Wie viele Tage dauert es bis der Mond voll ist?
Wie lange bis zum Vollmond: 29,53 oder 14,75 Tage?
wie lange bis zum vollmond lässt sich nicht mit einer einzigen Zahl beantworten. Je nachdem, ob Sie vom Neumond oder vom letzten Vollmond ausgehen, variiert die Wartezeit deutlich, und die folgende Aufzählung zeigt die genauen Zeiträume im Überblick. So vermeiden Sie Missverständnisse.
Wie viele Tage dauert es bis der Mond voll ist?
Die Antwort hängt davon ab, von welchem Punkt aus man zählt. Ein vollständiger Mondzyklus von einem Vollmond zum nächsten dauert durchschnittlich 29,53 Tage. [1] Wenn man jedoch wissen möchte, wie lange es von Neumond bis zum Vollmond dauert, sind es im Schnitt etwa 14,75 Tage - also fast genau zwei Wochen.
Dieser Zeitraum kann jedoch schwanken, da die Mondbahn keine perfekte Kreisform hat. In der Astronomie wird dieser Zyklus von 29,53 Tagen als synodischer Monat bezeichnet. Aufgrund der elliptischen Bahn erreicht der Mond seine volle Phase manchmal etwas schneller oder langsamer, als der Durchschnittswert vermuten lässt.
Der Weg von Neumond zu Vollmond: Die 14-Tage-Regel
Zwischen dem unsichtbaren Neumond und der strahlenden Vollmondnacht liegt eine Phase des ständigen Wachstums. Diese zunehmende Phase dauert rechnerisch 14 Tage, 18 Stunden und etwa 22 Minuten. Während dieser Zeit wandert der Mond auf seiner Bahn so weit, dass die Sonne seine uns zugewandte Seite immer stärker beleuchtet.
In der Praxis teilen wir diesen Weg oft in Viertelphasen von jeweils etwa einer Woche ein. Nach den ersten 7,4 Tagen erreichen wir das erste Viertel (den zunehmenden Halbmond), und nach weiteren 7,4 Tagen steht der Vollmond am Himmel. Für die Beobachtung durch ein Teleskop ist die Vollmondphase jedoch oft ungeeignet, da das flache Licht viele Kraterdetails schluckt. Die spannendsten Schattenwürfe auf der Mondoberfläche sieht man eigentlich genau in den Tagen dazwischen.
Warum die Dauer des Mondzyklus variiert
Obwohl der Durchschnitt bei 29,53 Tagen liegt, ist das Weltall kein Schweizer Uhrwerk. Die tatsächliche Länge einer Lunation kann zwischen etwa 29,27 und 29,83 Tagen schwanken.[2] Das ist ein Unterschied von immerhin 18 Stunden! Der Grund dafür ist die elliptische Umlaufbahn des Mondes: Wenn er der Erde näher ist (Perigäum), bewegt er sich schneller als in Erdferne (Apogäum).
Zusätzlich spielt die Position der Erde auf ihrem Weg um die Sonne eine Rolle. Da sich die Erde während eines Mondumlaufs weiterbewegt, muss der Mond ein kleines Stück mehr als 360 Grad wandern, um wieder exakt zwischen Erde und Sonne (Neumond) oder gegenüber der Sonne (Vollmond) zu stehen. Das macht den Unterschied zwischen dem siderischen Monat (27,3 Tage für eine echte 360-Grad-Runde) und dem für uns sichtbaren synodischen Monat aus.
Vergleich der Mondphasen-Dauer
Die verschiedenen Zeitrechnungen des Mondes
Je nachdem, welchen Bezugspunkt man wählt, ergeben sich unterschiedliche Zeitspannen für unseren Erdtrabanten.Synodischer Monat (Phasenzyklus)
- Durchschnittlich 29,53 Tage
- Bestimmt den Rhythmus von Vollmond zu Vollmond
- Stellung von Sonne und Mond aus Sicht der Erde
Siderischer Monat (Sternenzeit)
- Durchschnittlich 27,32 Tage [3]
- Relevant für Astronomen, nicht für den Laien-Kalender
- Echte 360-Grad-Umkreisung der Erde relativ zu den Fixsternen
Von Neumond zu Vollmond
- Etwa 14,75 Tage
- Die Zeit der zunehmenden Mondsichel bis zur vollen Scheibe
- Die halbe Strecke einer Lunation
Lukas und die verpasste Vollmond-Fotografie
Lukas, ein Hobbyfotograf aus München, wollte den 'Supermond' über den Alpen festhalten. Er verließ sich auf eine grobe 30-Tage-Regel im Kopf und plante sein Shooting genau einen Monat nach dem letzten Vollmond im Vormonat ein.
Er baute sein Stativ auf und wartete. Aber der Mond war bereits am Vorabend 'astronomisch' voll gewesen und wirkte heute schon leicht 'angeknabbert'. Er hatte die 29,53 Tage unterschätzt - über drei Monate summiert sich dieser Fehler auf fast anderthalb Tage.
Lukas realisierte, dass der Mondkalender nicht dem gregorianischen 30- oder 31-Tage-Rhythmus folgt. Er lud sich eine App mit Echtzeitdaten zur Mondphase und zur exakten Beleuchtung (Illumination) herunter.
Beim nächsten Mal war er 14,7 Tage nach Neumond bereit. Das Ergebnis: Ein gestochen scharfes Bild des aufgehenden Mondes bei 100 Prozent Beleuchtung, genau zum richtigen Zeitpunkt.
Ausnahmen
Warum ist der Vollmond nicht immer nach genau 14 Tagen da?
Weil die Umlaufbahn des Mondes eine Ellipse ist. Wenn der Mond der Erde näher ist, beschleunigt er auf seiner Bahn, wodurch er die Vollmondposition etwas früher oder später erreichen kann. Die Abweichung kann bis zu 15 Stunden vom Durchschnitt betragen.
Dauert der Vollmond die ganze Nacht an?
Astronomisch gesehen ist der Vollmond ein exakter Zeitpunkt, an dem Mond, Erde und Sonne in einer Linie stehen. Für das menschliche Auge sieht der Mond jedoch etwa zwei bis drei Nächte lang 'voll' aus, da die Beleuchtungsunterschiede minimal sind.
Was passiert in den 14 Tagen nach dem Vollmond?
In dieser Zeit nimmt der Mond wieder ab. Er wandert vom Vollmond über das letzte Viertel (abnehmender Halbmond) zurück zum Neumond, was wiederum etwa 14,75 Tage dauert, bis der Zyklus von vorn beginnt.
Das wichtigste Ergebnis
Die 14,75-Tage-Marke merkenVon der ersten Mondsichel nach Neumond bis zum Vollmond vergehen im Schnitt knapp 15 Tage.
Synodisch vs. SiderischVerwechseln Sie nicht die 27,3 Tage der Umkreisung mit den 29,5 Tagen bis zum nächsten Vollmond - letzteres ist das, was wir sehen.
Umlaufbahn sorgt für VerspätungDie Dauer schwankt um bis zu 18 Stunden pro Monat aufgrund der elliptischen Bahn des Mondes um die Erde.
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