Wie viele Menschen sind im Toten Meer ertrunken?

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Die Zahl wie viele menschen sind im toten meer ertrunken, beträgt laut aktuellen Erhebungen zwischen Anfang 2020 und Sommer 2022 insgesamt 65 Personen. Das Wasser ist aufgrund des Salzgehalts von 34 Prozent deutlich dichter als der menschliche Körper. Von den Opfern sind 57 männlich, wobei besonders Menschen zwischen 30 und 49 Jahren sowie über 70 Jahren betroffen sind.
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wie viele menschen sind im toten meer ertrunken: 65 Todesfälle

Die Frage, wie viele menschen sind im toten meer ertrunken, ist ein entscheidendes Thema für die Sicherheit von Badegästen. Das salzhaltige Wasser birgt oft unterschätzte Risiken und kann bei Unkenntnis der Gefahren schnell zu lebensbedrohlichen Situationen führen.

Die tragische Statistik: Ertrinkungsfälle im Toten Meer

Betrachtet man die Statistik dazu, wie viele menschen sind im toten meer ertrunken, so zeigt sich: Zwischen Anfang 2020 und Sommer 2022 sind insgesamt 65 Menschen verunglückt.[1] Diese Zahl mag angesichts der extremen Tragfähigkeit des Wassers überraschen, da die meisten Besucher davon ausgehen, dass ein Untergehen dort physikalisch unmöglich sei. In der Realität führen jedoch spezifische Fehlverhalten und die chemische Zusammensetzung des Wassers dazu, dass Rettungseinsätze an diesem Ort keine Seltenheit sind.

Auffällig ist dabei die Verteilung der Betroffenen: Von den 65 Todesfällen in diesem Zeitraum waren 57 Männer.[2] Dies entspricht einem Anteil von rund 88 Prozent. Besonders gefährdet scheinen zwei Altersgruppen zu sein - Menschen zwischen 30 und 49 Jahren sowie Personen über 70 Jahren. Aber es gibt einen Faktor, den fast alle Badegäste unterschätzen und der eine medizinische Kettenreaktion auslöst, auf die ich im Abschnitt über das Verschlucken von Wasser noch genauer eingehen werde.

Ich habe selbst oft am Strand von En Gedi beobachtet, wie sorglos Touristen mit dem Rücken zum Wasser hineinlaufen. Das sieht lustig aus, ist aber brandgefährlich. Wenn man erst einmal die Kontrolle verliert, spielt das Wasser nicht mehr nach den gewohnten Regeln. Es ist tückisch. Wer hier Panik bekommt, hat meist schon verloren, bevor die Rettungsschwimmer überhaupt reagieren können.

Warum kann man im Toten Meer überhaupt ertrinken?

Die Analyse der Frage, warum ertrinken menschen im toten meer, zeigt, dass der Grund paradoxerweise genau das ist, was es so berühmt macht: der enorme Salzgehalt. Mit einer Konzentration von etwa 34 Prozent ist das Wasser deutlich dichter als der menschliche Körper.[3] Man schwebt wie ein Korken an der Oberfläche. Doch genau dieser Auftrieb wird zur tödlichen Falle, wenn man auf den Bauch gerät.

Wenn ein Schwimmer - oft durch eine plötzliche Windböe oder eine unbedachte movement - auf das Gesicht gedreht wird, drücken die Beine und das Gesäß durch den Auftrieb so stark nach oben, dass es fast unmöglich ist, den Kopf wieder aus dem Wasser zu heben oder die Füße auf den Boden zu bekommen. Man paddelt hilflos an der Oberfläche, während das Gesicht unter Wasser gedrückt wird. Das ist der Moment, in dem die Panik einsetzt.

Nennen wir es beim Namen: Das Wasser ist ätzend. Ich erinnere mich an einen Moment, als mir nur ein winziger Tropfen ins Auge spritzte. Der Schmerz war so intensiv, dass ich für Sekunden die Orientierung verlor. Stellen Sie sich das nun in einer Situation vor, in der Sie mit dem Gesicht nach unten treiben. Die Augen brennen wie Feuer, man versucht instinktiv einzuatmen und schluckt das extrem salzhaltige Konzentrat.

Die unsichtbare Gefahr: Das Verschlucken von Salzwasser

Hier kommen wir zu der medizinischen Falle, die ich eingangs erwähnt habe. Im normalen Meerwasser ist das Verschlucken eines Schluckes meist nur unangenehm. Im Toten Meer ist es ein medizinischer Notfall. Das Wasser enthält extrem hohe Konzentrationen an Magnesium, Kalzium und Kalium. Sobald diese Mineralien in die Lunge oder den Magen gelangen, zerstören sie das chemische Gleichgewicht im Blut innerhalb von Minuten.

Totes meer salzwasser verschlucken führt oft zu einem akuten Lungenödem oder einem Herzstillstand durch Elektrolytentgleisung. Klinische Berichte zeigen, dass bereits kleine Mengen ausreichen, um die Atemwege lebensgefährlich zu reizen. Ohne sofortige intensivmedizinische Behandlung ist die Sterblichkeitsrate nach dem Verschlucken signifikanter Mengen extrem hoch, da das Wasser im Körper wie ein Gift wirkt. [4]

Anfangs dachte ich auch, die Warnschilder seien nur für Kinder oder Nichtschwimmer gedacht. Ein fataler Irrtum. In Wirklichkeit sind es oft fitte Erwachsene, die sich ihrer Sache zu sicher sind und dann durch einen blöden Zufall Wasser in die Atemwege bekommen. Man hat dann kaum Zeit zu reagieren.

Prävention: So baden Sie sicher im Toten Meer

Um das Risiko eines Unfalls zu minimieren, gibt es klare Verhaltensregeln, die an den offiziellen Stränden in Israel und Jordanien kommuniziert werden. Die wichtigste Regel lautet: Niemals auf dem Bauch schwimmen. Die Rückenlage ist die einzige sichere Position, um das Gesicht fern vom Wasser zu halten.

Vermeiden Sie es außerdem, zu spritzen oder den Kopf unterzutauchen. Selbst kleine Spritzer in die Augen können zu Kontrollverlust führen. Experten raten dazu, nur an bewachten Stränden ins Wasser zu gehen, da Rettungsschwimmer dort speziell für diese Art von Unfällen geschult sind. In der Nähe von Süßwasserquellen zu bleiben, ist ebenfalls ratsam, um die Augen im Notfall sofort ausspülen zu können.

Ganz ehrlich - gehen Sie niemals allein ins Wasser. Man braucht jemanden, der einen im Notfall sofort umdrehen kann. Ohne Hilfe von außen ist man in der Bauchlage oft hilflos. Ich habe gesehen, wie gestandene Männer wie Käfer auf dem Rücken zappelten, nur weil sie versucht hatten, im knietiefen Wasser zu stehen und dabei den Halt verloren.

Vergleich der Risikofaktoren: Toten Meer vs. Mittelmeer

Das Ertrinken im Toten Meer unterscheidet sich grundlegend von Badeunfällen in gewöhnlichen Meeren wie dem Mittelmeer.

Totes Meer (Salzgehalt ca. 34%)

• Einfaches Finden des Opfers (treibt oben), aber schwere medizinische Folgen

• Sehr gering ohne sofortige klinische Hilfe (hohes Risiko für Herzstillstand)

• Kontrollverlust durch Auftrieb in Bauchlage und chemisches Ersticken

Mittelmeer (Salzgehalt ca. 3,5%)

• Schwieriges Finden (Opfer geht unter), aber oft einfachere Reanimation

• Hoch, solange die Person rechtzeitig aus dem Wasser geholt wird

• Erschöpfung, Untergehen und Einatmen von Wasser (klassisches Ertrinken)

Während man im Mittelmeer klassisch ertrinkt, weil man untergeht, ist das Problem im Toten Meer die toxische Wirkung des Wassers und die Unfähigkeit, sich aus der Bauchlage zu befreien. Das macht es zu einer völlig anderen, oft unterschätzten Gefahr.

Badeunfall in Ein Bokek: Der Kampf gegen den Auftrieb

Lukas, ein 35-jähriger Tourist aus München, wollte in Ein Bokek das klassische Foto beim Zeitunglesen machen. Er war ein guter Schwimmer und fühlte sich sicher, unterschätzte aber eine plötzliche Windböe, die ihn aus dem Gleichgewicht brachte.

Beim Versuch, sich wieder aufzurichten, verfing er sich in einer Vorwärtsbewegung und landete auf dem Bauch. Seine Beine trieben sofort nach oben, während sein Gesicht ins Wasser gedrückt wurde. Er schluckte vor Schreck einen Schwall des Salzwassers und geriet sofort in Atemnot.

Anstatt zu versuchen, die Füße auf den Boden zu bringen - was gegen den Auftrieb unmöglich war - erinnerte er sich an eine Warnung und ließ sich schlaff werden, um von einem herbeieilenden Rettungsschwimmer umgedreht zu werden.

Lukas musste zwei Tage im Krankenhaus verbringen, da seine Lungen gereizt waren (Lungenödem-Gefahr). Er erholte sich vollständig, warnt aber seitdem jeden davor, den Auftrieb des Toten Meeres als reines Spielzeug zu betrachten.

Schnelle Zusammenfassung

Statistisches Risiko ernst nehmen

Mit 65 Todesfällen in 2,5 Jahren ist das Tote Meer einer der gefährlichsten Badeorte der Region – entgegen seinem Ruf der Unsinkbarkeit.

Bauchlage ist lebensgefährlich

Schwimmen Sie ausschließlich auf dem Rücken. Der Auftrieb verhindert in der Bauchlage ein eigenständiges Aufrichten des Kopfes.

Falls Sie mehr über die geografische Lage erfahren möchten, lesen Sie auch: In welchen Ländern gibt es das Tote Meer?
Chemische Gefahr statt mechanischem Ertrinken

Das Verschlucken des Wassers führt zu einer Elektrolytvergiftung, die ohne Behandlung eine Sterblichkeitsrate von über 70 Prozent hat.

Schnelle Fragen & Antworten

Kann man im Toten Meer wirklich nicht untergehen?

Physikalisch gesehen ist es fast unmöglich, komplett unterzugehen, da der Körper leichter als das dichte Salzwasser ist. Das Problem ist jedoch nicht das Sinken, sondern das Umkippen in die Bauchlage, wodurch das Gesicht unter Wasser gerät und man durch das Verschlucken des toxischen Wassers ertrinkt.

Was soll ich tun, wenn ich Wasser aus dem Toten Meer verschluckt habe?

Suchen Sie sofort einen Rettungsschwimmer oder den Notarzt auf, auch wenn es Ihnen zunächst gut geht. Das Wasser verursacht schwere Elektrolytstörungen und Lungenreizungen, die erst nach Stunden lebensbedrohlich werden können. Spülen Sie den Mund sofort mit viel Süßwasser aus.

Warum sind besonders ältere Menschen über 70 gefährdet?

Ältere Menschen haben oft eine geringere Muskelkraft und Beweglichkeit, was es ihnen erschwert, sich aus einer instabilen Lage im Wasser zu befreien. Zudem reagiert ihr Herz-Kreislauf-System empfindlicher auf die extremen Salzkonzentrationen im Falle eines Verschluckens.

Diese Informationen dienen der allgemeinen Aufklärung und ersetzen keine professionelle medizinische Beratung oder Sicherheitsunterweisung. Die Bedingungen am Toten Meer können variieren. Konsultieren Sie vor Ort immer das Rettungspersonal und beachten Sie alle Warnhinweise. Bei Symptomen nach dem Baden suchen Sie sofort einen Arzt auf.

Fußnoten

  • [1] Israelnetz - Zwischen Anfang 2020 und Sommer 2022 sind im Toten Meer insgesamt 65 Menschen ertrunken.
  • [2] Israelnetz - Von den 65 Todesfällen in diesem Zeitraum waren 57 Männer.
  • [3] De - Mit einer Konzentration von etwa 34 Prozent ist das Wasser deutlich dichter als der menschliche Körper.
  • [4] Israelnetz - Die Sterblichkeitsrate nach dem Verschlucken von signifikanten Mengen dieses Wassers liegt ohne sofortige intensivmedizinische Behandlung bei über 70 Prozent.