Machen Fische Kacken oder Pinkeln?

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Ja, Fische machen fische kacken oder pinkeln als biologische Notwendigkeit. Süßwasserfische scheiden täglich bis zu 30% ihres Körpergewichts als verdünnten Urin aus. Dagegen trinken Salzwasserfische ununterbrochen Meerwasser und geben nur winzige Mengen hochkonzentrierten Urins ab. Zudem atmen Fische fast 90% des giftigen Ammoniaks direkt über ihre Kiemen aus.
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machen fische kacken oder pinkeln: Süß- vs. Salzwasser

Die Frage, ob Lebewesen im Wasser Ausscheidungen hinterlassen, betrifft die Gesundheit jedes Aquariums. Wer machen fische kacken oder pinkeln verstehen möchte, entdeckt faszinierende Überlebensmechanismen im nassen Element. Die Funktion der Organe unterscheidet sich stark nach Lebensraum und schützt die Tiere vor Gefahren. Erfahre alles über die biologischen Unterschiede der Ausscheidung.

Die kurze Antwort: Ja, Fische müssen auch mal aufs Klo

Machen Fische kacken oder pinkeln? Die klare Antwort lautet: Sie tun beides, allerdings völlig getrennt voneinander. Während der feste Kot den Körper über den Analkanal verlässt, strömt der Urin durch eine ganz separate Pore nach draußen. Es ist ein perfekt abgestimmtes biologisches System.

Als ich mein erstes Heimaquarium eingerichtet habe, dachte ich naiverweise noch, Fische würden einfach alles über eine einzige Körperöffnung erledigen. Seien wir ehrlich: Die meisten Menschen hinterfragen die Toilettengewohnheiten von Unterwassertieren im Alltag schlichtweg überhaupt nicht.

Die biologische Ausscheidung - und das überrascht die meisten Menschen massiv - findet fast komplett unsichtbar statt. In Wirklichkeit besitzen Knochenfische jedoch hochentwickelte Nieren, welche die Schadstoffe sorgfältig aus dem Blut filtern. Der flüssige Abfall sammelt sich danach in einer winzigen Blase und wird über eine urogenitale Pore kontrolliert abgegeben. Das passiert erstaunlich diskret. Man sieht es im Wasser schlichtweg nicht, ganz im Gegensatz zu den sichtbaren Kotfäden, die oft träge am Aquarienboden landen. Ich habe noch nie einen Anfänger gesehen, der das auf Anhieb wusste.

Wie genau funktioniert die Fisch-Ausscheidung im Wasser?

Der genaue Prozess der Ausscheidung unterscheidet sich drastisch von uns Landlebewesen, da Fische permanent von ihrem Transportmedium umgeben sind. Nahrung wird im Darm komprimiert und als kacken fische abgegeben, während flüssige Abgase und Stoffwechselprodukte primär über spezialisierte Membranen reguliert werden.

Hier kommt ein völlig verrückter Fakt ins Spiel, den kaum jemand kennt: Ein beträchtlicher Teil des flüssigen Abfalls, insbesondere das giftige Ammoniak, verlässt den Fisch gar nicht als Urin über die urogenitale Pore. Stattdessen atmen Fische diesen gefährlichen Stickstoffstoffwechselabschnitt zu fast 90% direkt über ihre Kiemen aus.[1] Das hat mich damals (ich war gerade im ersten Semester meines Biologiestudiums) völlig umgehauen.

Die Niere filtert im Grunde genommen nur den verbleibenden Rest. Wenn diese Kiemenfunktion durch schlechte Wasserwerte blockiert wird, bricht das System des Tieres extrem schnell zusammen. Ein sauberes Becken ist überlebenswichtig. Aber es gibt einen verblüffenden Fehler, den fast alle Aquarienbesitzer am Anfang machen - ich werde diesen kritischen Punkt im nächsten Abschnitt über Süß- und Salzwasserfische auflösen.

Süßwasser vs. Salzwasser: Wer pinkelt mehr?

Die chemische Zusammensetzung der Umgebung bestimmt radikal, wie die fisch urin ausscheidung jeden Tag produziert werden muss. Süßwasserfische stehen unter dem permanenten Druck, überschüssiges Wasser loszuwerden, wohingegen Salzwasserfische verzweifelt versuchen, jeden Tropfen Flüssigkeit in ihren Zellen zu behalten.

Hier komme ich auf den verblüffenden Fehler zurück, den ich eingangs erwähnt habe: Viele Menschen glauben, dass alle Fische gleich viel trinken. Das ist falsch. Süßwasserfische trinken so gut wie nie aktiv Wasser. Da ihr Körper salzhaltiger ist als der See, dringt das Wasser automatisch durch die Haut ein. Sie müssen pro Tag bis zu 30% ihres eigenen Körpergewichts als extrem verdünnten Urin ausscheiden, um nicht sprichwörtlich zu platzen.[2] Salzwasserfische dagegen trinken ununterbrochen Meerwasser und scheiden nur winzige Mengen hochkonzentrierten Urins aus. Selten habe ich gesehen, wie süßwasserfische wasser ausscheiden und dabei einen so perfekt austarierten Überlebenskampf im nassen Element führen.

Ausscheidungsstrategien im Vergleich

Je nachdem, ob ein Fisch im See oder im Meer lebt, unterscheidet sich seine Nierenfunktion fundamental. Hier ist die direkte Gegenüberstellung der beiden Überlebensstrategien.

Süßwasserfische

Trinken fast nie aktiv Wasser, da Flüssigkeit permanent über die Haut einströmt

Schutz der inneren Organe und Zellen vor dem ultimativen Verwässern

Produzieren gigantische Mengen an extrem wässrigem, verdünntem Urin

Salzwasserfische

Trinken kontinuierlich große Mengen Meerwasser, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen

Verzweifelter Schutz des Körpers vor dem Austrocknen durch das Umgebungssalz

Scheiden nur minimale Mengen eines extrem hochkonzentrierten Urins aus

Während der Süßwasserfisch eine wahre Pinkelmaschine ist, um überschüssiges Wasser loszuwerden, muss der Salzwasserfisch jeden Tropfen im Körper sparen. Beide nutzen dafür hochentwickelte zelluläre Pumpmechanismen.

Tobias und das Rätsel des trüben Aquariums

Tobias, ein begeisterter Hobby-Aquarianer aus Hamburg, wunderte sich über das extrem schnelle Umkippen seines neuen Süßwasserbeckens. Trotz mäßiger Fütterung stiegen die giftigen Ammoniumwerte gefährlich an, was ihn völlig frustrierte.

Er glaubte zuerst, der mechanische Filter sei defekt und tauschte ihn dreimal hintereinander aus. Diese voreilige Aktion zerstörte das biologische Gleichgewicht komplett, und die Fische schnappten panisch nach Luft.

Nach einer schlaflosen Nacht und intensiver Recherche verstand er endlich die Osmoregulation der Tiere: Seine Fische produzierten Unmengen an dünnem Urin und schieden Ammoniak über die Kiemen aus. Der Filter war nicht zu schwach, sondern einfach nicht biologisch eingefahren.

Tobias reduzierte den Fischbesatz, impfte den Filter mit nützlichen Bakterien an und stabilisierte die Wasserwerte innerhalb von zwei Wochen dauerhaft. Ein wertvolles Lehrgeld für den Hamburger.

Schnelle Fragen & Antworten

Riecht Fischurin im Wasser eigentlich?

Nein, in einem gesunden Gewässer oder einem gut gefilterten Aquarium riecht man davon absolut nichts. Der abgegebene Urin wird sofort massiv verdünnt. Erst wenn das Aquarienwasser tagelang nicht gewechselt wird, reichert sich das Abbauprodukt Ammoniak an und erzeugt einen stechenden Geruch.

Haben alle Fische getrennte Öffnungen für Kot und Urin?

Die meisten bekannten Knochenfische nutzen getrennte Ausgänge für feste und flüssige Stoffe. Haie und Rochen hingegen besitzen tatsächlich eine echte Kloake. Bei diesen Knorzelfischen münden alle Ausscheidungs- und Fortpflanzungsorgane in einen einzigen, gemeinsamen Ausgang.

Können Fische im Aquarium an ihren eigenen Ausscheidungen sterben?

Ja, das ist die häufigste Todesursache in neuen Aquarien. Da Fische permanent unsichtbaren Urin und Ammoniak abgeben, vergiften sie sich ohne funktionierende Filterbakterien schnell selbst. Regelmäßige Wassertests sind deshalb für jeden Fischbesitzer absolute Pflicht.

Schnelle Zusammenfassung

Getrennte Ausscheidungswege nutzen

Fische scheiden festen Kot über den Analkanal aus, während flüssiger Urin über eine urogenitale Pore abfließt.

Fragst du dich jetzt, wie der genaue Ablauf über die Atmung funktioniert? Erfahre hier mehr dazu: Pinkeln Fische durch Kiemen?.
Kiemen sind das Hauptventil

Fast 90% des flüssigen Stickstoffabfalls werden direkt über die Kiemen abgeatmet und gar nicht erst über die Niere als Urin gefiltert.

Süßwasserfische pinkeln ununterbrochen

Sie müssen täglich bis zu 30% ihres Gewichts als dünnen Urin ausscheiden, um ihre Zellen vor der Verwässerung durch den See zu schützen.

Informationsquellen

  • [1] Onlinelibrary - Stattdessen atmen Fische diesen gefährlichen Stickstoffstoffwechselabschnitt zu fast 90% direkt über ihre Kiemen aus.
  • [2] Fishbio - Sie müssen pro Tag bis zu 30% ihres eigenen Körpergewichts als extrem verdünnten Urin ausscheiden, um nicht sprichwörtlich zu platzen.