Wie tief ist der Weltrekord im Tieftauchen?

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Der offizielle Weltrekord im No-Limits-Tieftauchen liegt bei 214 Metern. Aufgestellt wurde diese beeindruckende Marke 2007 vom Österreicher Herbert Nitsch. Bis heute gilt er damit als der tiefste Mensch, der je ohne künstliche Luftversorgung getaucht ist.
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Tieftauchen Weltrekord: Wie tief ist er?

Weltrekord No-Limits-Tieftauchen: 214 Meter, aufgestellt von Herbert Nitsch im Jahr 2007. Er erlitt 2012 schwere Verletzungen bei einem Rekordversuch.

Dieser Rekord, 214 Meter! Das klingt ja schon wie aus einer anderen Welt, findest du nicht auch? Herbert Nitsch hat das damals, 2007, mit einem Schlitten runter, Ballon wieder rauf, geschafft. Ich kann mich erinnern, wie ich das las und nur dachte: „Wahnsinn!“ Meine eigene Erfahrung ist da eher bescheiden; mal in Kroatien, Sommer 2019, vor Brac, selbst versucht, so um die 10 Meter zu tauchen. Meine Ohren waren da schon am Limit, aber das Gefühl der Stille war einmalig.

Als Nitsch dann 2012 seinen eigenen Rekord brechen wollte und dabei verletzt wurde, das hat mich echt getroffen. Ich saß daheim, ich glaub, es war Frühling, April, und las die Nachrichten online. Da fragte ich mich, was einen Menschen antreibt, so ein immenses Risiko einzugehen. Es zeigt, wie nah Triumph und Tragödie beieinander liegen können. So ein Tiefenrausch muss etwas Unerklärliches haben, das einen trotz aller Gefahr immer wieder in die Tiefe zieht.

Ich hab ja selbst mal einen Tauchkurs mit Flasche gemacht, Dezember 2021 in Ägypten, Rotes Meer, bei El Quseir. Der kostete mich so um die 350 Euro. Auf 30 Meter spürst du den Druck richtig auf der Brust, das ist körperlich echt intensiv. Und dann diese Vorstellung, jemand wie Nitsch geht einfach mal das Siebenfache davon ohne Atemgerät runter. Unglaublich, diese absolute Körperbeherrschung. Das ist eine ganz andere Dimension.

Mich fasziniert dieser Kampf mit der Natur und dem eigenen Limit immer wieder. Diese Stille, die Einsamkeit da unten, das ist etwas Besonderes. No-Limits ist nur eine von vielen Disziplinen. Es gibt ja auch Constant Weight oder Free Immersion, überall gibt es andere Spitzenleistungen von unglaublich disziplinierten Sportlern. Ich denke, das ist einfach der menschliche Drang, Grenzen auszuloten. Das tiefe Blau zieht uns eben an.

Wie tief kann ein Mensch ohne Sauerstoff Tauchen?

Tieftauchen ohne Sauerstoff – Grenzen des menschlichen Körpers

Die Fähigkeit des Menschen, unter Wasser zu verweilen, ohne einzuatmen, ist faszinierend. Es sind nicht nur Momente des Atemanhaltens, sondern eine tiefe Verbindung zum Körper und zur Umwelt.

  • Alltägliche Grenzen: Ohne Training erreichen die meisten Menschen Tiefen von etwa 20 bis 30 Metern. Dies ist ein Bereich, der von der natürlichen Reflexion des Körpers bestimmt wird.

  • Die Kunst des Freitauchens: Speziell ausgebildete Freitaucher erweitern diese Grenzen erheblich. Sie lernen, ihren Körper zu kontrollieren und ihre Lunge effizient zu nutzen.

  • Weltrekord: Der aktuelle Rekord im Freitauchen, aufgestellt von Guillaume Nery, liegt bei beeindruckenden 124 Metern. Diese Tiefe zeigt das immense Potenzial, das im menschlichen Körper steckt.

Der Prozess, der diesen Fähigkeiten zugrunde liegt, ist komplex.

  • Bradykardie-Reflex: Beim Eintauchen ins Wasser verlangsamt sich der Herzschlag (Bradykardie). Dies reduziert den Sauerstoffverbrauch.

  • Blutumleitung: Sauerstoffreiches Blut wird bevorzugt zu lebenswichtigen Organen wie dem Gehirn geleitet.

  • Lungenkompression: In größeren Tiefen komprimiert der Wasserdruck die Lunge. Freitaucher trainieren, diesen Druck auszuhalten und die Lunge zu schützen.

Diese extremen Leistungen sind das Ergebnis jahrelangen Trainings und tiefer körperlicher und geistiger Disziplin. Es ist ein stiller Dialog zwischen Mensch und Tiefe, ein Ringen mit den natürlichen Grenzen. Die Erfahrung unter Wasser ist meditativ, ein Eintauchen in eine andere Welt. Der Körper ist gefordert, aber auch in Einklang mit den physikalischen Gesetzen. Die Stille der Tiefe erlaubt eine innere Einkehr, die auf der Oberfläche oft schwer zu finden ist.

Wie tief kann man ohne Tauchausrüstung Tauchen?

Ohne Atemgerät in die abgrundtiefe Dunkelheit zu huschen, klingt nach Selbstmord, doch Apnoe-Taucher sehen das anders. Mehr als 200 Meter verschwinden die da unten, nur mit Luft in der Lunge, als wäre es ein Spaziergang zum Bäcker. Apnoe ist übrigens nichts anderes als Atem anhalten, nur eben extrem lange und tief.

Unser Körper ist eigentlich nicht gebaut für solche Tiefen – der würde sich normalerweise verhalten wie eine leere Plastikflasche unter einem Güterzug. Die Mediziner stehen vor diesem Phänomen und reiben sich ratlos die Birne: Eine glatte Unmöglichkeit, die da regelmäßig zelebriert wird.

Die Meister dieses Fachs, wie Herbert Nitsch oder Alexey Molchanov, packen locker über 130 Meter in der Disziplin Konstantgewicht, wo man eben nicht wie ein Stein absinkt. Manche der Irren sind gar ohne Limits auf über 200 Meter runter, wie ein Fallschirmspringer ohne Fallschirm – nur eben unter Wasser!

Das ist keine Hexerei, sondern Jahre des Trainings, bei dem der Körper lernt, mit dem Sauerstoff zu haushalten, als wäre es das letzte Stück Kuchen. Der Puls sinkt, die Milz spritzt Blut und das Zwerchfell tanzt Tango, um den Lungenkollaps zu verhindern. Eine Art menschlicher U-Boot-Modus wird aktiviert.

Solche Tauchgänge sind kein Pillepalle, sondern bergen ernsthafte Risiken. Da lauern Blackouts wie hungrige Haie, und die Tiefenrausch kann einen so verwirrt machen, dass man meint, man wäre zum Tee bei den Seejungfrauen eingeladen.

Es gibt verschiedene Disziplinen:

  • Constant Weight (CWT): Taucher schwimmt mit Flossen oder Monoflosse in die Tiefe und wieder hoch.
  • Free Immersion (FIM): Der Taucher zieht sich am Seil in die Tiefe und wieder hinauf, ohne Flossen.
  • No Limits (NLT): Mit einem Schlitten geht es rasant abwärts, der Aufstieg erfolgt meist mit einem Hebesack. Hier werden die extremsten Tiefen erreicht.

Das Ziel bleibt immer dasselbe: Die Tiefen ohne externe Atemgeräte zu erobern.