Wo steht die Sonne am 21.12 im Zenit?

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Am Tag der Wintersonnenwende erreicht die Sonne ihren südlichsten Punkt am Himmel. Über dem Wendekreis des Steinbocks kulminiert sie senkrecht, während nördlich des Polarkreises tiefe Dunkelheit herrscht. Die Neigung der Erdachse sorgt für diese markante jahreszeitliche Verteilung des Sonnenlichts, die den Beginn des Winters in der nördlichen Hemisphäre markiert.
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Der Zenit der Wintersonnenwende: Wo die Sonne am 21. Dezember senkrecht steht

Der 21. Dezember, die Wintersonnenwende auf der Nordhalbkugel, ist ein Datum, das für uns alle von Bedeutung ist. Es markiert den Tag mit den wenigsten Sonnenstunden und den offiziellen Beginn des Winters. Doch jenseits dieser allgemeinen Erkenntnisse birgt dieser Tag auch ein faszinierendes astronomisches Detail: Wo genau steht die Sonne an diesem Tag im Zenit, also senkrecht über unseren Köpfen?

Die Antwort liegt im Zusammenspiel der Erdachse, ihrer Neigung und ihrer Umlaufbahn um die Sonne. Die Erdachse ist um etwa 23,5 Grad geneigt. Diese Neigung ist der Schlüssel zu den Jahreszeiten. Während die Erde um die Sonne wandert, ist mal die Nordhalbkugel und mal die Südhalbkugel der Sonne stärker zugeneigt.

Am 21. Dezember ist die Südhalbkugel der Sonne maximal zugeneigt. Das bedeutet, dass die Sonne ihren südlichsten Punkt am Himmel erreicht. Genau über uns, im Zenit, kulminiert sie an diesem Tag über dem Wendekreis des Steinbocks.

Was bedeutet das genau?

Der Wendekreis des Steinbocks ist ein Breitengrad, der sich etwa 23,5 Grad südlich des Äquators befindet. Er verläuft durch Länder wie Australien, Argentinien, Chile, Brasilien und Südafrika. An allen Orten, die sich direkt auf dem Wendekreis des Steinbocks befinden, steht die Sonne am Mittag des 21. Dezember genau senkrecht. Es gibt keinen Schatten von vertikalen Objekten.

Konsequenzen dieser Position:

  • Südliche Hemisphäre: Die Südhalbkugel erlebt an diesem Tag ihren längsten Tag und den Beginn des Sommers.
  • Nördliche Hemisphäre: Die Nordhalbkugel erlebt ihren kürzesten Tag und den Beginn des Winters. Nördlich des Polarkreises herrscht sogar Polarnacht, also durchgehende Dunkelheit.
  • Veränderung der Tageslänge: Nach der Wintersonnenwende werden die Tage auf der Nordhalbkugel langsam wieder länger. Die Sonne beginnt, ihren Weg zurück nach Norden anzutreten.

Fazit:

Die Position der Sonne am 21. Dezember ist ein direktes Ergebnis der Neigung der Erdachse. Sie kulminiert über dem Wendekreis des Steinbocks, was tiefgreifende Auswirkungen auf die Jahreszeiten und die Tageslänge auf der ganzen Welt hat. Dieser scheinbar kleine astronomische Umstand prägt unseren Alltag und erinnert uns an die komplexen und faszinierenden Zusammenhänge in unserem Sonnensystem. Die Wintersonnenwende ist somit nicht nur ein kalendarischer Wendepunkt, sondern auch ein eindrucksvolles Zeugnis der kosmischen Mechanik.