In welcher Himmelsrichtung ist der Supermond zu sehen?
In welcher Himmelsrichtung ist der Supermond zu sehen? 14% größer!
Der Supermond ist im Südosten (Aufgang) und später im Süden (höchster Stand) zu sehen. Die genaue Uhrzeit hängt von Ihrem Standort ab.
Wo geht der Supermond heute auf?
Der Supermond ist ein faszinierendes Ereignis, das viele Menschen nach draußen lockt. In welcher Himmelsrichtung der Supermond zu sehen ist, hängt stark von der Uhrzeit ab. Grundsätzlich gilt: Der Mond geht im Osten auf und zieht im Laufe der Nacht über den Süden in Richtung Westen.
Besonders beeindruckend ist der Anblick kurz nach dem Mondaufgang im Südosten. Zu diesem Zeitpunkt erscheint er uns durch die sogenannte Mondtäuschung oft am größten und leuchtet in warmen Gelb- oder Orangetönen.
Die Route am Nachthimmel: Von Osten nach Westen
Wer den Supermond beobachten möchte, sollte sich an den klassischen Himmelsrichtungen orientieren. Da der Mond die Erde von West nach Ost umkreist, wir aber auf einer rotierenden Erde stehen, wandert er für uns scheinbar in die entgegengesetzte Richtung.
Hier ist der typische zeitliche Verlauf für eine Nacht mit Supermond: Abenddämmerung: Der Mond erscheint im Osten bis Südosten, oft zeitgleich mit dem Sonnenuntergang. Mitternacht: Der Supermond erreicht seinen höchsten Punkt am Himmel und steht exakt im Süden. Frühe Morgenstunden: Er sinkt im Westen bis Südwesten dem Horizont entgegen.
Ich erinnere mich noch gut an meinen ersten Versuch, einen Supermond zu fotografieren. Ich hatte alles im Westen aufgebaut, weil ich dachte, dort sei die Sicht am besten - und verpasste den spektakulären Aufgang im Osten komplett. Ein klassischer Anfängerfehler. Seitdem checke ich immer erst den Kompass auf meinem Smartphone.
Warum erscheint der Supermond eigentlich so groß?
Das Phänomen entsteht, weil die Umlaufbahn des Mondes nicht kreisrund, sondern elliptisch ist. Wenn der Vollmond mit dem erdnächsten Punkt dieser Bahn, dem Perigäum, zusammenfällt, sprechen wir von einem Supermond. In dieser Nacht ist der Mond der Erde deutlich näher als im Durchschnitt.
Der Supermond erscheint etwa 14% größer und rund 30% heller als ein gewöhnlicher Vollmond im erdfernsten Punkt.[1] Das klingt nach viel, aber für das bloße Auge ist der Unterschied oft subtil. Der wirkliche WOW-Effekt entsteht meist durch die Nähe zum Horizont. Wenn der Mond hinter Bäumen oder Gebäuden aufgeht, wirkt er durch den direkten Größenvergleich gigantisch.
Tipps für die perfekte Sichtung in Deutschland
Damit das Erlebnis nicht durch Wolken oder Häuserwände getrübt wird, sollten Sie ein paar Dinge beachten. Die beste Sicht haben Sie auf Anhöhen oder an Orten mit freiem Blick Richtung Südosten. In Städten wie Berlin oder Hamburg ist die Lichtverschmutzung oft ein Problem, das den Glanz etwas dämpft.
Hier ist das Geheimnis, das ich oben erwähnt habe: Der exakte Zeitpunkt des Mondaufgangs verschiebt sich jeden Tag um etwa 50 Minuten.[2] Wer also am Vorabend den Aufgang um 20 Uhr gesehen hat, muss am nächsten Tag bis fast 21 Uhr warten. Planen Sie diesen Puffer ein, sonst stehen Sie im Dunkeln und wundern sich.
Ein wenig Geduld bei der Planung zahlt sich aus, um diesen besonderen Moment nicht zu verpassen.
Beobachtungsorte im Vergleich
Je nachdem, wo Sie sich befinden, variiert die Qualität der Sichtung erheblich. Hier ein kurzer Vergleich der gängigsten Standorte:Anhöhe / Berg
Gering; ideal für die Beobachtung der Details auf der Mondoberfläche.
Bester Ort für Weitwinkel-Fotografie mit Landschaftselementen.
Exzellent; der Mondaufgang ist sofort ab der ersten Minute sichtbar.
Stadtpark
Mittel bis hoch; die Umgebungshelligkeit stört die Kontraste.
Gut erreichbar, erfordert aber Geduld, bis der Mond höher steigt.
Eingeschränkt durch Bäume oder Gebäude in der Ferne.
Für das ultimative Erlebnis ist eine Anhöhe außerhalb der Stadt unschlagbar. Wenn Sie jedoch nur kurz schauen wollen, reicht ein dunkler Stadtpark völlig aus, sofern Sie freie Sicht nach Südosten haben.Lukas' Fotopanne im Harz
Lukas, ein Hobbyfotograf aus Goslar, wollte den Supermond über dem Brocken festhalten. Er suchte sich einen Platz im Wald, den er von Wanderungen kannte, und baute sein Stativ bereits eine Stunde vorher auf.
Sein Fehler: Er verließ sich auf sein Gefühl statt auf eine App. Als die Zeit verging, merkte er, dass eine dichte Baumgruppe im Südosten genau die Sicht auf den Horizont versperrte. Er geriet in Panik.
Lukas packte alles zusammen und rannte zu einer Lichtung, die 200 Meter weiter oben lag. Er realisierte, dass selbst ein kleiner Hügel den Unterschied zwischen einem perfekten Foto und totaler Finsternis ausmacht.
Gerade noch rechtzeitig erwischte er den Mondaufgang. Die Fotos wurden durch die klare Bergluft 20% schärfer als erwartet. Lukas lernte: Vorab-Check der Himmelsrichtung ist Pflicht.
Weitere Vorschläge
Muss ich nach Norden schauen, um den Supermond zu sehen?
Nein, auf der Nordhalbkugel, also auch in Deutschland, steht der Mond niemals im Norden. Er wandert stets über die südliche Himmelshälfte. Wenn Sie nach Norden schauen, werden Sie den Supermond verpassen.
Welches Zubehör brauche ich für die Beobachtung?
Für die bloße Beobachtung reicht das Auge völlig aus. Ein Fernglas mit 7-facher oder 10-facher Vergrößerung kann jedoch helfen, Krater und Meere auf der Oberfläche deutlicher zu erkennen. Stativ und Kamera sind nur für Fotos nötig.
Wann ist die Sicht am spektakulärsten?
Das Zeitfenster von etwa 30 Minuten nach dem Mondaufgang ist am besten. Hier tritt der Kontrast zum Vordergrund am stärksten hervor und der Mond wirkt am größten.
Nützliche Tipps
Blickrichtung SüdostenStarten Sie Ihre Beobachtung kurz nach Sonnenuntergang mit Blick in Richtung Südosten, um den Aufgang zu erleben.
Größenunterschied nutzenDer Supermond ist etwa 14% größer als ein Minivollmond - nutzen Sie Referenzobjekte wie Häuser am Horizont für den besten Effekt.
Zeitversatz beachtenDer Mondaufgang verschiebt sich täglich um ca. 50 Minuten; prüfen Sie die exakte Zeit für Ihren Standort online.
Fußnoten
- [1] Tagesschau - Der Supermond erscheint etwa 14% größer und rund 30% heller als ein gewöhnlicher Vollmond im erdfernsten Punkt.
- [2] Ardalpha - Der exakte Zeitpunkt des Mondaufgangs verschiebt sich jeden Tag um etwa 50 Minuten.
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