Warum fliegt die Erde nicht weg?
Warum stürzt die Erde nicht ab?
Manchmal hab ich mir das schon gefragt, so beim Joggen im Wald letztes Jahr im Frühling, als die Blätter gerade kamen. Denkt man nicht drüber nach, wie alles einfach so schwebt. Fühlt sich ja fest an unter den Füßen, aber das Ganze rast doch durch den Raum.
Als Kind hab ich mal einen Ball an einer Schnur geschwungen, so im Garten meiner Oma im Sommer '98. Wenn ich ihn losgelassen hab, ist er davongeflogen. Aber solange ich ihn festhielt, drehte er sich nur um meine Hand.
Die Erde macht das im Grunde auch, nur viel größer und ohne Schnur. Da ist die Sonne, riesig und schwer, die zieht uns an. Wie ein riesiger Magnet. Wir fallen nicht rein, weil wir gleichzeitig seitlich so unglaublich schnell unterwegs sind.
Ich hab mal im Teleskop geguckt, war im Planetarium Berlin, Herbst 2015, weiß nicht mehr, wie viel der Eintritt war, aber das Bild des Jupiters war krass. Die Erde fliegt eben nicht in einem perfekten Kreis, eher wie eine leicht gedehnte Kurve.
Es ist ein Balanceakt, eine ewige Bewegung. Weder stürzt sie ab, noch fliegt sie einfach davon. Eine perfekte Abstimmung von Geschwindigkeit und Anziehungskraft, die ich mir oft vorstelle, wenn ich nachts die Sterne anschaue.
Warum stürzt die Erde nicht ab? Die Erde bleibt in ihrer Umlaufbahn, weil ihre seitliche Geschwindigkeit die Anziehungskraft der Sonne ausgleicht. Sie bewegt sich in einer elliptischen Bahn um die Sonne.
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