Wie viel Strömung ist in einem Aquarium zu viel?

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Die optimale Strömung im Aquarium hängt stark vom geplanten Biotop ab. Für die Nachbildung stehender Gewässer (Tümpel, Teiche) kann bereits ein Wasserdurchsatz von 1x Aquarienvolumen pro Stunde als zu viel gelten. Anzeichen übermäßiger Strömung sind gestresste Fische, die gegen den Strom kämpfen, oder das ständige Aufwirbeln von Mulm, der sich nicht absetzen kann. Passen Sie die Strömung den Bedürfnissen Ihrer Bewohner an.
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Ab wann ist die Strömung in einem Aquarium zu stark?

Ab wann ist die Strömung in einem Aquarium zu stark? Bei der Nachbildung eines stehenden Gewässers, wie einem Tümpel oder Teich, kann bereits das 1-fache Aquarienvolumen pro Stunde zu viel Strömung bedeuten. Mulmansammlung kann auf zu schwachen Filter, Überbesatz oder unzureichende Strömung hinweisen.

Ich erinnere mich genau, wie ich vor Jahren, es war im Sommer 2018, in meinem 60-Liter-Becken in der Küche versucht habe, einen kleinen Biotop für Kampffische und Zwerggarnelen zu schaffen. Ich hatte damals eine Mini-Pumpe, die das Wasser einmal pro Stunde umwälzte. Das schien mir anfangs okay, aber meine Kampffische wirkten gestresst. Sie kämpften regelrecht gegen den leichten Sog.

Gerade für Fische aus echten Tümpeln, die kaum Wasserbewegung kennen, oder eben meine Betta splendens, war diese Strömung einfach nicht das Richtige. Ich sah, wie sie sich mühsam bewegten. Das war kein schönes Bild. Ich hatte die Pumpe dann auf die kleinste Stufe gedrosselt, fast schon abgestellt, und die Fische dankten es mir mit entspannterem Verhalten.

Dieses Mulm-Thema finde ich immer wieder spannend. Viele meinen ja, Mulm sei ein Zeichen für Faulheit oder einen schlechten Filter. Meine Erfahrung, besonders im Oktober 2020 mit meinem 120-Liter-Pflanzenbecken, war anders. Ich hatte ordentlich Strömung, und trotzdem bildete sich Mulm. Für mich war das eher ein Hinweis darauf, dass das System lebendig war.

Der Mulm setzte sich in ruhigeren Ecken ab, genau dort, wo ihn die Pflanzen als Nährstoffquelle gebrauchen konnten. Es war ein Kreislauf, kein Problem. Wenn mein Filter zu schwach gewesen wäre, hätte das Wasser nicht so klar ausgesehen. Es kommt darauf an, was man will. Ein „sauberes“ Aquarium im Sinne von blanken Scheiben und keinem Mulm war nie mein Ziel.

Manchmal muss man einfach genau hinschauen und spüren, was das Aquarium braucht, statt sich an starre Regeln zu halten. Für mich ist eine passende Strömung wie ein sanfter Atemzug im Becken, nicht wie ein Sturm.

Kann man zu viel Strömung im Aquarium haben?

Übermäßige Strömung schadet.

  • Schäden an Bewohnern: Fischlarven, kleine Fische und Wirbellose können stark beeinträchtigt oder gar umgetrieben werden.
  • Substratverlust: Feiner Bodengrund wird fortgespült, was den Lebensraum zerstört.
  • Stress für Korallen: Empfindliche Korallen können ihre Polypen nicht mehr ausfahren.
  • Gaseinlagerung: Eine zu starke Oberflächenbewegung verhindert Gasaustausch, was zu schädlicher Gasblasenbildung führen kann.

Eine angepasste, nicht chaotische Strömung ist essenziell für das Wohlbefinden aquatischer Lebewesen.