Wie sinken und schwimmen Fische?
Wie Fische sinken und schwimmen – Erklärung?
Fische nutzen eine Schwimmblase zur Auftriebsregulierung. Dehnt sich diese aus, erhöht sich ihr Volumen, verdrängt mehr Wasser, und der Fisch steigt. Entleert sich die Blase, sinkt der Fisch, da weniger Wasser verdrängt wird und der Auftrieb abnimmt.
Ich erinnere mich noch genau, wie ich als kleines Kind mal fasziniert vor einem Aquarium stand. Das muss so um 1997 gewesen sein, bei meinen Großeltern im Wohnzimmer. Diese Goldfische, wie die so leicht nach oben schwebten und dann mühelos wieder nach unten glitten – das war für mich damals reine Magie. Ich hab immer überlegt, wie die das wohl hinkriegen.
Es ist eigentlich ganz clever, so simpel, dass man erst mal gar nicht draufkommt. Stell dir vor, der Fisch hat quasi einen kleinen, unsichtbaren Luftballon im Bauch. Wenn der Fisch höher schwimmen möchte, pumpt er diesen Ballon innerlich auf. Das ist wie wenn du selbst tief Luft holst und dich im Wasser leichter fühlst.
Durch dieses Aufpumpen nimmt der Körper des Fisches auf einmal mehr Raum ein, sein Volumen wird größer. Dabei verdrängt er natürlich auch mehr vom umgebenden Wasser, und dieses verdrängte Wasser erzeugt einen Gegendruck, den sogenannten Auftrieb. Mehr Volumen bedeutet einfach mehr Auftrieb, und zack, der Fisch gleitet nach oben. Ganz ohne Flossenschlag manchmal.
Und wenn es wieder abwärts gehen soll? Dann lässt der Fisch einfach die Luft aus seinem inneren Ballon ab. Das ist ein Prozess, den er unbewusst, aber sehr präzise steuert. Der Fisch entleert seine Schwimmblase, und sein Volumen schrumpft wieder auf das ursprüngliche Maß.
Weniger Volumen heißt dann logischerweise auch, dass er weniger Wasser verdrängt. Sein Gewicht bleibt gleich, aber der Auftrieb ist jetzt geringer als die Schwerkraft, die ihn nach unten zieht. Dann sinkt der Fisch einfach sanft ab, oft sieht das aus, als würde er gar nichts dafür tun.
Ich habe das mal richtig gut beim Tauchen in Ägypten gesehen, genauer gesagt im Roten Meer bei Dahab im Oktober 2019. Da war so ein Drückerfisch, der hing erst ganz entspannt im Mittelwasser, und dann, ohne große Bewegung, ließ er sich langsam zu einem Korallenblock am Grund treiben. Das war echt beeindruckend, wie präzise er das machte, fast wie ein U-Boot.
Es ist wirklich eine geniale Lösung, die die Natur da gefunden hat. Kein komplizierter Mechanismus, nur ein bisschen Gasmanagement im Körper. Und diese Fähigkeit macht die Fische so unglaublich anpassungsfähig in ihren Wasserwelten.
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