Wie wiegt man sich auf der ISS?

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Auf der ISS wird die Masse der Astronauten mithilfe einer speziellen Apparatur ermittelt. Diese misst die Beschleunigung, die der Körper durch eine vorgegebene Kraft erfährt, die durch Federn erzeugt wird. Anhand dieser Daten lässt sich dann die Masse des Astronauten berechnen.
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Schwerelos, aber nicht schwerelos: Wie wiegt man sich auf der ISS?

Die Internationale Raumstation (ISS) schwebt schwerelos durch das All. Doch wie lassen sich die Astronauten in diesem Zustand wiegen? Schließlich ist eine herkömmliche Waage, die auf dem Gravitationsfeld der Erde basiert, hier nutzlos.

Die Lösung liegt in der Bodmassemessung, die die Masse des Körpers ermittelt, nicht sein Gewicht. Dazu nutzt man eine spezielle Apparatur, den Body Mass Measurement Device (BMMD). Dieses Gerät funktioniert nach dem Prinzip der Schwingungsanalyse:

  1. Schwingen in der Schwerelosigkeit: Der Astronaut sitzt auf einer Plattform, die mittels Federn in Schwingung versetzt wird. Die Frequenz dieser Schwingungen hängt von der Masse des Astronauten ab.
  2. Datenanalyse: Sensoren messen die Geschwindigkeit und die Amplitude der Schwingung. Diese Daten werden an einen Computer übertragen, der die Masse des Astronauten berechnet.
  3. Resultat: Die Masse des Astronauten wird auf einem Display angezeigt.

Warum ist die Masse wichtig?

Die Masse ist ein grundlegendes physikalisches Konzept und spielt in verschiedenen Bereichen eine Rolle, etwa bei der Berechnung des Gewichts oder der benötigten Kraft, um einen Körper zu beschleunigen. Im Weltraum ist die Masse besonders wichtig, um die Auswirkung von Mikrogravitation auf den menschlichen Körper zu verstehen. So kann die Veränderung der Körpermasse eines Astronauten Rückschlüsse auf den Kalorienverbrauch, den Muskelabbau oder den Knochenverlust liefern.

Die Bodmassemessung ist nur eines von vielen Instrumenten, die die Wissenschaftler auf der ISS nutzen, um die Auswirkungen der Schwerelosigkeit auf den menschlichen Körper zu erforschen. Diese Erkenntnisse sind essenziell für die Planung zukünftiger Weltraummissionen, insbesondere für Langzeitaufenthalte im All, wie zum Beispiel bei einer Reise zum Mars.