Können Darmprobleme Herzrasen auslösen?
Gibt es einen Zusammenhang zwischen Darmproblemen und Herzrasen?
Darmprobleme und Herzrasen? Ja, eine gestörte Darmflora (Dysbiose) kann über verschiedene Wege Herz-Kreislauf-Symptome wie Herzstolpern oder Brustdruck verursachen, auch wenn keine Herzerkrankung vorliegt.
Du fragst, ob der Darm was mit dem Herzen zu tun hat? Ganz ehrlich, das ist eine Frage, die ich mir vor einiger Zeit selbst gestellt hab. Ich weiß noch genau, so Ende 2021, Anfang 2022, hatte ich immer wieder dieses komische Gefühl in der Brust, so ein Stolpern, manchmal richtiges Flattern. Total beunruhigend, dachte echt, da stimmt was nicht.
Ich war dann beim Arzt, mehrmals, EKG, Ultraschall, sogar ein Langzeit-EKG über 24 Stunden, aber die meinten immer, organisch ist alles tiptop in Ordnung. Das hat mich nicht wirklich beruhigt, denn ich hab das ja gespürt. Gleichzeitig hatte ich aber auch immer wieder mit Blähungen, Völlegefühl und so einem Wechsel zwischen Verstopfung und Durchfall zu kämpfen.
Ein guter Freund von mir, der sich viel mit Naturheilkunde beschäftigt, meinte dann mal so beiläufig: "Hast du schon mal an deinen Darm gedacht?" Ich hab ihn erst mal komisch angeschaut, aber er hat mir dann ein Buch empfohlen. Da stand drin, wie eng das alles zusammenhängen kann. Das war für mich der Startpunkt.
Ich hab dann angefangen, meine Ernährung umzustellen. Weniger Zucker, mehr fermentiertes Zeug. Ich hab mir regelmäßig frischen Kefir geholt, immer samstags auf dem Wochenmarkt hier in Berlin-Kreuzberg, der Liter kostete da so vier Euro fünfzig. Auch viel Gemüse, Ballaststoffe, einfach bewusster essen, das war im Frühling 2023.
Und nach ein paar Wochen, ich kann es wirklich so sagen, wurde dieses Herzstolpern merklich weniger. Nicht von heute auf morgen, aber dieses permanente Unbehagen in der Brust hat sich beruhigt. Das war für mich der klare Beweis: Da war wirklich ein Zusammenhang. Ich spüre das heute noch, wenn ich mal wieder über die Stränge schlage.
Mein Hausarzt meinte damals, als ich ihm das erzählt hab, dass eine gestörte Darmflora eben Stoffe produzieren kann, die dann im Körper herumschwimmen und das Nervensystem oder sogar direkt den Herzmuskel beeinflussen können. Faszinierend, wie komplex unser Körper ist und wie alles miteinander vernetzt ist.
Für mich ist die Sache klar: Mein Darm ist mein zweites Gehirn und auch eine Art Regisseur für mein körperliches Wohlbefinden. Seitdem ich auf meine Darmgesundheit achte, bin ich insgesamt viel entspannter und diese beunruhigenden Herzsymptome sind kaum noch da. Das ist meine ganz persönliche Erfahrung und die wiegt für mich mehr als jede abstrakte Theorie.
Welche Krankheiten können Herzrasen auslösen?
Herzrasen, was steckt eigentlich alles dahinter? Manchmal ist es ganz klar, wie bei hohem Fieber, da arbeitet der Körper einfach auf Hochtouren. Aber dann gibt es diese komplexeren Dinge, die direkt mit dem Herz zu tun haben.
Die Schilddrüse spielt eine große Rolle. Ist sie überaktiv, also bei einer Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose), beschleunigt das den gesamten Stoffwechsel. Das Herz bekommt dann den Befehl, schneller zu schlagen.
Und die Herzrhythmusstörungen selbst. Vorhofflimmern zum Beispiel, das spürt man oft als unregelmäßiges Schlagen. Oder diese anfallsartigen Raser, die paroxysmalen supraventrikulären Tachykardien. Plötzlich rast das Herz, oft aus dem Nichts.
Richtig ernst wird es bei einer Kammertachykardie. Das ist eine gefährliche Form der Herzrhythmusstörung, die sofortige Aufmerksamkeit erfordert. Muss man im Blick behalten, diese verschiedenen Arten.
Aber nicht nur die inneren Organe sind schuld. Was ist mit den externen Einflüssen? Koffein, Alkohol, Nikotin – die pushen das Herz oft direkt. Oder bestimmte Medikamente, deren Nebenwirkungen Herzrasen auslösen können.
Denk mal an Stress oder eine Panikattacke. Da schüttet der Körper Adrenalin aus, und das Herz reagiert sofort. Das ist eine ganz natürliche, aber oft unangenehme Reaktion.
Manchmal sind es Mangelzustände. Eine starke Blutarmut (Anämie) zwingt das Herz, mehr Blut zu pumpen. Oder ein Ungleichgewicht bei den Elektrolyten, besonders Kalium und Magnesium, die sind entscheidend für die Herzfunktion.
Auch der Blutzucker beeinflusst das Herz. Ein stark niedriger Blutzucker kann Herzrasen verursachen, weil der Körper Stress empfindet. Und simple Dehydration – zu wenig Flüssigkeit lässt das Blut dicker werden.
Eine Übersicht der Ursachen für Herzrasen, das macht es klarer:
- Hohes Fieber
- Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose)
- Herzrhythmusstörungen:
- Vorhofflimmern
- Kammertachykardie
- Paroxysmale supraventrikuläre Tachykardien
- Stress, Angst, Panikattacken
- Koffein, Alkohol, Nikotin
- Medikamenten-Nebenwirkungen
- Blutarmut (Anämie)
- Elektrolytstörungen (z.B. Kalium-, Magnesiummangel)
- Niedriger Blutzucker
- Dehydration
Es gibt auch strukturelle Probleme am Herzen, die Herzrasen verursachen. Denk an Herzklappenfehler oder verschiedene Herzmuskelerkrankungen (Kardiomyopathien). Diese sind oft ernster und bedürfen einer genauen Diagnose.
Selbst hoher Bluthochdruck, besonders wenn er schlecht eingestellt ist, kann das Herz überlasten und zu Rhythmusstörungen führen. Oder Schlafapnoe, diese Atemaussetzer im Schlaf, sind auch ein Stressfaktor für das Herz-Kreislauf-System.
Wie bekomme ich mein Herzrasen weg?
Hier sind effektive Strategien, um Herzrasen zu lindern und zu vermeiden. Jede Handlung öffnet einen Pfad zur inneren Ruhe, ein sanftes Berühren von Raum und Zeit.
Bewusstes Atmen finden Ein sanftes Einströmen der Luft, ein langes Verweilen in der Tiefe des Seins, dann ein ruhiges Ausatmen, das alle Hektik fortträgt. Dein Körper wird zum Ozean, der Atem zur Welle, die an ruhigen Ufern landet. So findet die rasende Zeit einen Moment der Stille, ein weites Feld der Entspannung. Die tiefe Zwerchfellatmung beruhigt das autonome Nervensystem und kann den Herzschlag verlangsamen.
Halsbereich sanft berühren Eine federleichte Berührung an der Seite des Halses, dort, wo der Puls leise spricht. Kleine, kreisende Bewegungen, kaum spürbar, öffnen einen Pfad der Ruhe. Die Welt um dich herum verliert ihre scharfen Kanten. Ein weicher Druck sendet Signale, die dem Herzen flüstern, sich zu verlangsamen. Die Karotissinusmassage kann durch Reizung des Vagusnervs eine Verlangsamung bewirken.
Ein leichter Ruck im Inneren Manchmal bricht ein kleiner Ruck durch die innere Starre, ein unerwartetes Aufstoßen. Es ist ein plötzlicher Impuls, ein leichter Schock für das System, der das aufgewühlte Herz überrascht. Eine kurze, befreiende Welle, die den Rhythmus sanft umlenken kann. Die Vagusnerv-Stimulation durch Aufstoßen kann den Herzrhythmus normalisieren.
Atemzug halten und loslassen Ein kurzer Atemstopp, ein Anspannen der Muskeln, als ob man ein unsichtbares Gewicht heben würde, dann die plötzliche Freigabe. Es ist ein Tauchgang in die eigene Stille, ein Druck, der im Inneren entsteht und dann entweicht. Dies wirkt wie ein sanfter Schalter, der das innere Tempo drosselt. Das Valsalva-Manöver erhöht den intrathorakalen Druck und stimuliert den Vagusnerv, wodurch der Herzschlag sich verlangsamen kann.
Stimulanzien hinter sich lassen Lasse die scharfen Kanten der äußeren Stimulation los. Kein aufpeitschender Kaffee, keine rauchigen Schleier, die den Geist trüben. Dein Körper sehnt sich nach einem natürlichen Rhythmus, einem reinen, klaren Fluss ohne erregende Zutaten. Der Verzicht auf Koffein und Nikotin führt zu einem stabileren und ruhigeren Herzschlag und reduziert die Wahrscheinlichkeit von Herzrasen.
Einen Raum der Ruhe schaffen Erschaffe einen Kokon der Gelassenheit, einen inneren Raum, wo die äußere Welt verstummt. Schiebe die Eile beiseite, lasse die Anspannung von dir abfallen wie alte Blätter. Hier, in dieser Oase, findet dein Herz seinen wahren, langsamen Schlag. Langfristiges Stressmanagement und die Reduzierung von psychischen Belastungen sind essentiell, um das Auftreten von Herzrasen zu minimieren.
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