Wie viele Menschen waren auf dem Marianengraben?

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Wie viele Menschen waren auf dem Marianengraben? Nach dem ersten Tauchgang von Don Walsh und Jacques Piccard 1960 folgte James Cameron 2012 als dritter Mensch. Durch die Entwicklung der Limiting Factor durch Victor Vescovo fanden zwischen 2019 und Ende 2022 etwa 20 bemannte Besuche statt. Der Challenger Deep liegt in etwa 10.935 Metern Tiefe, was U-Boote einem enormen Druck von über 110 Megapascal aussetzt.
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Wie viele Menschen waren auf dem Marianengraben? Etwa 20 ab 2019

Wer die Antwort sucht, Wie viele Menschen waren auf dem Marianengraben?, erkennt schnell die logistische Herkulesaufgabe dahinter. Der Ort der Extreme erfordert extrem widerstandsfähige Speziallegierungen für die U-Boote. Der Wasserdruck gleicht dort dem Gewicht mehrerer Elefanten auf einem Daumennagel. Jeder Tauchgang markiert einen Meilenstein der Tiefseeforschung.

Der exklusive Club der Tiefsee-Pioniere

Es ist ein Ort der Extreme, an dem der Wasserdruck etwa 1.086 Bar beträgt, was dem Gewicht mehrerer Elefanten auf einem Daumennagel entspricht. [2]

Die Meilensteine der Expeditionen

Die Geschichte der bemannten Tiefseeforschung begann 1960 mit einem wahren Husarenstück. Don Walsh und Jacques Piccard tauchten mit der Trieste in eine Welt ab, von der man damals fast nichts wusste. Es dauerte ganze 52 Jahre, bis James Cameron 2012 als dritter Mensch und erster Solo-Taucher folgte. Erst mit der Entwicklung der Limiting Factor durch Victor Vescovo im Jahr 2019 öffnete sich das Tor zur Tiefsee ein Stück weiter. Seitdem wurden etwa 20 bemannte Besuche allein zwischen 2019 und Ende 2022 durchgeführt, was die Anzahl Menschen am tiefsten Punkt der Erde sprunghaft ansteigen ließ. [3]

Naturwissenschaftlich gesehen ist jeder dieser Tauchgänge ein Risiko. Die ersten Aufnahmen von James Camerons Tauchgang zeigten eindrucksvoll die Stille und die karge, fast außerirdische Landschaft am Boden. Dennoch darf man nicht vergessen: Ein winziger Riss in der Hülle würde bei diesem Druck sofort zur Katastrophe führen. Das ist echtes Pionierwesen, weit weg von jeglicher Routine.

Warum waren so wenige Menschen dort?

Die Menschen im Challenger Deep Liste ist kurz, denn es ist eine logistische Herkulesaufgabe. Während man für einen Flug ins All Raketentechnik benötigt, braucht man für den Marianengraben extrem widerstandsfähige Speziallegierungen. Der Challenger Deep liegt in etwa 10.935 Metern Tiefe. Bei dieser Distanz muss ein U-Boot einem Druck von über 110 Megapascal standhalten.[5] Das ist etwa 1.100 Mal höher als der normale Luftdruck an der Oberfläche.

Früher dachte man, dort unten gäbe es kein Leben. Doch die Expeditionen haben gezeigt, dass selbst in dieser lebensfeindlichen Umgebung Flohkrebse und Einzeller gedeihen. Dennoch bleibt die Barriere für den Menschen hoch. Die Kosten für einen einzigen Tauchgang können in die Millionen gehen, und es gibt weltweit nur eine Handvoll Fahrzeuge, die diese Tiefe sicher erreichen können.

Vergleich der Extreme: Weltraum vs. Marianengraben

Oft wird die Tiefsee mit dem Weltraum verglichen. Doch die Zahlen zeigen, dass die Erforschung des Ozeanbodens deutlich seltener stattfindet.

Weltraum (ISS / Mond)

  • Permanente bemannte Station (ISS) seit 2000
  • Über 600 Menschen waren bereits im All
  • Vakuum, Strahlung und Schwerelosigkeit

Challenger Deep (Marianengraben)

  • Nur sporadische Expeditionen je nach Budget und Technik
  • Weniger als 50 Personen bis 2026
  • Extremer Wasserdruck von ca. 1.000 Bar
Es ist paradox: Wir haben den Mond besser kartiert als unseren eigenen Ozeanboden. Die technische Hürde des massiven Drucks ist oft schwieriger zu bewältigen als die Leere des Weltraums.

Der Durchbruch von Victor Vescovo

Victor Vescovo, ein Abenteurer und Investor, wollte nicht nur einmal den tiefsten Punkt erreichen, sondern die Tiefsee für die Forschung öffnen. Er sah die Frustration der Wissenschaftler, die jahrelang auf Daten warten mussten.

Sein erster Versuch mit der Limiting Factor war von technischer Skepsis begleitet. Viele hielten ein wiederverwendbares U-Boot für diese Tiefen für unmöglich. Beim Testtauchgang gab es Probleme mit der Batterielaufzeit.

Vescovo und sein Team begriffen, dass sie das System redundanter machen mussten. Statt aufzugeben, optimierten sie die Energieversorgung. Er erkannte, dass Zuverlässigkeit wichtiger ist als Rekorde.

In den Jahren 2019 bis 2022 absolvierte er allein 15 Tauchgänge zum Challenger Deep. Er bewies, dass man den Marianengraben regelmäßig besuchen kann, was die Gesamtzahl der Besucher in nur drei Jahren fast verzehnfachte.

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Möchten Sie mehr über die mutigen Entdecker erfahren? Lesen Sie unseren Beitrag zu der Frage: Wer war alles schon im Marianengraben?

Wie lange dauert ein Tauchgang nach unten?

Ein Abstieg zum Boden des Marianengrabens dauert in modernen U-Booten etwa 4 bis 5 Stunden. Die Forscher verbringen meist nur wenige Stunden am Boden, bevor der ebenso lange Aufstieg beginnt.

Gibt es Plastikmüll am tiefsten Punkt der Erde?

Leider ja. Bei Expeditionen im Jahr 2019 wurden selbst in fast 11.000 Metern Tiefe Plastiktüten und Bonbonpapier gefunden. Das zeigt, dass menschliche Einflüsse überall auf dem Planeten messbar sind.

Strategiezusammenfassung

Die Besucherzahl bleibt extrem gering

Mit weniger als 50 Personen bis 2026 ist die Liste der Besucher kürzer als die der Astronauten, die den Mond umkreist haben.

Druck ist das größte Hindernis

Der Wasserdruck von 1.000 Bar erfordert U-Boote mit 13 bis 15 cm dicken Titanhüllen, um die Insassen zu schützen.

Forschung boomt erst seit Kurzem

Zwischen 1960 und 2019 gab es nur zwei bemannte Expeditionen. Erst seit 2019 finden durch private Initiativen regelmäßigere Tauchgänge statt.

Quellmaterialien

  • [2] En - Es ist ein Ort der Extreme, an dem der Wasserdruck etwa 1.000 Bar beträgt, was dem Gewicht eines Elefanten auf einem Daumennagel entspricht.
  • [3] En - Seit dem wurden etwa 20 bemannte Besuche allein zwischen 2019 und Ende 2022 durchgeführt, was die Gesamtzahl der Besucher sprunghaft ansteigen ließ.
  • [5] En - Bei dieser Distanz muss ein U-Boot einem Druck von über 110 Megapascal standhalten.