In welchen Meeren leben Lachse?

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Die Frage, in welchen meeren leben lachse, betrifft konkret den Atlantischen Ozean zwischen Nordamerika und Europa sowie den riesigen Pazifischen Ozean. Im Gegensatz dazu bevölkern pazifische Lachsarten die Meeresregionen zwischen Alaska, Kanada, Russland und Japan und legen über 3.000 Kilometer zurück. Schätzungen zufolge findet ein Anteil von 90% des gesamten körperlichen Wachstums dieser Fische in diesen marinen Jagdgründen statt.
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In welchen Meeren leben Lachse: Atlantik vs Pazifik

Die Frage, in welchen meeren leben lachse, betrifft die weiten salzhaltigen Gewässer unseres Planeten, in denen diese faszinierenden Wanderfische den Großteil ihres Lebens verbringen. Ihr Aufenthalt in den marinen Jagdgründen zeigt die extremen natürlichen Herausforderungen während dieser weiten Wanderung durch den Ozean. Erfahren Sie mehr über die spezifischen Meeresregionen, um diese Lebensweise besser zu verstehen.

In welchen Meeren leben Lachse eigentlich?

Wenn man sich fragt, wo Lachse im Meer leben, findet man sie hauptsächlich im Nordatlantik und im Nordpazifik sowie in den damit verbundenen Rand- und Binnenmeeren wie der Nordsee, der Ostsee und dem Arktischen Ozean. Als wandernde Fischarten verbringen sie den Großteil ihres erwachsenen Lebens im kalten Salzwasser des offenen Meeres, bevor sie zum Laichen in Süßwasserflüsse zurückkehren.

Der Lebensraum der Lachse im Meer lässt sich geografisch sehr präzise aufteilen, da die Tiere extrem kalte, nährstoffreiche Gewässer bevorzugen. Der Atlantische Lachs durchstreift die riesigen Flächen zwischen Nordamerika und Europa. Im Gegensatz dazu bevölkern verschiedene pazifische Lachsarten die Gewässer zwischen Alaska, Kanada, Russland und Japan. Schätzungen zufolge finden etwa 90% des gesamten körperlichen Wachstums eines Lachses in diesen marinen Jagdgründen statt.[1]

Hier fressen sie sich in weiten Ozeanbecken satt. Das Meer ist riesig. Lachse sind faszinierende Wanderer. Es gibt jedoch ein Geheimnis über eine bestimmte Population, die ein Meer niemals verlässt - ich werde dieses Rätsel im Abschnitt über die Ostsee weiter unten lüften.

Der Atlantische Ozean: Heimat des klassischen Lachses

Das Verbreitungsgebiet des Atlantischen Lachses erstreckt sich über den gesamten nördlichen Atlantischen Ozean. Die Fische nutzen die ausgedehnten Meeresgebiete vor Grönland, Island und den Färöer-Inseln als gigantische Weidegründe. Die dortigen kalten Meeresströmungen wirbeln enorme Mengen an Nährstoffen auf, die die Grundlage für eine reiche Nahrungskette bilden. Die Bedingungen sind rau.

Ich stand vor einigen Jahren an einem eiskalten Fjord im Norden Norwegens und blickte auf das endlose, graue Wasser hinaus. Die Vorstellung, dass diese Fische tausende Kilometer durch den unbarmherzigen Ozean wandern und exakt an diesen Punkt zurückkehren, hat mich tief bewegt. Im offenen Salzwasser legen sie unglaubliche Distanzen zurück, um zu den reichsten Futterplätzen zu gelangen. Sie fressen dort hauptsächlich Krebstiere und kleinere Fische. Diese Phase im Meer dauert meist zwischen einem und vier Jahren, in denen sich die Tiere die nötigen Fettreserven für ihre beschwerliche Flusswanderung anreisen. Das Meer formt ihre Ausdauer.

Leben Lachse auch in der Nordsee und Ostsee?

Ja, Lachse leben in der Nordsee und nutzen diese europäischen Meere intensiv, wenn auch auf unterschiedliche Weise. Die Nordsee dient vielen westeuropäischen Lachsen vor allem als Wanderkorridor, um in Flusssysteme wie den Rhein einzutreten. Ein dauerhafter Aufenthalt findet hier selten statt. Die Fische ziehen zügig durch.

Hier ist die Auflösung des Rätsels, das ich anfangs erwähnt habe: In der Ostsee lebt eine ganz besondere Gruppe von Atlantischen Lachsen. Diese Fische verlassen die Ostsee während ihres gesamten Lebenszyklus überhaupt nicht, um in den offenen Atlantik zu ziehen. Da die Ostsee ein brackiges Binnenmeer mit geringerem Salzgehalt ist, bietet sie ein geschlossenes Ökosystem mit ausreichend Nahrung wie Heringen und Sandaalen. Die Fische bleiben einfach dort. Für Biologen ist dies ein faszinierendes Beispiel für evolutionäre Anpassung an lokale Gegebenheiten.

Der Pazifische Ozean: Die Vielfalt der Lachsarten

Bei der Frage, in welchen Meeren Lachse leben, beheimatet der nördliche Pazifische Ozean die größte biologische Vielfalt weltweit. Im Gegensatz zum Atlantik, wo es nur eine einzige Hauptart gibt, teilen sich im Pazifik fünf bekannte Arten der Gattung Oncorhynchus den marinen Lebensraum. Dazu gehören der mächtige Königslachs, der Silberlachs, der Rotlachs, der Ketalachs und der weit verbreitete Buckellachs. Ihr maritimes Revier reicht von der Küste Südkaliforniens über den Golf von Alaska bis hin zu den eisigen Gewässern der Beringsee vor Russland.

Die Weiten des Pazifiks bieten den Fischen perfekte Bedingungen zum Heranwachsen. Einige pazifische Lachsarten legen im Laufe ihrer marinen Phase Entfernungen von über 3.000 Kilometern im offenen Ozean zurück. Sie folgen dabei den großen Meeresströmungen im Kreis. Doch der Pazifik ist auch ein gefährlicher Ort voller Raubfische, Seelöwen und Orcas. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass der Überlebenskampf im Salzwasser extrem selektiv ist. Nur etwa 1% bis 5% der abgewanderten Jungfische überleben die Jahre im offenen Ozean und kehren jemals in ihre Geburtsflüsse zurück. [2] Ein brutales Ausschlussverfahren der Natur. Der Ozean schenkt Leben.

Warum wechseln Lachse überhaupt zwischen Süß- und Salzwasser?

Dieses Wechselspiel nennt man anadrome Wanderung. Das Süßwasser der Flüsse bietet den Eiern und winzigen Jungfischen einen relativ geschützten Raum mit weniger großen Fressfeinden als im offenen Meer. Allerdings sind die Futterressourcen in Flüssen stark begrenzt, weshalb die heranwachsenden Fische das Risiko auf sich nehmen und in den Ozean abwandern. Dort finden sie einen reich gedeckten Tisch vor, der ein schnelles Wachstum ermöglicht.

Das ist extrem anstrengend. Der Übergang vom Fluss ins Meer erfordert eine fundamentale Umstellung des gesamten Organismus, insbesondere der Kiemen und Nieren, um mit dem hohen Salzgehalt zurechtzukommen. Dieser Prozess findet in den Flussmündungen statt. Ich habe bei biologischen Feldstudien an Flussmündungen erlebt, wie empfindlich dieser Übergang ist. Die Jungfische müssen dort tagelang im Brackwasser verharren, während sich ihr Körper verändert. Wenn diese Küstenregionen verschmutzt oder verbaut sind, scheitert die Wanderung kläglich. Viele sterben bereits dort. Erst wenn die Anpassung geglückt ist, schwimmen sie hinaus in das tiefe Salzwasser, um ihre jahrelange Reise zu beginnen.

Vergleich der Lachs-Lebensräume: Atlantik vs. Pazifik

Obwohl beide Ozeane kalte Gewässer bieten, unterscheiden sich die Lebensbedingungen und die dort lebenden Lachse grundlegend.

Atlantischer Ozean

  • Einige Fische überleben das Laichen im Süßwasser und können mehrfach ins Meer zurückkehren
  • Hauptsächlich eine dominierende Wildart (Salmo salar)
  • Nördlicher Atlantik, Küsten von Nordeuropa und Nordamerika sowie Nordsee und Ostsee

Pazifischer Ozean

  • Nahezu einhundert Prozent der pazifischen Lachse sterben nach dem Laichen im Fluss
  • Hohe Vielfalt mit fünf verschiedenen kommerziell bedeutenden Wildlachsarten
  • Nördlicher Pazifik, Gewässer von Alaska, Kanada bis Russland und Japan
Der Pazifik bietet eine deutlich höhere biologische Diversität und größere Gesamtmengen an Lachsen. Der Atlantik zeichnet sich hingegen durch Fische aus, die biologisch in der Lage sind, die strapaziöse Laichwanderung mehrfach zu bewältigen und erneut ins schützende Salzwasser zurückzukehren.

Die Rückkehr des Lachses im Rheinsystem: Ein mühsamer Erfolg

Thomas, ein ehrenamtlicher Gewässerwart aus Nordrhein-Westfalen, engagiert sich seit Jahren für die Wiederansiedlung des Atlantischen Lachses im Rhein. Er war oft frustriert, da die ersten Versuche in den späten 1990er Jahren kaum messbare Erfolge zeigten und viele Lachse an unpassierbaren Wehren scheiterten.

Erster Versuch: Das Team setzte tausende Jungfische direkt im Hauptstrom des Rheins aus, ohne die Nebenflüsse ausreichend zu sichern. Das Ergebnis war eine herbe Enttäuschung, da fast alle Tiere von Raubfischen gefressen wurden oder in den Turbinen von Flusskraftwerken verendeten.

Der Wendepunkt kam, als das Team begriff, dass Lachse für die Eiablage naturbelassene Kiesbetten in sauberen Nebenflüssen benötigen. Sie begannen, gezielt kleine Bachläufe im Sieg-System zu renaturieren und moderne Fischtreppen zu bauen, um den Fischen den Aufstieg aus der Nordsee zu erleichtern.

Der Erfolg stellte sich ein: Nach jahrelanger Arbeit kehrten wieder hunderte erwachsene Lachse aus dem Ozean zurück. Zwar sind die Populationen im Vergleich zu historischen Beständen immer noch klein, aber der Beweis ist erbracht, dass der Rhein wieder Lachs-Heimat sein kann.

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Leben Lachse im Atlantik oder Pazifik?

Lachse leben sowohl im Atlantischen als auch im Pazifischen Ozean, allerdings handelt es sich um unterschiedliche Arten. Während im Atlantik der Atlantische Lachs heimisch ist, beherbergt der Pazifik fünf verschiedene Wildlachsarten. Beide Ozeane bieten den Fischen die notwendigen kalten und nährstoffreichen Gewässer.

Können Lachse im reinen Salzwasser überleben?

Erwachsene Lachse können jahrelang problemlos im reinen Salzwasser leben und sind dort perfekt an das Jagdleben angepasst. Für die Fortpflanzung müssen sie jedoch zwingend in das Süßwasser von Flüssen zurückkehren, da ihre Eier im Salzwasser nicht überlebensfähig wären. Dieser Wechsel erfordert eine hochkomplexe körperliche Umstellung.

Möchtest du noch mehr über diese faszinierenden Fische erfahren? Lies hier: Ist der Lachs ein Süßwasserfisch oder ein Salzwasserfisch?

Gibt es auch Lachse in deutschen Meeren?

Ja, Lachse kommen sowohl in der deutschen Nordsee als auch in der Ostsee vor, wenn auch in geringer Anzahl. Die Nordsee nutzen sie primär als Wanderroute zu ihren Laichflüssen. In der Ostsee existieren spezialisierte Bestände, die dieses Binnenmeer während ihres gesamten Lebenszyklus nicht verlassen.

Zusammenfassung des Artikels

Lebensraum Nordatlantik und Nordpazifik

Lachse sind an kalte Gewässer gebunden und nutzen die großen ozeanischen Becken der Nordhalbkugel als primäre Nahrungsgründe für ihr Wachstum.

Wanderung als Lebensprinzip

Die Fische wechseln als anadrome Wanderer zwischen den nährstoffreichen Meeren und den geschützten Süßwasserflüssen ihrer Geburt.

Besonderheit Ostseelachs

Einige Lachspopulationen in der Ostsee zeigen eine einzigartige Anpassung, indem sie das brackige Binnenmeer niemals in Richtung des offenen Atlantiks verlassen.

Quellenangabe

  • [1] Psf - Schätzungen zufolge finden etwa 90% des gesamten körperlichen Wachstums eines Lachses in diesen marinen Jagdgründen statt.
  • [2] Frontiersin - Nur etwa 1% bis 5% der abgewanderten Jungfische überleben die Jahre im offenen Ozean und kehren jemals in ihre Geburtsflüsse zurück.