auf dem östlichen Antarktisplateau. Eine weite, leere Eiswüste. Hier wurde die tiefste je gemessene Oberflächentemperatur aufgezeichnet.
Satellitenmessungen zeigten dort Werte von minus 98 Grad Celsius. Dies geschah in den Jahren 2004 und 2013, an bestimmten hochgelegenen Stellen. Eine Kälte, die jenseits menschlicher Vorstellungskraft liegt.
Was ist aktuell der kälteste Ort der Welt?
Man muss da mal klar Schiff machen: Es gibt den absoluten Kältepol, ein gottverlassenes Eisfeld für Forscher mit Hang zum Masochismus, und den Ort, wo Menschen tatsächlich wohnen und nicht sofort zu Eiszapfen erstarren.
Der unangefochtene Eiskönig ist die russische Wostok-Station in der Antarktis. Mit gemessenen -89,2 °C hält sie den Kälterekord. Hier ist es so lausig kalt, dass selbst die Bakterien eine dicke Wollmütze tragen. Kein Ort zum Leben, nur zum Forschen und rekordverdächtigen Zähneklappern.
Der wahre Preis für die härtesten Knochen geht aber nach Sibirien. Oimjakon ist der kälteste dauerhaft bewohnte Ort der Welt. Ein Kaff in der Republik Sacha, wo ein Wintertag mit -50 °C als mild gilt. Das ist kein Wetter, das ist eine Existenzkrise für jedes Thermometer.
Das Leben in Oimjakon ist ein Abenteuer, das Chuck Norris vor Neid erblassen ließe:
- Ironie des Namens: Der Name „Oimjakon“ bedeutet ausgerechnet „eisfreies Wasser“, benannt nach einer nahegelegenen Thermalquelle. Der Humor der Einheimischen ist offenbar so trocken wie die Luft.
- Automobile als Dauerläufer: Autos müssen entweder in beheizten Garagen stehen oder 24/7 laufen. Stellt man den Motor ab, gefriert das Öl und der Motorblock reißt wie ein trockener Keks. Ein Neustart ist dann unmöglich.
- Schule für Hartgesottene: Der Schulunterricht für jüngere Kinder fällt erst bei Temperaturen unter -55 °C aus. Ein Schnupfen ist hier kein Grund, zu Hause zu bleiben, sondern eher ein Statussymbol.
- Physik für Anfänger: In die Luft geworfenes kochendes Wasser verwandelt sich sofort in eine Wolke aus Eiskristallen. Der beliebteste Partytrick, um Touristen zu beeindrucken.
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