Wann fangen Babys an zu beißen?

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Zwischen dem ersten und dritten Lebensjahr kann es vorkommen, dass Babys beißen. Dies ist meist keine Aggression, sondern ein Teil ihrer Entwicklung. Ursachen können Zahnungsbeschwerden, Neugier oder der Versuch sein, Grenzen auszutesten und Aufmerksamkeit zu erlangen. Eltern sollten in dieser Phase geduldig und verständnisvoll reagieren.
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Kleine Beißer: Warum Babys zubeißen und wie Eltern reagieren können

Zähne, die durchbrechen, juckendes Zahnfleisch, eine neue, faszinierende Welt, die erkundet werden will – zwischen dem sechsten und zwölften Lebensmonat, manchmal auch bis zum dritten Lebensjahr, entdecken viele Babys ihre Beißkraft. Plötzlich wird in Finger, Spielzeug oder auch mal in Mama oder Papa gebissen. Das kann für Eltern schmerzhaft und verunsichernd sein, ist aber in den meisten Fällen kein Ausdruck von Aggression, sondern ein normaler Teil der kindlichen Entwicklung.

Die Ursachen für Beißverhalten sind vielfältig:

  • Zahnen: Der wohl häufigste Grund für Beißattacken sind die durchbrechenden Zähne. Der Druck im Kiefer und das juckende Zahnfleisch können Babys große Schmerzen bereiten. Beißen lindert diesen Druck und den Juckreiz.
  • Exploration: Babys lernen ihre Umwelt mit allen Sinnen kennen, auch mit dem Mund. Sie erkunden die Beschaffenheit von Gegenständen, indem sie daran lutschen, kauen und beißen.
  • Kommunikation: Bevor Babys sprechen können, nutzen sie andere Wege, um sich mitzuteilen. Beißen kann ein Ausdruck von Frustration, Überforderung, Langeweile oder auch ein Versuch sein, Aufmerksamkeit zu bekommen.
  • Grenzen austesten: Wie weit kann ich gehen? Was passiert, wenn ich beiße? Babys experimentieren mit ihrem Verhalten und testen die Reaktionen ihrer Umgebung.
  • Sensorische Stimulation: Manche Kinder genießen den Druck und die sensorische Rückmeldung, die das Beißen bietet.

Wie sollten Eltern reagieren?

Ruhe bewahren ist das A und O. Auch wenn es schwerfällt, sollten Eltern nicht schreien, schimpfen oder das Kind zurückbeißen. Diese Reaktionen verstärken das Verhalten eher, da sie dem Kind Aufmerksamkeit schenken. Stattdessen empfehlen sich folgende Strategien:

  • Klares "Nein": Sagen Sie dem Kind in einem ruhigen, aber bestimmten Ton "Nein, beißen tut weh". Entfernen Sie das Kind gegebenenfalls kurz aus der Situation.
  • Alternativen anbieten: Geben Sie dem Baby etwas zum Kauen, z.B. einen Beißring, gekühltes Obst oder Gemüse (in einem Beißnetz).
  • Ablenkung: Lenken Sie das Kind mit einem anderen Spielzeug oder einer Aktivität ab.
  • Ursache erkennen: Versuchen Sie, den Grund für das Beißen herauszufinden. Ist das Kind müde, hungrig oder zahnt es gerade?
  • Loben: Bestärken Sie das Kind positiv, wenn es nicht beißt.
  • Geduld: Das Beißverhalten ist eine Phase, die vorübergeht. Bleiben Sie geduldig und konsequent in Ihrer Reaktion.

Hält das Beißverhalten über einen längeren Zeitraum an oder nimmt es an Intensität zu, sollten Eltern den Kinderarzt oder eine Erziehungsberatungsstelle konsultieren, um mögliche Ursachen abzuklären und Unterstützung zu erhalten.