Kann man Fertigrasen auf alten Rasen verlegen?

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Rollrasen findet auch auf altem Rasen ein neues Zuhause, doch Geduld ist gefragt. Der verdichtete Untergrund erschwert das Anwachsen, was die Belastbarkeit des neuen Grüns verzögert. Statt der üblichen sechs Wochen, braucht der Rasen länger, um fest anzuwurzeln. Eine sorgfältige Bodenvorbereitung ist daher essenziell für ein optimales Ergebnis.
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Rollrasen auf altem Rasen: Geht das und wie gelingt es optimal?

Der Wunsch nach einem satten, grünen Rasen ist verständlich. Doch wer bereits einen bestehenden Rasen besitzt, stellt sich oft die Frage: Kann man einfach neuen Rollrasen auf den alten legen? Die kurze Antwort lautet: Ja, aber nur unter bestimmten Voraussetzungen und mit sorgfältiger Vorbereitung. Ein simpler Überrasen bringt meist nicht den gewünschten Erfolg.

Der Hauptgrund liegt im Zustand des Untergrunds. Ein alter, bestehender Rasen ist oft verdichtet. Die Grasnarbe, der darunterliegende Boden und möglicherweise sogar Unkrautreste bilden eine undurchlässige Schicht. Diese verhindert, dass der neue Rollrasen ausreichend Wasser und Nährstoffe aufnehmen kann. Die Wurzeln des neuen Rasens haben Schwierigkeiten, in den verdichteten Boden einzudringen, was zu einem verzögerten Anwachsen und einer geringeren Belastbarkeit führt. Anstatt der üblichen sechs bis acht Wochen, bis der Rollrasen vollständig angewachsen ist und begehbar ist, kann dieser Prozess deutlich länger dauern – in extremen Fällen sogar Monate.

Vorbereitung ist der Schlüssel zum Erfolg:

Um ein optimales Ergebnis zu erzielen, ist eine gründliche Bodenvorbereitung unabdingbar. Dies beinhaltet mehrere Schritte:

  • Entfernung des alten Rasens: Ein komplettes Entfernen des alten Rasens ist ideal, aber aufwendig. Alternativ kann die vorhandene Grasnarbe stark vertikutiert werden. Dies lockert den Boden und entfernt abgestorbene Grasreste. Ein Vertikutierer ist hier unerlässlich. Wichtig ist, so tief wie möglich zu arbeiten, um die Verdichtung zu lösen.
  • Unkrautbekämpfung: Bestehende Unkräuter müssen gründlich beseitigt werden, da sie den neuen Rasen im Wachstum behindern. Eine chemische Unkrautbekämpfung sollte einige Wochen vor dem Verlegen des Rollrasens erfolgen. Biologische Methoden wie das Ausstechen sind ebenfalls möglich, aber arbeitsintensiver.
  • Bodenverbesserung: Nach dem Vertikutieren und der Unkrautbekämpfung sollte der Boden mit Sand und Kompost angereichert werden. Dies verbessert die Drainage, lockert den Boden weiter und liefert wichtige Nährstoffe für den neuen Rasen. Eine gründliche Bearbeitung mit einer Gartenfräse sorgt für eine optimale Durchmischung.
  • Ebnen des Bodens: Unebenheiten im Boden müssen unbedingt beseitigt werden, um ein gleichmäßiges Anwachsen des Rollrasens zu gewährleisten.
  • Bewässerung: Vor dem Verlegen des Rollrasens sollte der vorbereitete Boden ausreichend gewässert werden, um eine gute Haftung zu gewährleisten.

Nach dem Verlegen:

Auch nach dem Verlegen des Rollrasens ist eine regelmäßige und ausreichende Bewässerung entscheidend. Die ersten Wochen sind besonders wichtig, um das Anwachsen zu unterstützen. Vermeiden Sie in dieser Zeit das Betreten des Rasens, um die empfindlichen Wurzeln nicht zu beschädigen.

Fazit:

Rollrasen auf altem Rasen zu verlegen ist möglich, erfordert aber deutlich mehr Aufwand als das Verlegen auf frisch vorbereitetem Boden. Eine sorgfältige und gründliche Bodenvorbereitung ist der wichtigste Faktor für ein erfolgreiches Ergebnis. Wer diesen Aufwand scheut, sollte in Erwägung ziehen, den alten Rasen vollständig zu entfernen und von Grund auf neu anzulegen. Nur so ist ein schnelles und gleichmäßiges Anwachsen des neuen Rasens und die langfristige Freude an einem satten, grünen Rasen gewährleistet.