Warum sieht man manchmal Sterne und manchmal nicht?

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Plötzliche Sehstörungen mit hellen Punkten können durch orthostatische Dysregulation entstehen. Ein schneller Wechsel der Körperhaltung, etwa vom Sitzen zum Stehen, führt zu einem Blutdruckabfall. Das beeinträchtigt die Durchblutung der Augen und erzeugt den Eindruck funkelnder Lichtpunkte im Sichtfeld.
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Sterne vor Augen: Warum wir manchmal Lichtpunkte sehen – und wann man sich Sorgen machen sollte

Manchmal, ganz plötzlich, blitzen helle Punkte oder Sterne vor unseren Augen auf. Ein Phänomen, das viele kennen, aber dessen Ursachen vielfältig sind. Während es in den meisten Fällen harmlos ist, kann es auch auf ernsthafte gesundheitliche Probleme hinweisen. Dieser Artikel beleuchtet die verschiedenen Gründe, warum wir scheinbar "Sterne sehen", und wann ein Arztbesuch ratsam ist.

Die häufigste Ursache für das Sehen von Lichtpunkten, die oft als "fliegende Mücken" oder "Mouches volantes" bezeichnet werden, sind Glaskörpertrübungen. Der Glaskörper, die gallertartige Masse im Auge, wird im Laufe des Lebens flüssiger. Dabei können sich kleine Fasern oder Zellen ablagern, die Schatten auf die Netzhaut werfen und als kleine, bewegliche Punkte oder Fäden im Sichtfeld wahrgenommen werden. Diese Trübungen sind in der Regel harmlos und werden mit der Zeit oft weniger auffällig. Ein plötzlicher Anstieg der Anzahl oder der Größe dieser Trübungen hingegen kann ein Hinweis auf eine Netzhautablösung sein und erfordert umgehenden Arztbesuch.

Ein weiterer häufiger Grund, warum man "Sterne sieht", ist die orthostatische Dysregulation. Wie im einleitenden Absatz erwähnt, führt ein schneller Wechsel der Körperhaltung, beispielsweise vom Sitzen zum Stehen, zu einem kurzzeitigen Blutdruckabfall. Dies beeinträchtigt die Durchblutung der Augen, was zu einem vorübergehenden Sehverlust oder dem Wahrnehmen von Lichtblitzen führen kann. Diese Symptome verschwinden in der Regel schnell wieder, wenn sich der Blutdruck normalisiert. Bei häufigen oder anhaltenden Beschwerden sollte jedoch ein Arzt aufgesucht werden, um mögliche Ursachen wie Dehydration oder Herz-Kreislauf-Probleme auszuschließen.

Migräne kann ebenfalls mit dem Sehen von Lichtpunkten oder "Auren" einhergehen. Diese visuellen Störungen manifestieren sich oft als blitzende oder flimmernde Lichtmuster, die sich langsam über das Gesichtsfeld ausbreiten. Sie kündigen meist eine Migräneattacke an. Auch hier ist die Selbstbehandlung nicht ratsam, insbesondere wenn die Auren länger anhalten oder mit anderen neurologischen Symptomen wie Kopfschmerzen, Übelkeit oder Sensibilitätsstörungen einhergehen.

Weitere mögliche Ursachen für das Sehen von Lichtpunkten sind:

  • Augenverletzungen: Ein Schlag oder eine Verletzung des Auges kann zu Blutungen im Auge oder Netzhautschäden führen, die sich als Lichtblitze äußern.
  • Netzhautablösung: Wie bereits erwähnt, kann eine Netzhautablösung zu plötzlichen, intensiven Lichtblitzen und dem Auftreten von "fliegenden Mücken" führen. Dies ist ein medizinischer Notfall und erfordert sofortige Behandlung.
  • Glaukom: In seltenen Fällen kann ein Glaukom (grüner Star) zu Lichtblitzen führen.
  • Nebenwirkungen von Medikamenten: Einige Medikamente können als Nebenwirkung das Sehen von Lichtpunkten verursachen.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Das gelegentliche Sehen von Lichtpunkten ist oft harmlos. Sollten die Lichtblitze jedoch plötzlich auftreten, intensiv sein, mit Sehstörungen oder anderen Symptomen wie Kopfschmerzen oder Übelkeit einhergehen, oder in Verbindung mit einem plötzlichen Anstieg der "fliegenden Mücken" stehen, ist ein umgehender Arztbesuch unerlässlich. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung können schwere Augenerkrankungen vermeiden helfen. Nur ein Augenarzt oder Neurologe kann die genaue Ursache feststellen und eine entsprechende Therapie einleiten.