Wie holt man ein ärztliches Attest?
Wie holt man ein ärztliches Attest online?
Wer schnell eine Krankschreibung benötigt, findet über moderne Wege einen unkomplizierten Zugang zu medizinischer Betreuung. Informieren Sie sich im Voraus über die verschiedenen Möglichkeiten, um unnötige Wege zu vermeiden und die wie holt man ein ärztliches Attest rechtzeitig offiziell feststellen zu lassen.
Wie holt man ein ärztliches Attest?
Man kann ein ärztliches Attest heute auf verschiedenen Wegen erhalten - sei es klassisch vor Ort in der Praxis, digital über die Videosprechstunde oder ganz unkompliziert per Telefon. Die genaue Vorgehensweise hängt dabei von Ihren Symptomen, dem jeweiligen Anbieter und den aktuellen gesetzlichen Regelungen ab.
Die Krankschreibung per Video-Sprechstunde
Über zertifizierte Telemedizin-Plattformen wie die TeleClinic können Sie sich bequem von Zuhause aus krankschreiben lassen, ohne das Bett verlassen zu müssen. Nach einer kurzen digitaler Anmeldung schildern Sie Ihre Beschwerden und werden zeitnah zu einem Video-Gespräch mit einer Ärztin oder einem Arzt verbunden.
Die Mediziner prüfen im Rahmen des Gesprächs nach ihrem ärztlichen Ermessen, ob eine Arbeitsunfähigkeit vorliegt. Für Erstpatienten ist eine krankschreibung online erhalten auf diesem Weg in der Regel für bis zu 3 Tage möglich. Bei bekannten Patienten, die bereits in der Praxis oder beim Anbieter vorstellig waren, kann dieser Zeitraum auch länger ausfallen.
Die telefonische Krankschreibung beim Hausarzt
Seit Ende 2023 ist die telefonische krankschreibung hausarzt bei Hausärztinnen und Hausärzten wieder dauerhaft erlaubt, was vielen Patienten den Gang ins Wartezimmer erspart. Das setzt allerdings voraus, dass es sich um eine Erkrankung ohne schwere Symptome handelt und Sie der Praxis im Idealfall bereits bekannt sind.
Sie rufen morgens in der Praxis an, schildern Ihre Beschwerden und die Ärztin oder der Arzt entscheidet am Telefon, ob ein kurzes Gespräch ausreicht. Die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung wird anschließend direkt digital an Ihre Krankenkasse übermittelt.
Digitale Übermittlung und die Rolle der eAU
Egal ob via Video oder Telefon - der gelbe Zettel in Papierform gehört weitgehend der Vergangenheit an. Dank der elektronischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) wird die Krankmeldung direkt von der Arztpraxis oder dem Telemedizin-Anbieter an die Krankenkasse gesendet.
Für Sie als Arbeitnehmer bedeutet das: Sie müssen den Nachweis nicht mehr selbst an den Arbeitgeber schicken. Stattdessen sind Sie verpflichtet, Ihren Chef unverzüglich über die Arbeitsunfähigkeit sowie deren voraussichtliche Dauer zu informieren. Der Arbeitgeber ruft die Daten dann eigenständig bei der Krankenkasse ab.
Häufige Hürden und was wirklich zählt
Manchmal hakt es im digitalen Ablauf - etwa wenn die Versichertennummer nicht sofort eingelesen werden kann oder die Videosprechstunde wegen hoher Nachfrage Wartezeiten hat. Da ist etwas Geduld gefragt. Ganz ehrlich: Wenn es Ihnen richtig schlecht geht, ist der direkte Weg zum Hausarzt oder der Notfallpraxis oft stressfreier als der Versuch, mit Fieber am Smartphone ein Formular auszufüllen.
Die Wege zum ärztlichen Attest im Vergleich
Je nach Gesundheitszustand und Präferenz stehen Ihnen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, um an Ihre Krankschreibung zu gelangen.Telemedizin & Videosprechstunde (z. B. TeleClinic)
- Leichte Erkältungen, Infekte oder administrative Folgebescheinigungen
- Bis zu 3 Tage bei Erstkontakt, bei Folgebescheinigungen oft länger möglich
- Meist wenige Minuten bis zu einer Stunde am eigenen Bildschirm
- Smartphone oder PC mit Kamera und stabile Internetverbindung
Telefonische Krankschreibung (Hausarzt)
- Bekannte leichte Erkrankungen ohne schwere Begleitsymptome
- Bis zu 5 Kalendertage bei bekannten Patienten
- Abhängig von der Erreichbarkeit der Hausarztpraxis am Telefon
- Man muss der Praxis bereits bekannt sein
Klassischer Praxisbesuch vor Ort
- Schwere Infekte, unklare Schmerzen oder physische Untersuchungen
- Individuell nach ärztlicher Untersuchung, oft bis zu 14 Tage am Stück
- Kann im Wartezimmer je nach Andrang von 20 Minuten bis zu mehreren Stunden dauern
- Physische Anreise zur Praxis
Jonas und der plötzliche Infekt am Montagmorgen
Jonas, ein 32-jähriger Projektmanager aus Stuttgart, wacht am Montagmorgen mit starken Halsschmerzen und Fieber auf. Der Gedanke, sich mit brummendem Schädel ins überfüllte Wartezimmer des Hausarztes zu setzen, stresst ihn enorm.
Er erinnert sich an die Option der Online-Videosprechstunde und öffnet die TeleClinic-App auf seinem Smartphone. Nach kurzer Dateneingabe wartet er rund 20 Minuten im digitalen Wartezimmer.
Im Video-Gespräch schildert er seine Symptome; die Ärztin stellt eine akute Erkältung fest und stellt ihm eine Krankschreibung für 3 Tage aus.
Die Krankmeldung landet direkt im System seiner Krankenkasse, Jonas informiert seinen Vorgesetzten per E-Mail und kann sich ohne zusätzlichen Weg ins Bett legen.
Weitere Aspekte
Kann ich über die TeleClinic immer eine Krankschreibung bekommen?
Nein, ein Anspruch darauf besteht nicht. Ob eine Arbeitsunfähigkeit bescheinigt wird, entscheidet die Ärztin oder der Arzt im Video-Gespräch nach freiem medizinischen Ermessen.
Wie lange gilt die Krankschreibung per Video oder Telefon?
Eine Erstkrankschreibung über digitale Kanäle ist in der Regel auf bis zu 3 beziehungsweise 5 Tage begrenzt. Sollten Sie länger ausfallen, ist meist ein physischer Arztbesuch erforderlich.
Muss ich meinen Arbeitgeber über das Attest informieren?
Ja, Sie müssen Ihren Arbeitgeber unverzüglich über die Arbeitsunfähigkeit und deren voraussichtliche Dauer informieren. Das Attest selbst ruft der Arbeitgeber digital bei der Krankenkasse ab.
Wichtige Erkenntnisse
Digitale Wege nutzenÜber Telemedizin-Anbieter wie die TeleClinic oder per Telefon beim Hausarzt erhalten Sie eine Krankschreibung oft ohne Wartezimmer-Stress.
Dauer bei Erstbescheinigung beachtenOnline oder telefonisch ausgestellte Erst-Krankschreibungen sind meist auf 3 bis 5 Tage beschränkt.
Automatische eAU-ÜbermittlungDie Datenübertragung an die Krankenkasse erfolgt digital; den Arbeitgeber müssen Sie dennoch selbst informieren.
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