Welches Wasser enthält Salz?

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Die Frage Welches Wasser enthält Salz? betrifft 97.5 Prozent der globalen Wasservorkommen. Während Ozeane im Durchschnitt 3.5 Prozent Salzgehalt aufweisen, existieren extreme Unterschiede zwischen verschiedenen Gewässern.
GewässerartSalzgehalt
Weltmeere3.5 Prozent
Mittelmeer3.9 Prozent
OstseeUnter 1 Prozent
Totes MeerÜber 30 Prozent
MineralwasserÜber 200 mg/l
Sogar Mineralwasser gilt ab 200 Milligramm Natrium pro Liter als natriumhaltig.
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Welches Wasser enthält Salz? Ozean vs. Totes Meer

Die Antwort auf die Frage Welches Wasser enthält Salz? ist für die Gesundheit und das Verständnis unserer Umwelt entscheidend. Unsichtbare Mineralien befinden sich in alltäglichen Getränken und natürlichen Gewässern. Ein klares Verständnis dieser Unterschiede schützt vor Fehlkäufen im Supermarkt und erklärt faszinierende Naturphänomene. Erfahren Sie hier die exakten Sättigungswerte verschiedener Wasserarten weltweit.

Welches Wasser enthält Salz? Ein Überblick über die Quellen

Salz ist in der Natur fast allgegenwärtig, doch nicht jedes Wasser schmeckt sofort salzig. Die Antwort auf die Frage, welches Wasser Salz enthält, kann je nach Kontext unterschiedlich ausfallen, da sie sowohl die riesigen Weltmeere als auch das Mineralwasser aus dem Supermarkt umfasst. Grundsätzlich enthalten fast alle natürlichen Wasservorkommen gelöste Mineralien, wobei die Konzentration den entscheidenden Unterschied macht.

Es gibt eine interessante Tatsache: Selbst in manchen Wässern, die wir als süß bezeichnen, stecken minimale Spuren von Salz. Aber wo ziehen wir die Grenze? Und gibt es versteckte Quellen, an die Sie bisher vielleicht gar nicht gedacht haben? Wir schauen uns im Folgenden die wichtigsten Salzwasserspeicher der Erde an - und klären ein Geheimnis über Ihr Trinkwasser auf, das ich erst vor Kurzem bei einer Etiketten-Prüfung entdeckt habe.

Die Weltmeere: Der gigantische Salzwasserspeicher

Die offensichtlichste Antwort sind natürlich die Ozeane. Meerwasser bedeckt den Großteil unseres Planeten und zeichnet sich durch einen signifikanten Gehalt an gelösten Mineralstoffen aus. Im weltweiten Durchschnitt liegt der Salzgehalt Meerwasser Prozent bei etwa 3.5. [1] Das bedeutet konkret: In jedem Liter Wasser stecken rund 35 Gramm Salz.

Betrachtet man die Frage, Wo gibt es Salzwasser auf der Erde, wird das Ausmaß deutlich: Unglaubliche 97.5 Prozent des gesamten Wasservorkommens bestehen aus Salzwasser. [2] Nur ein winziger Rest ist Süßwasser, das meist in Gletschern oder tief im Boden gespeichert ist.

Ich erinnere mich an meinen ersten Sprung ins Mittelmeer - das Brennen in den Augen war so intensiv, dass ich sofort wusste: Hier ist deutlich mehr Salz im Spiel als an der heimischen Ostsee.

Tatsächlich schwankt der Gehalt stark: Während das Mittelmeer Werte von bis zu 3.9 Prozent erreicht, sinkt der Salzgehalt in der Ostsee in manchen Bereichen auf unter 1 Prozent ab. Das liegt vor allem am geringen Austausch mit anderen Weltmeeren und dem hohen Zufluss von Süßwasser durch Flüsse. Ein hoher Salzgehalt sorgt übrigens für eine höhere Dichte, was uns beim Schwimmen spürbar mehr Auftrieb verleiht.

Salzseen und extreme Konzentrationen

Neben den Ozeanen gibt es Binnengewässer, die keinen Abfluss haben und dadurch extrem salzig werden können. Diese Salzseen entstehen meist in trockenen Regionen, in denen die Verdunstung höher ist als der Wasserzufluss durch Regen oder Bäche. Das bekannteste Beispiel ist das Tote Meer.

Beim Salzgehalt Totes Meer vs Ozean zeigen sich extreme Unterschiede: Im Toten Meer liegt der Wert bei über 30 Prozent[3] - das ist fast das Zehnfache des durchschnittlichen Ozeanwerts.

Es ist ein bizarres Gefühl. Man kann dort buchstäblich im Wasser sitzen und Zeitung lesen, ohne unterzugehen. Das Salz ist dort so konzentriert, dass es am Ufer kristalline Krusten bildet, die fast wie Eis aussehen. Noch extremer ist der Don-Juan-Teich in der Antarktis, der einen Salzgehalt von über 40 Prozent aufweist. Wegen dieser enormen Sättigung gefriert das Wasser dort selbst bei Temperaturen von minus 50 Grad Celsius nicht. Solche Orte zeigen uns, wie extrem sich Mineralien im Wasser anreichern können, wenn der natürliche Kreislauf der Verdunstung über Jahrtausende ungestört abläuft.

Was ist Brackwasser? Die Zone dazwischen

Brackwasser ist ein Begriff, der oft fällt, wenn es um Flussmündungen oder Küstenregionen geht. Es handelt sich dabei um eine Mischung aus salzigem Meerwasser und süßem Flusswasser. Es ist weder das eine noch das andere, sondern liegt irgendwo dazwischen.

Typischerweise weist Brackwasser einen Salzgehalt zwischen 0.5 und 3.0 Prozent auf. Wer schon einmal in den Boddenlandschaften der Ostsee unterwegs war, hat dieses Wasser gesehen. Es ist ein schwieriger Lebensraum. Viele Tiere und Pflanzen können dort nicht überleben, weil der schwankende Salzgehalt ihren Zellen alles abverlangt. Ich habe einmal versucht, Fische in einer solchen Mündung zu beobachten - die Sicht ist oft trübe und das Ökosystem wirkt zerbrechlich. Dennoch ist Brackwasser ökologisch enorm wichtig, da es als Kinderstube für viele Meeresbewohner dient, die sich erst langsam an den hohen Salzgehalt des offenen Ozeans gewöhnen müssen.

Verstecktes Salz: Mineralwasser und Heilwasser

Jetzt kommen wir zu dem Geheimnis, das ich anfangs erwähnt habe: Auch das Wasser, das wir trinken, enthält Salz. Mineralwasser wird durch Gesteinsschichten gefiltert und nimmt dabei Mineralien wie Natrium und Chlorid auf - die Bestandteile von Kochsalz. Manche Wässer enthalten davon deutlich mehr, als man vermuten würde.

Die Frage Enthält Mineralwasser Salz lässt sich klar mit Ja beantworten: In Deutschland gilt es ab einem Gehalt von mehr als 200 Milligramm Natrium pro Liter offiziell als natriumhaltig.[4]

Bei Heilwässern kann dieser Wert sogar über 1.500 Milligramm pro Liter steigen. Zum Vergleich: Ein natriumarmes Wasser darf höchstens 20 Milligramm Natrium pro Liter enthalten. Ich war schockiert, als ich neulich feststellte, dass mein Lieblings-Mineralwasser fast die Hälfte der empfohlenen täglichen Natriumdosis liefert, wenn ich zwei Liter davon trinke. Man schmeckt das Salz oft nicht direkt, weil es durch Kohlensäure oder andere Mineralien wie Calcium überdeckt wird. Wenn Sie also auf Ihren Blutdruck achten müssen, lohnt sich ein genauer Blick auf die Rückseite der Flasche. Es ist eben nicht alles Süßwasser, nur weil es klar aussieht.

Der Ursprung: Wie kommt das Salz ins Wasser?

Man fragt sich oft: Wenn Regenwasser doch süß ist, warum sind die Meere dann so salzig? Die Antwort liegt in der Zeit und in der Erosion. Seit Milliarden von Jahren wäscht Regen Mineralien aus den Gesteinen der Erdkruste.

Die Erklärung für die Frage, Warum ist das Meer salzig, beginnt beim Niederschlag: Regen ist von Natur aus leicht säurehaltig, weil er Kohlendioxid aufnimmt. Diese milde Säure zersetzt Gestein und löst Salze heraus, die dann über Bäche und Flüsse ins Meer transportiert werden.

Pro Jahr spülen Flüsse weltweit etwa 4 Milliarden Tonnen gelöster Salze in die Ozeane.[5] Da im Meer nur reines Wasser verdunstet, bleibt das Salz zurück und sammelt sich an. Es ist ein faszinierender Kreislauf. Man könnte meinen, die Meere würden immer salziger werden, aber es gibt Prozesse am Meeresboden, die Salze auch wieder binden. So bleibt der Durchschnittswert von 3.5 Prozent seit Millionen von Jahren relativ stabil. Trotzdem: Würde man alles Salz der Weltmeere gleichmäßig auf der Erdoberfläche verteilen, wäre die Kruste etwa 150 Meter dick. Eine unvorstellbare Menge.

Vergleich der Salzgehalte verschiedener Wasserarten

Nicht jedes salzhaltige Wasser ist gleich. Der Gehalt an gelösten Mineralien unterscheidet sich dramatisch zwischen den verschiedenen Quellen auf unserem Planeten.

Süßwasser (Flüsse/Seen)

Weniger als 0.5 Gramm pro Liter

Regen, die meisten Flüsse und Binnenseen

Neutral, nicht salzig wahrnehmbar

Brackwasser

Zwischen 0.5 und 30 Gramm pro Liter

Flussmündungen, Ostsee, Küstenlagunen

Leicht salzig bis unangenehm brackig

Meerwasser (Ozeane)

Durchschnittlich 35 Gramm pro Liter (3.5%)

Pazifik, Atlantik, Indischer Ozean

Deutlich salzig und bitter

Salzseen (Totes Meer)

Über 300 Gramm pro Liter (30% und mehr)

Totes Meer, Großer Salzsee (USA)

Extrem bitter, brennt auf Schleimhäuten

Während wir Süßwasser zum Überleben brauchen, sind die Ozeane und Salzseen lebensfeindlich für uns Menschen. Der Übergangsbereich im Brackwasser zeigt jedoch, wie anpassungsfähig die Natur an unterschiedliche Salzkonzentrationen sein kann.

Hannes und das Experiment an der Nordsee

Hannes, ein 12-jähriger Schüler aus Hamburg, wollte für ein Schulprojekt wissen, wie viel Salz wirklich in der Nordsee steckt. Er füllte bei einem Ausflug nach Cuxhaven eine Literflasche mit Meerwasser und nahm sie mit nach Hause. Er war skeptisch, ob man das Salz wirklich sehen könnte.

Zu Hause kochte er das Wasser in einem alten Topf in der Küche seiner Eltern ein. Die Küche roch bald streng nach Meer, und seine Mutter war nicht besonders begeistert von dem dampfenden Topf. Er beobachtete fasziniert, wie das Wasser langsam verdampfte und sich am Boden weiße Krusten bildeten.

Der Durchbruch kam, als das Wasser fast weg war und er die Hitze reduzierte, um ein Anbrennen zu verhindern. Er kratzte das Ergebnis vorsichtig heraus und wog es auf der Küchenwaage. Er hatte erwartet, dass es nur ein paar Krümel sein würden, aber er irrte sich gewaltig.

Es waren fast genau 35 Gramm - ein ganzer Haufen weißer Kristalle aus nur einem Liter Wasser. Das Ergebnis beeindruckte Hannes nachhaltig: Er verstand nun, warum Schiffe im Salzwasser anders liegen als im Süßwasser und warum das Meer niemals austrocknen würde, ohne eine riesige Salzschicht zu hinterlassen.

Weiterführende Lektüre

Kann man Salzwasser trinken, wenn man sehr durstig ist?

Nein, auf keinen Fall. Das im Wasser enthaltene Salz entzieht den Körperzellen durch Osmose noch mehr Flüssigkeit, als man zuführt. Das führt zu einer schnellen Dehydration und kann lebensgefährlich sein.

Enthält Leitungswasser auch Salz?

Ja, aber in extrem geringen Mengen. Leitungswasser enthält Mineralien wie Natrium und Chlorid, meist im Bereich von weniger als 50 Milligramm pro Liter, was geschmacklich nicht wahrnehmbar ist.

Warum ist das Tote Meer so viel salziger als der Ozean?

Weil es keinen Abfluss hat. Wasser fließt hinein, verdunstet aber in der Hitze extrem schnell, wodurch die Salze zurückbleiben und sich über Jahrtausende auf über 30 Prozent angereichert haben.

Warum schmecken manche Mineralwässer salzig?

Wässer mit einem Natriumgehalt von über 200 Milligramm pro Liter können eine salzige Note haben. Oft sind es Heilwässer aus tiefen Gesteinsschichten, die besonders viele gelöste Mineralien aufgenommen haben.

Falls Sie sich nun fragen, ob Ihr tägliches Getränk auch dazu zählt, lesen Sie mehr unter: Ist Mineralwasser Salzwasser?.

Die wichtigsten Dinge

Ozeane sind die Hauptquelle

Etwa 97.5 Prozent des weltweiten Wassers sind salzig, mit einem Durchschnitt von 35 Gramm Salz pro Liter.

Extreme gibt es in Salzseen

Gewässer wie das Tote Meer erreichen Konzentrationen von über 30 Prozent, was das Schwimmen ohne Untergehen ermöglicht.

Vorsicht bei Mineralwasser

Manche Mineralwässer enthalten über 200 Milligramm Natrium pro Liter und zählen damit als salzhaltige Quellen im Alltag.

Entstehung durch Erosion

Regen löst über Jahrmillionen Mineralien aus Gesteinen und transportiert jährlich 4 Milliarden Tonnen Salz in die Meere.

Referenzinformationen

  • [1] En - Im weltweiten Durchschnitt liegt der Salzgehalt des Meerwassers bei etwa 3.5 Prozent.
  • [2] En - Fast 97.5 Prozent des gesamten Wasservorkommens auf der Erde bestehen aus Salzwasser.
  • [3] En - Im Toten Meer liegt der Salzgehalt bei über 30 Prozent.
  • [4] Mineralienrechner - In Deutschland gilt Mineralwasser ab einem Gehalt von mehr als 200 Milligramm Natrium pro Liter offiziell als natriumhaltig.
  • [5] Oceanservice - Pro Jahr spülen Flüsse weltweit etwa 4 Milliarden Tonnen gelöster Salze in die Ozeane.