Wann weiß man, dass es die große Liebe ist?

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Die große Liebe erkennt man an einem tiefen Gefühl der Geborgenheit und Vertrautheit, an dem Wunsch nach einer gemeinsamen Zukunft und dem Gefühl, sich unvorstellbar ohne den anderen zu sein. Es ist ein umfassendes, positives Lebensgefühl, das weit über flüchtige Verliebtheit hinausgeht und sich in gegenseitigem Respekt und Verständnis manifestiert.

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Wann weiß man’s denn, diese große Liebe? Die Frage habe ich mir selbst schon so oft gestellt! Man liest ja so viel, hört so viel – und am Ende? Steht man da und guckt in den Spiegel, total verunsichert.

Geborgenheit und Vertrautheit, sagen sie. Stimmt schon, irgendwie. Ich erinnere mich an meinen Opa und meine Oma. Die haben sich – nun ja, die waren einfach da füreinander. Ein Blick, ein Lächeln, da war alles gesagt. Das war Geborgenheit pur, einfach, still, und unfassbar stark. So ein Gefühl… man möchte das doch für sich selbst auch finden, oder?

Eine gemeinsame Zukunft. Oh Gott, das ist ja fast schon beängstigend, wenn man ehrlich ist. Heißt das dann, gemeinsame Urlaubsplanung in fünf Jahren? Oder ein Haus mit Garten? Vielleicht auch nur den Wunsch, einfach alt zu werden, gemeinsam auf der Couch zu sitzen – mit einem Hund, vielleicht? Jedenfalls mehr als nur ein Wochenend-Trip nach Amsterdam.

Und dann dieses “unvorstellbar ohne den anderen sein”… Puh. Ich glaube, das ist der Knackpunkt. Nicht nur “ich mag ihn/sie sehr”, sondern wirklich: unvorstellbar. Als ich meinen besten Freund nach Argentinien ziehen sah, das war so ein Gefühl… ein Stück von mir war einfach weg. Und das, obwohl es “nur” Freundschaft war. Bei der großen Liebe muss es doch noch viel intensiver sein, oder? Wahrscheinlich fühlt man sich einfach… leer, ohne den anderen. Wie ein Puzzle, dem ein wichtiges Teil fehlt.

Es ist wohl mehr als nur Verliebtheit, das ist klar. Verliebtheit ist wie ein Feuerwerk, leuchtend, außergewöhnlich. Aber die große Liebe… das ist eher ein warmer Kamin, ein gemütliches Zuhause. Ein Ort, an dem man sich geborgen fühlt und an dem man einfach… man selbst sein kann. Mit all den Macken und Ecken und Kanten. Und das, da bin ich mir sicher, das baut sich langsam auf, Tag für Tag. Und vielleicht – vielleicht gibt es ja gar keine Formel dafür. Vielleicht muss man einfach nur mit offenen Augen und einem offenen Herzen durchs Leben gehen, und dann… dann passiert es vielleicht einfach.