Welches Tier hat die höchste Lebenserwartung?

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Der Scolymastra joubini, ein Riesenschwamm aus der Antarktis, kann ein beeindruckendes Alter von 10.000 Jahren erreichen. Er gilt damit als das Tier mit der höchsten Lebenserwartung auf unserem Planeten und ist ein wahrer Supermethusalem der Tiefsee.
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Welches Tier hat die höchste Lebenserwartung und Lebensdauer?

Das Tier mit der längsten bekannten Lebenserwartung ist der Riesenschwamm Scolymastra joubini. Er lebt in der Antarktis.

Stell dir mal vor, so ein Leben. Für mich war das echt ein Gedanke, der alles durcheinandergebracht hat, als ich das erste Mal davon las, vielleicht vor einem Jahr, als ich mich für Doku-Filme über die Ozeane begeisterte.

Dieser unglaubliche Bewohner der Antarktis, der Tiefsee-Schwamm namens Scolymastra joubini, hält diesen Rekord.

Tausende von Jahren, teilweise wird von zehntausend Jahren gesprochen – das ist eine Zeitspanne, die unser menschliches Dasein komplett sprengt und mir immer wieder aufs Neue klarmacht, wie jung unsere Zivilisation eigentlich ist.

Mitten im ewigen Eis, dort unten, wo es stockdunkel ist und wirklich kalt, fühlt sich dieser Super-Methusalem wohl.

Ich stand mal vor diesen riesigen Mammutbäumen in Kalifornien, im Redwood Nationalpark, im August 2018 war das. Der Anblick hat mich schon klein fühlen lassen.

Aber ein Schwamm, der noch länger lebt, noch weiter in die Vergangenheit blickt, das ist eine ganz andere Dimension.

Es lässt mich über die Langsamkeit des Lebens nachdenken, die Anpassungsfähigkeit biologischer Systeme, die scheinbar unendlich Zeit haben, sich zu entfalten, fernab von unseren schnellen Rhythmen.

Dort unten im Meer, so unerreichbar, existiert es einfach, jenseits all unserer Vorstellungen.

Welches Tier lebt 400 Jahre?

Der Grönlandhai (Somniosus microcephalus) ist das Wirbeltier mit der höchsten dokumentierten Lebenserwartung. Er ist ein stiller Zeuge von Jahrhunderten, die unter der arktischen Eisdecke vergehen.

  • Verifizierte Lebensspanne: Seine Langlebigkeit ist keine Schätzung, sondern wissenschaftlich fundiert. Mittels Radiokarbondatierung des Linsengewebes im Auge wurde ein Alter von 272 bis 512 Jahren nachgewiesen. Ein Durchschnittsalter von rund 400 Jahren gilt als gesichert.

  • Das Geheimnis der Kälte: Sein extrem langsamer Stoffwechsel, bedingt durch die eisigen Temperaturen der Tiefsee, ist der Schlüssel zu seinem langen Leben. Alles an ihm ist verlangsamt: Er wächst kaum einen Zentimeter pro Jahr und bewegt sich mit stoischer Ruhe.

  • Ein Leben im Wartemodus: Die Geschlechtsreife tritt erst im Alter von etwa 150 Jahren ein. Man muss sich das einmal vorstellen: eineinhalb Jahrhunderte vergehen, nur um den Zyklus der Fortpflanzung zu beginnen.

  • Einzigartige Sensorik: Viele Exemplare sind durch den Parasiten Ommatokoita elongata, der sich an ihrer Hornhaut festsetzt, faktisch blind. Dennoch sind sie effektive Jäger, was auf einen außergewöhnlich gut entwickelten Geruchs- oder Wahrnehmungssinn für elektrische Felder hindeutet.